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A Vampyre Story

Testbericht von Benjamin

Entwickler: Virtual Programming
Herausgeber: RuneSoft
System: Mac OS X*
Erschienen: Frühjahr 2009 in Deutsch
Plattform: PPC / Intel*
Genre: Adventures / RPG
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 35-40 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Willkommen in Draxylvanien! Lasst euch von Mona de LaFitte in das anstrengende Leben einer untoten Opernsängerin entführen, die von ihrem Schloss fliehen möchte und deren größter Wunsch es ist wieder in Paris zu singen. Auf ihrer irrwitzigen Flucht wird sie von der sprechenden Fledermaus Froderick begleitet. Klingt wahnwitzig und abstrus? A Vampyre Story ist sehr viel mehr.

Ein waschechtes Abenteuer!

Das Spiel entstammt aus der Feder Bill Tillers, der bereits Meisterwerke wie die Flucht von Monkey Island gestaltet hat. Das klassische Point’n’Click-Adventure wurde von Virtual Programming portiert und läuft bereits auf G4-Macs ab 1,33 Ghz. Wenn ihr in die Welt der Vampire abtauchen wollt, könnt ihr euer Exemplar entweder auf englisch bei Deliver2Mac oder auf Deutsch in einer DVD-Fassung bei RuneSoft erstehen. Die Installation läuft in beiden Fällen sehr einfach ab: DVD rein oder das Disc-Image mounten, Programm-Ordner auf die Festplatte ziehen, Registrierungs-Code eingeben und fertig.

Danach könnt ihr euch direkt in das Spielgeschehen stürzen. Nach einem stimmungsvollen Intro werdet ihr direkt aktiv in die Geschichte hineingeworfen und ihr beginnt mit den Vorbereitungen eurer Flucht aus dem Schloss Warg. Um Mona zu helfen, steht euch Froderick mit Rat und Tat zur Seite. So übernimmt er auch mal die ekligeren Jobs, oder er hilft euch bei den Gesprächen. Wie in klassischen Adventures üblich, müsst ihr auch in A Vampyre Story verschiedene Rätsel lösen, zum Beispiel die Zahlenkombination eines Sarges herausfinden. Damit ihr nicht vollkommen unwissend im Regen steht, müsst ihr euch mit vielen Leuten unterhalten und auch das ein oder andere Mal, um die Ecke denken. Dabei werdet ihr feststellen, wie viel Zeit und Liebe in die Dialoge, die Figuren und die gesamte Geschichte geflossen sind. So singen die Ratten im Keller durchaus Liebeslieder à la Bats Amore und in sehr vielen Momenten werdet ihr die Evergreens der Kinogeschichte wiederfinden.  Allein die Synchronisation der Figuren und Nebencharaktere ist großartig gelungen.  Die Rätsel sind mittel-schwer und lassen sich auch von Anfängern lösen, wenn sie viel Zeit mitbringen. Generell ist A Vampyre Story kein hektisches Spiel. Mit Maus und Tastatur bewaffnet kann sich der Spieler Zeit lassen, viel über die anderen Personen (und Gegenstände) im Schloss und im Dorf herausfinden, oder einfach mal die liebevoll gezeichneten Hintergründe auf euch wirken zu lassen.

Schattenseiten

Nach der ganzen Lobhudelei nun zu den Kritikpunkten: die Steuerung und die Hotspot-Anzeige. Die Steuerung kann einen gerne mal im Inventar zur Weißglut treiben, wenn sich die Hot-Spot-Anzeige woanders befindet, als die zum Objekt gehörende Grafik und man deshalb innerhalb seines Inventars sehr lange nach dem gewünschten Objekt suchen muss. Zum Glück ist das nur ein paar Mal während der Testphase vorgekommen. Ansonsten bin ich von den Bugs der Windows-Version verschont worden (abgesehen von einer fehlenden Textur). Ansonsten scheint Virtual Programming einen guten Job gemacht zu haben, denn ich konnte keine Abstürze oder Fehler in der Mac-Version ausmachen. Die weiteren Nachteile des Spiels liegen eher im Detail, so sind die Wege im Schloss teilweise sehr lang und es kaum Möglichkeiten abzukürzen, dazu fehlt die Möglichkeit eine Art Spielhilfe von Froderick zu erhalten, so könnten Genre-Neulinge sich sehr leicht in einem der schwierigeren Rätsel (beispielsweise die Säuremischung) verlieren.

Die technische Seite der Medaille

Virtual Programming hat das Spiel nativ für den Mac umgesetzt und dabei sehr sauber gearbeitet. Die Performance ist gut und die Fehler der Windows-Version wurden ausgebügelt. Allerdings vermisse ich Widescreen-Auflösungen wie 1440x990 oder höher. Bei Vampyre Story wird die Auflösung auf 1024x768 Pixel festgelegt und lässt sich nicht ohne weiteres verändern.

In meiner Testkonfiguration kam es zu keinerlei Rucklern, selbst wenn die Effekte auf „hoch“ gestellt waren und Anti-Aliasing aktiviert war. Somit kann ich das Spiel für alle Spieler mit halbwegs aktueller Hardware empfehlen. Aber ich warne davor, das Spiel mit weniger als 512 MB Arbeitsspeicher zu spielen, denn sonst stören die langen Ladezeiten das Spielvergnügen ungemein.

Fazit

Tolle Geschichte, tolle Synchronisierung, toll gezeichnete Grafik! Was soll ich sagen? Wenn das Spiel nicht die technischen Macken, wie fehlende Widescreen-Unterstützung hätte und es Hilfe oder Tipps,  für Genre-Neulinge gäbe, dann würde das Spiel locker die 80% knacken. Hier hat aber nicht Virtual Programming geschlampt, sondern der Entwickler der Windows-Version. Ich kann dennoch eine Kaufempfehlung für alle Fans von Adventures aussprechen. Solltet ihr Genre-Neuling sein, so ladet euch doch erst einmal die Demo zu Ankh herunter und schaut, ob die Art von Spiel etwas für euch ist.

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POSITIV
- tolle Präsentation
- stimmige Geschichte
- angemessener Preis
NEGATIV
- technische Mängel
- böser Cliffhänger am Ende
72%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
sehr gut
sehr gut
(n.v.)
mittel
Du hast "A Vampyre Story" selbst gespielt?
Dann schreib uns Deine Meinung!

MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
G4 / Intel 1,4 Ghz
512 MB RAM
64 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.11
Internetverbindung
Intel Core Duo
2 Ghz
1024 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.5.6
Intel Core 2 Duo
2,3 Ghz
1536 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.5.6
iMac
Intel Core 2 Duo
2 Ghz
4096 MB RAM
ATI Radeon X1600
Mac OS X 10.4.11

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "A Vampyre Story" bereit.