BILDER GALERIE












Werbung

Call of Duty

Testbericht von Matthias

Entwickler: Infinity Ward
Herausgeber: ASH
System: Mac OS X*
Erschienen: Sommer 2004 in Deutsch
Plattform: PPC*
Genre: Action
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 45-50 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: ab 18 Jahren, Infos zur USK
Das Entwicklerteam von Medal of Honor - Allied Assault hat sich nach dem üppigen Erfolg seines Spieles einem neuen Projekt unter dem Hause Activision gewidmet: Call of Duty. Das neue Spiel tritt inoffiziell in die Fußstapfen von Medal of Honor und doch ist es etwas anderes geworden. So hat Call of Duty eine nochmal überarbeitete Grafikengine und ein neues Motto: Im Krieg kämpft niemand allein.

Erste Eindrücke

Call of Duty (kurz CoD) lässt sich per Drag & Drop installieren. Gleich nach der Installation kann man loslegen. Nach einem kleinen Intro wird man direkt in das Menü gebracht, von wo man wie immer die Optionen und die Spielmodi erreichen kann. In den Optionen fällt ein interessantes Feature positiv auf, das mit Hilfe eines Systemscans die idealen Grafikoptionen an den Mac anpasst.

Der Einzelspielermodus

Das im Zweiten Weltkrieg orientierte Spiel spielt sich hauptsächlich in drei Szenarien ab: Normandie, Stalingrad und Berlin. Dazu gibt es Zwischenmissionen, die den Stand in anderen europäischen Regionen zur damaligen Zeit beschreiben. Zu Beginn wird man mit dem Fallschirm abgesetzt und kämpft um das nackte Überleben hinter feindlichen Linien.
Später findet man weitere Mitglieder seiner Division die während des Absprungs über ganze Landstriche verteilt wurden und man sichert eine Ortschaft, wo neuer Nachschub eintrifft. Von da aus arbeitet man sich Schritt für Schritt durch, um letztendlich dem Krieg ein Ende zu bereiten.

Das Spiel beruht auf tatsächlichen Szenarien und Missionen, die mit Sorgfalt ins Virtuelle übertragen worden sind. Zwischen dem einen oder anderen Kapitel erzählt der verkörperte Soldat aus seinem Tagebuch was passiert ist und die Umstände der Situation. Auf diese Weise wird der Spieler mehr in das Spiel verwickelt.

Auf dem Weg des Soldaten passiert vieles. So muss man nicht selten Artillerie ausschalten, sich als Nazi verkleiden, Schiffe infiltrieren, Scharfschützenmissionen hinter sich bringen oder einfach nur um das Überleben in komplizierten Situationen kämpfen. Oft muss man gegnerische Panzer zerstören, anderen beim Fliehen helfen oder anscheinend verlassene Bauernhöfe einnehmen. Dabei verhilft das mit Sorgfalt simulierte Waffenarsenal, das von Pistolen bis zu schweren Panzerfäusten reicht, dem Spieler zum Erfolg.
Darunter fehlen keine Klassiker, die wir von Medal of Honor kennen (M1 Garand, Kar-Gewehre, MP40, Bar, STG-44 und viele mehr). Diese wurden allerdings leicht überarbeitet und reagieren etwas anders als noch in Medal of Honor, so könnte es für geübte Medal of Honor Spieler eine kurze Einarbeitungszeit brauchen, um mit den Waffen zurecht zu kommen.

Die Alliiertenkampagne hat ein einziges Manko: Die Landung in der Normandie wurde nur karg miteinbezogen. CoD erzählt zwar kurz über den D-Day, doch muss man als Spieler andere Mission erfüllen: Wie beispielsweise eine Brücke zu sprengen, um die Vorratzufuhr der Nazis zum Junobeach zu kappen. So spielt sich CoD eher im Hintergrund des D-Days ab und man bekommt nur wenig der eigentlichen Landung mit, aber bei Stalingrad wurde dieses Kontra kompensiert.

Die russische Kampagne ist viel intensiver als die der Alliierten. Man muss zu Beginn bei Stalingrad überleben und die Stadt zurückerobern. Dabei werden die Missstände der damaligen Russen dem Spieler klar, Waffen- bzw. Munitionsmangel, Anarchie unter den Soldaten usw. stellen fast das Gegenteil der wohlerhabenen amerikanischen Armee dar.
Am Ende kommen noch kurze Missionen in Russland und anderen Ortschaften wo man die Nazis endgültig nach Berlin zurückdrängt. Dabei bekommt man viele Szenarien zu sehen: Ob See, Schnee oder Berge, für Jeden ist etwas dabei. In der letzten Mission muss die bereits zerstörte Reichshauptstadt Berlin zurückerobert werden. Man verkörpert hier einen russischen Soldaten und läuft mit anderen Kollegen dem Reichstag entgegen, um das Naziregime zu stürzen. Als letzte Tat wird die rote Flagge auf dem Reichstag gehisst...

Der Einzelspielermodus ist sehr abwechslungsreich gestaltet, nur leider ist er mit etwa 15 Spielstunden etwas kurz geraten. Die Entwickler haben es aber geschafft, viel Geschichte in das Spiel zu packen, ohne den Spielspaß zu vernachlässigen.

Der Multiplayermodus

Auch dieser Teil des Spieles ist gut gelungen. CoD wird mit vielen Maps geliefert, auf denen man sich mit bis zu 32 Spielern gegenseitig den Kopf einschlagen kann. Des Weiteren bringt CoD viele Modi standardmäßig mit: Deathmatch, Team Deathmatch, Hauptquartier (bei denen man Stützpunkte sichern muss), Suchen & Zerstören und viele mehr.

Das Feeling ähnelt auch im Internet dem des Einzelspielers. Allerdings sollte man immer das aktuellste Update installiert haben, sonst kann es passieren, dass man nicht mehr mit PC’lern spielen kann.

In Call of Duty haben die Entwickler viele Lücken geschlossen, die in Medal of Honor als lästig empfunden wurden. So gibt es mehr Maps, mehr Modi und ein viel benutzerfreundlicheres Interface.

Das Gameplay

Sobald man das Spiel startet, werden Quake-Fans die Engine bemerken. Call of Duty basiert auf der Quake III Grafikengine, die sehr optimiert und verbessert wurde. Das Spiel ist extrem flüssig und ist somit auch auf weniger performanten Macs völlig spielbar, die Grafik sieht sehr gut aus. Das Geschehen spielt sich ungewohnt schnell ab, so braucht man oft sehr gute Reflexe um mit dem Ablauf Schritt zu halten. Im Spiel gibt es keine Verlangsamungen, die das Spielerlebnis beeinträchtigen könnten. Auch beim Auftreten vieler Models (= Charaktere) hält die Engine durch, nur bei Raucheffekten stößt die Engine an ihre Grenzen, was durch minimale Slowdowns merkbar wird, aber keineswegs schlimm ist.

Grafik & Sound

Die Grafik ist wie gesagt sehr schön und detailreich. Charaktere sind realistisch dargestellt, die Mimik und Gestik sowie die Gesichtsausdrücke werden erstaunlich geschmeidig wiedergegeben, was bei einer so guten Performance auf eine exzellente Programmierung zurückzuführen ist.
Der Sound ist sehr gelungen, auch wenn in meinen Ohren eine leichte Neigung zum Metallischen merkbar wurde, doch das kann durch Verfeinerung der Treble und Basseinstellungen der Boxen korrigiert werden.

Fazit

Call of Duty ist ein faszinierendes Spiel. Es sorgt durch abwechslungsreiche Missionen und einem elastischen Multiplayermodus für langen  Spielspaß. Die sehr gute Programmierung hat ein sehr performantes, hochqualitatives Shooterspiel, das es jedem Genrefan zu empfehlen ist, hervorgebracht.

Werbung

POSITIV
- abwechslungsreiche Missionen
- faszinierende Stimmung
- schöne Grafik
- gute Performance
NEGATIV
- Einzelspielermodus leider etwas kurz
- D-Day wurde etwas vernachlässigt
92%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
sehr gut
sehr gut
sehr gut
mittel
Du hast "Call of Duty" selbst gespielt?
Dann schreib uns Deine Meinung!

MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
G3 / G4 700 Mhz
256 MB RAM
1,4 GB Festplatte
32 MB Grafikkarte
DVD-Laufwerk
Mac OS X 10.2.8
G4 867 Mhz
512 MB RAM
64 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.3
G4 1 Ghz
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.3
G4 1 Ghz Dual
1024 MB RAM
Radeon 9800 Pro
Mac OS X 10.3.5

G4 867 Mhz Dual
1792 MB RAM
Radeon 9800 Pro
Mac OS X 10.3.5

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Call of Duty" bereit.