Age of Empires III - The Asian Dynasties
Testbericht von Daniel
Entwickler: Big Huge Games
Herausgeber: MacSoft
System: Mac OS X*
Erschienen: Sommer 2008 in Deutsch
Plattform: PPC / Intel*
Genre: Strategie / Wirtschaft
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 25-30 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Der amerikanische Kontinent durfte bereits im Hauptspiel und in der ersten Erweiterung The Warchiefs ausführlich erkundet werden. Im zweiten Addon des Echtzeitstrategiespiels geht es nach Asien. The Asian Dynasties stammt dabei nicht aus der Feder von Ensemble, sondern von den Rise of Nations Machern Big Huge. Diese übernehmen dann vielleicht auch ein potenzielles Age of Empires 4, schließlich gibt es die Ensemble Studios bald nicht mehr. Für das Spiel braucht ihr lediglich die Originalversion von Age of Empires III. Die Erweiterung The Warchiefs ist nicht zwingend notwendig.
Die einzelnen Geschichten werden durch langatmige Zwischensequenzen gemächlich vorangetrieben. Auf vorgerenderte Szenen, wie man sie noch aus dem Original Age of Empires III kennt, haben die Entwickler leider komplett verzichtet. Auch die Qualität der eigentlichen Missionen lässt größtenteils zu Wünschen übrig. Die Story ist eher simpel. Gut bekämpft Böse, und man weiß meistens schon vorher, wie es ausgeht. Nicht gerade spannend. Meistens handelt es sich dann einfach auch nur um eine leicht abgewandelte Form eines klassischen Basis gegen Basis Spiels. Dabei startet ihr jedes mal im ersten Zeitalter, und da die Missionen selbst in der hohen Schwierigkeitsstufe meist eher einfach sind, erreicht man während der Missionen nur selten eine der höheren Zeitalter. Dann gibt es hier und da noch Erkundungs- und Eskortiermissionen. Aber die gab es auch schon in den Vorgängern. Seeschlachten kommen auch in diesem Addon wieder etwas kurz. Alles in allem sind die Missionen zu einfallslos. Ein durchschnittlicher Spieler spielt die Kampagne in weniger als zehn Stunden durch, wenn er nicht schon vorher aus Langeweile aufhört.
In Sachen Sound zeigt sich das Spiel von beiden Seiten: Von der Musik wurde einzig allein der Hauptsoundtrack an einen asiatischen Stil angepasst. Ansonsten hört ihr noch genau die gleichen Klänge, wie in den Vorgängern. Die Sprecherstimmen wiederum sind durchaus gelungen. Sie sind abwechslungsreich und passen gut zu den einzelnen Protagonisten. Trotzdem sehnt man sich vergeblich nach ein bisschen Abwechslung bei der Musik.
Das war wohl nichts
Auch in The Asian Dynasties gibt es wieder drei Einzelspieler-Kampagnen. Dieses Mal werden Teile der Geschichte Japans, Chinas und Indiens erzählt. Zu allererst gilt es den Aufstieg der Shougun Dynastie Tokugawa in Japan zu meistern. In einem Schatzschiff der Ming Dynastie Chinas segelt ihr danach über die Weltmeere. Die Chinesen entdecken dort sogar Amerika, was diesen Teil wohl eher zu einer fiktiven Geschichte macht. Zu guter Letzt kämpft ihr in einem Aufstand, zusammen mit dem letzten Schah Indiens, gegen die britischen Besatzer.Die einzelnen Geschichten werden durch langatmige Zwischensequenzen gemächlich vorangetrieben. Auf vorgerenderte Szenen, wie man sie noch aus dem Original Age of Empires III kennt, haben die Entwickler leider komplett verzichtet. Auch die Qualität der eigentlichen Missionen lässt größtenteils zu Wünschen übrig. Die Story ist eher simpel. Gut bekämpft Böse, und man weiß meistens schon vorher, wie es ausgeht. Nicht gerade spannend. Meistens handelt es sich dann einfach auch nur um eine leicht abgewandelte Form eines klassischen Basis gegen Basis Spiels. Dabei startet ihr jedes mal im ersten Zeitalter, und da die Missionen selbst in der hohen Schwierigkeitsstufe meist eher einfach sind, erreicht man während der Missionen nur selten eine der höheren Zeitalter. Dann gibt es hier und da noch Erkundungs- und Eskortiermissionen. Aber die gab es auch schon in den Vorgängern. Seeschlachten kommen auch in diesem Addon wieder etwas kurz. Alles in allem sind die Missionen zu einfallslos. Ein durchschnittlicher Spieler spielt die Kampagne in weniger als zehn Stunden durch, wenn er nicht schon vorher aus Langeweile aufhört.
Kampf um Asien
Wer von der Kampagne enttäuscht ist, findet dafür in den drei neuen Kulturen eine umso gelungenere Bereicherung des Age of Empires III Universums. Es braucht seine Zeit, bis man einen Überblick über die unzähligen neuen Einheiten und Gebäude hat. Neu sind Belagerungselefanten, Ninja Kämpfer, die Fliegende Krähe – eine Art chinesische Rakete – und Flammenwerfer-Kanonen, um nur ein paar zu nennen. Allein die neuen Einheiten auszuprobieren und mit ihnen neue Taktiken zu entwickeln endet selten in Langeweile. Zahlreiche neue Gebäude und mit ihnen neue Gameplay-Eigenschaften sind ebenso Teil des Addons. So müssen beispielsweise alle asiatischen Kulturen Wunder bauen, um ins nächste Zeitalter vorzurücken. Alle drei Kulturen können aus fünf verschiedenen Wundern mit Bonusfähigkeiten wählen. So lassen sich vielseitige Spieltaktiken entwickeln. Ein weiteres neues Gebäude ist das Konsulat. Hier könnt ihr Beziehungen zu europäischen Nationen aufbauen. Mit Export-Rohstoffen erhält man dann zusätzlich Militäreinheiten und Weiterentwicklungen des Bündnispartners.Altbewährtes
Wasser- und Explosionseffekte können sich nach wie vor sehen lassen. Mit den neuen Einheiten kommen auch einige sehr ansehnliche Effekte dazu. Die Einheiten könnten aber streckenweise doch ein paar mehr Polygone haben. Das merkt man besonders während der Zwischensequenzen. Die Grafik kann sich als Ganzes aber trotzdem sehen lassen. Gerade auf dem Mac ist sie noch „State of the Art“. Mein Testrechner kommt bei den höchsten Grafikeinstellungen etwas ins Stocken. Macs der neuere Generation sollten sich mit der Age of Empires III Engine aber nicht schwer tun.In Sachen Sound zeigt sich das Spiel von beiden Seiten: Von der Musik wurde einzig allein der Hauptsoundtrack an einen asiatischen Stil angepasst. Ansonsten hört ihr noch genau die gleichen Klänge, wie in den Vorgängern. Die Sprecherstimmen wiederum sind durchaus gelungen. Sie sind abwechslungsreich und passen gut zu den einzelnen Protagonisten. Trotzdem sehnt man sich vergeblich nach ein bisschen Abwechslung bei der Musik.
Who‘s the king of the hill?
Auch in The Asian Dynasties könnt ihr wieder euer Können im Mehrspieler-Modus auf die Probe stellen. Leider immer noch nur gegen Mac-Spieler. Dabei versprach Macsoft vor Erscheinen von Age of Empires III, dass die Kompatibilität zur Windows-Version später mit einem Update nachgereicht werden würde. Schade eigentlich. Wer online spielen möchte, muss auf GameRanger zurückgreifen. Dort ist Age of Empires III, wie es schon sein Vorgänger war, immer noch das beliebteste und meist gespielte Spiel und man findet in der Regel immer ein paar Herausforderer mit dem gleichen Level. Zu den bereits vorhandenen Spieltypen Vorherrscahft, Deathmatch und Vertrag gesellt sich mit dem Addon noch König des Hügels und Königsmord. In letzterem muss mit allen Mittel der König beschützt werden, denn ist er tot, ist das Spiel vorbei. Dazu startet jeder Spieler mit einer Burg, in der der König schützend einquartiert werden kann. In König des Hügels muss eine Festung eingenommen werden. Wenn ein Spieler es schafft die Festung eine bestimmte Zeit lang zu halten, gewinnt er das Match. Die Ideen sind zwar auch nicht ganz neu, Königsmord kennt man bereits aus Age of Empires II, aber nichtsdestotrotz begrüßenswert.Fazit
Wer sich auf spannende Abenteuer aus dem Reich der Ninjas und Zen Meister gefreut hat wird enttäuscht sein. Zu eintönig und einfallslos sind die drei Kampagnen, als dass sie den Spieler lange fesseln könnten. Freunde des Mehrspielers werden sich trotzdem freuen, denn mit den vielen neuen Einheiten, Gebäuden und Besonderheiten der drei Kulturen eröffnet sich eine Vielzahl an neuen Spieltaktiken. Und so kommt es, dass Asian Dynasties vor allem damit punktet, als mit seinen Kampagnen. Zwar lässt die versprochene Windows-Kompatibilität immer noch auf sich warten, dank der großen Beliebtheit bei den Mac-Spielern findet man aber trotzdem stets einen passenden Gegner für das Onlinematch.
POSITIV
- drei neue Völker mit umfangreichen Einheiten- und Gebäudetypen
- zwei neue Mehrspielervarianten
- zwei neue Mehrspielervarianten
NEGATIV
- langweilige Kampangnen
- keine neue Soundkulisse
- keine neue Soundkulisse
87%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
sehr gut
gut
sehr gut
mittel
gut
sehr gut
mittel
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| G4 1,4 Ghz 512 MB RAM 64 MB Grafikkarte mit T&L Support Mac OS X 10.3.9 Age of Empires III |
G5 1,8 Ghz 1024 MB RAM 128 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4.8 |
G5 / Core 2 Ghz 1536 MB RAM 256 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4.11 |
iMac 24" Intel Core Duo 2,16 Ghz 1536 MB RAM GeForce 7600 GT (256 MB) Mac OS X 10.5.5 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Age of Empires III - The Asian Dynasties" bereit.





