Das Geheimnis der vergessenen Höhle
Testbericht von Alessandro
Entwickler: Coladia
Herausgeber: ASH
System: Mac OS X*
Erschienen: Frühjahr 2009 in Deutsch
Plattform: PPC / Intel*
Genre: Adventures / RPG
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 35-40 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: ohne Beschränkung, Infos zur USK
In ein im Computerspielesektor eher seltenes und daher erfrischend anderes Szenario versetzt euch das Geheimnis der vergessenen Höhle (Originaltitel: Secret of the Lost Cavern) aus dem Hause Coladia. Der Titel erschien bereits vor einigen Jahren für den PC und wurde nun für Mac OS X portiert und demnächst sogar für das iPhone. Ob der an ehrwürdige Adventures, wie zum Beispiel Myst, erinnernde Titel auch heute noch zu begeistern vermag zeigen wir euch im folgenden Testbericht auf.
Daneben gibt es noch Aufgaben im Zusammenhang mit den Wandmalereien in der Höhle. Diese sind jedoch weniger praktisch, als viel mehr logisch angelegt. So erwarten euch zum Beispiel Verschiebe-Puzzles oder andere visuelle Herausforderungen. Sämtliche Puzzles sind gut gestaltet und logisch, dafür aber durch die Bank zu einfach gestaltet. Erfahrene Adventure-Spieler werden wohl unter zehn Stunden das Rätsel um die Lascaux-Höhle sowie Klem und seine Wandmalereien gelöst haben und selbst Neulinge werden sich wohl schwer tun diese 10-Stunden-Marke zu durchbrechen. Des Weiteren haben die Entwickler keinerlei Anreize in das Spiel integriert, welche einen erneuten Durchgang spielenswert machen würden.
Die musikalische Untermalung ist durchweg gelungen und sehr atmosphärisch, die Dialoge wiederum wirken teilweise eher unfreiwillig komisch, da die Aussprache und das verwendete Vokabular sich nicht so recht in die ansonsten recht stimmige Steinzeit-Atmosphäre einfügen wollen.
Auf den Spuren der Vergangenheit
In das Geheimnis der vergessenen Höhle übernehmt ihr die Rolle eines jungen Jägers und Sammlers, Arok genannt. Der Plot dreht sich um die berühmten Lascaux-Höhlen. In eben jenen seht ihr euch gezwungen gleich zu Beginn eures Abenteuers Unterschlupf zu suchen, denn ihr seid auf der Flucht vor einer wilden Raubkatzendame. Während diese weiterhin vor der Höhle lauert, begebt ihr euch weiter in diese hinein, um schließlich einen Raum voll mit fesselnden Wandmalereien vorzufinden. Beim Anblick dieser Malereien werden Erinnerungen Aroks gezeigt. Sein jüngeres Alter Ego war zuvor bereits schon einmal in dieser mystischen Höhle, zusammen mit einem geheimnisvollen Wandmaler namens Klem. Dieser sieht nicht nur sehr mystisch aus, sondern er hat gar die Fähigkeit, seine Wandmalereien in Bewegung zu versetzen! Arok, gewappnet mit einem besonderen Stein, welcher ihm bei der Lösung der Rätsel der Höhle behilflich sein wird, macht sich auf die Suche nach Klem.Das Gameplay
Prinzipiell ist das Geheimnis der vergessenen Höhle stark im traditionellen Adventure-Stil gehalten, wobei ihr hier aus der Ego-Perspektive agiert, statt euren Protagonisten in der aktuellen Location herumwandern zu sehen. Dies ist ganz an den Klassiker Myst angelehnt. Dabei bewegt ihr euch durch Szenarien der Urzeit wie Höhlen, Täler, Wälder oder Steppen. Das Spiel legt dabei viel weniger Wert auf Dialoge, als viel mehr auf das Erkunden der Umgebung sowie das Lösen zahlreicher Puzzles. Einerseits gibt es zahlreiche Rätsel, welche es erfordern Teile in eurer Umgebung zu sammeln, um daraus nützliche Werkzeuge zur Lösung weiterer Aufgaben zu basteln. So müsst ihr beispielsweise Speere oder Steinschleudern herstellen, auch das Entfachen eines Feuers gehört zu euren Herausforderungen.Daneben gibt es noch Aufgaben im Zusammenhang mit den Wandmalereien in der Höhle. Diese sind jedoch weniger praktisch, als viel mehr logisch angelegt. So erwarten euch zum Beispiel Verschiebe-Puzzles oder andere visuelle Herausforderungen. Sämtliche Puzzles sind gut gestaltet und logisch, dafür aber durch die Bank zu einfach gestaltet. Erfahrene Adventure-Spieler werden wohl unter zehn Stunden das Rätsel um die Lascaux-Höhle sowie Klem und seine Wandmalereien gelöst haben und selbst Neulinge werden sich wohl schwer tun diese 10-Stunden-Marke zu durchbrechen. Des Weiteren haben die Entwickler keinerlei Anreize in das Spiel integriert, welche einen erneuten Durchgang spielenswert machen würden.
Die Präsentation
Das Geheimnis der vergessenen Höhle weiß mit atmosphärischen, schön gerenderten Landschaften zu begeistern. Neben zahlreichen Höhlen erwarten euch satte, grüne Wälder, Täler, Flüsse und Steppen. Auch die Charaktere wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Dennoch sieht man dem Spiel an, dass es bereits über drei Jahre auf dem Buckel hat und selbst vor drei Jahren nicht auf dem Stand der Zeit war. Alles wirkt zu steril und leblos, auch die in die Spielwelt integrierten Puzzles wirken oftmals eher aufgesetzt statt harmonisch integriert.Die musikalische Untermalung ist durchweg gelungen und sehr atmosphärisch, die Dialoge wiederum wirken teilweise eher unfreiwillig komisch, da die Aussprache und das verwendete Vokabular sich nicht so recht in die ansonsten recht stimmige Steinzeit-Atmosphäre einfügen wollen.
Fazit
Mit dem Geheimnis der vergessenen Höhle hat Coladia einen soliden Mac-Port abgeliefert. Technisch ist das Spiel nicht mehr auf der Höhe der Zeit und präsentiert sich sehr altbacken, das Gameplay erweist als sehr einsteigerfreundlich und eingängig, Profis fühlen sich jedoch klar unterfordert. Für einige Stunden gute Unterhaltung ist gesorgt, mehr aber leider auch nicht. In Anbetracht des happigen Kaufpreises von rund 40 Euro für ein drei Jahre altes Spiel in veralteter Präsentation mit circa sechs bis zehn Stunden Spielzeit eindeutig zu viel.
POSITIV
- unverbrauchtes Szenario
- tolle Steinzeit-Atmosphäre
- einsteigerfreundlich
- tolle Steinzeit-Atmosphäre
- einsteigerfreundlich
NEGATIV
- zu geringe Spielzeit bei zu hohem Preis
- altbackene Präsentation
- altbackene Präsentation
68%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
mittel
gut
(n.v.)
einfach
gut
(n.v.)
einfach
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| G5 ab 1,6 Ghz 512 MB RAM 64 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4 |
G5 / Intel 2 Ghz 1024 MB RAM 64 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4.11 |
Intel 2,4 Ghz 1536 MB RAM 128 MB Grafikkarte Mac OS X 10.5.6 |
Intel Core 2 Duo MacBook 2,4 Ghz 2048 MB RAM GeForce 9400M Mac OS X 10.5.6 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Das Geheimnis der vergessenen Höhle" bereit.





