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DTM Race Driver 3

Testbericht von Benjamin

Entwickler: Codemasters
Herausgeber: Feral
System: Mac OS X*
Erschienen: Herbst 2008 in Deutsch
Plattform: Intel*
Genre: Simulation
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 35-40 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: ohne Beschränkung, Infos zur USK
Knapp ein Jahr nach Colin McRae Rally Mac, hat Feral Interactive nun ein weiteres Rennspiel auf den Mac gebracht: Toca Race Driver 3, oder auf Deutsch DTM Race Driver 3, steht für eine hochkarätige Marke im Bereich der Autorennspiele. Mehr als 80 Fahrzeuge und mehr als 70 Strecken, sowie ein Online-Mehrspieler-Modus stehen dem geneigten Spieler zur Verfügung. Ob die Masse an Inhalt auch einen positiven Einfluss auf den Spielspaß hat, zeigt sich in diesem Bericht.

Auspackzeremonie   

Gut, ganz so fanatisch wie andere Mac-Benutzer vergöttere ich nicht die Verpackungen, der teuer erkauften Produkte, aber ich muss zugeben, dass man bei DTM Race Driver ein durchaus hochwertig-produziertes Spiel kauft. Das Handbuch hat 20 Seiten und ist farbig gedruckt und auch die DVD hat ein buntes Label spendiert bekommen. Ansonsten läuft das Prozedere wie gewohnt ab: DVD rein, Ordner in den Programme-Ordner kopieren und dann die entsprechende Programm-Datei öffnen. Schlechte Kunde für alle Notebook-Nutzer: Die DVD muss leider während des Spiels im Laufwerk sein.

Erster Eindruck

Das Menü wirkt 1:1 von der Konsolen-Version übernommen. Die Eingabe mittels Tastatur  und Maus erscheint eher erzwungen, als gewollt, stören tut dies allerdings nicht. Bevor ihr in das Hauptmenü kommt, könnt ihr noch eure Landessprache einstellen. Das Spiel orientiert sich an der Landeseinstellung eures Mac OS X Systems, aber ihr könnt problemlos eure eigene Sprachauswahl treffen. Ein Druck auf die Enter-Taste katapultiert euch direkt in das erste Rennen. Drei Runden dürft ihr unter Aufsicht von Rick, eurem Mentor, drehen. Danach könnt ihr in den Modus Welttournee beginnen und euch langsam durch die verschiedenen Klassen hocharbeiten und euch immer schwierigeren Aufgaben stellen. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad nur gemächlich an und hilft so auch Genre-Neuankömmlingen ohne Frustmomente tief in das Spiel abzutauchen.

So viele Möglichkeiten

Puh, alle Möglichkeiten des Spiels auf zuzählen und zu erklären, würde den Rahmen dieses Tests sprengen! Kurz gesagt, kein bewegbares Vehikel wurde in diesem Spiel vernachlässigt. Ihr könnt vom Go-Kart bis zum millionenschweren Formel-1-Boliden alles fahren, was über vier Räder verfügt.  Sogar Spielzeugautos können freigeschaltet werden! Dabei gilt folgende Regel: Im Welttournee-Modus müsst ihr die Rennen freispielen, um sie gegen andere Spieler, oder im Simulationsmodus gegen den Computer, zu fahren.

Abwechslung wird hier groß geschrieben: Von den heißen Rennen der Rallye Paris-Dakar bis zu den in den USA beliebten Nascar-Rennen wird alles geboten. Dabei unterscheiden sich alle Fahrzeuge in ihrer Fahrphysik und ihrem Aussehen. Hier hat der Hersteller Codemasters sich nicht lumpen lassen und sich die Original-Lizenzen der Autofabrikanten gesichert und gleich auch noch die offiziellen Rennstrecken übernommen. Vorbildlich!

Natürlich fragen sich jetzt die Rennprofis unter euch, ob dieses Spiel auch gehobenen Ansprüchen gerecht wird. Auch hier hat man bei Feral eine gute Wahl getroffen und vorsichtshalber direkt eine Controller-Unterstützung integriert – alle gängigen Lenkräder und Joypads werden unterstützt. Wie in der Windows-Version lässt sich alternativ natürlich auch noch der Simulationsmodus mit noch realistischerer Fahrphysik zuschalten. Ebenso erfreulich ist das Schadensmodell der Autos: Crashs hinterlassen nicht nur sichtbare Schrammen, sondern auch Knicke in der Aerodynamik. Außerdem sollte man nicht zu wild fahren, ansonsten holt man sich reihenweise Strafen ab und die Konkurrenz geht nach dem Rennen auf euch los. Man sieht also, dass das Spiel durchaus auf den Simulationsfan unter den Videospieler anspricht, als den Arcade Fan. Dennoch bemängeln sehr viele Spieler die Fahrphysik und das Verhalten der KI.

Grafik und Sound

Die mediale Präsentation ist eher altbacken und in die Jahre gekommen. Außer im Menü gibt es keine Musik und auf der Strecke bekommt ihr Kommentare über den Boxenfunk zugerufen. Für einen Simulationsfan ist das natürlich ausreichend, andere Spieler werden die Hintergrundmusik bestimmt vermissen.

Auch neben der Strecke fehlen ein wenig die Details, die ein Videospiel im Jahre 2008 haben sollte. Die Baummodelle und Menschen scheinen aus Colin McRae 2005 übernommen worden zu sein. Einzig die Automodelle sind wirklich mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet worden und sind teilweise richtig schick, besonders wenn die Grafikqualität auf die höchste Stufe eingestellt ist.

Mehrspieler

Der Mehrspieler-Modus beherrscht neben LAN- und Splitscreen-Funktionen auch einen Online-Multiplayer über das GameRanger-Netzwerk. Nachdem man sich dort kostenlos registriert hat, kann man mit einem Klick auf Host ein Online-Spiel erstellen. Momentan tummeln sich noch nicht allzu viele DTM-Race-Driver-Spieler (bzw. ToCA Race Driver-Spieler) im Netz, aber wenn man ein wenig wartet kommt sicherlich einer reingeschneit.

Wenn man nun endlich einen Mitspieler gefunden hat, kann man noch schnell die Wagenklasse, das Auto und die Strecken aussuchen und dann geht es ab auf die Piste. Hierbei sollte der stärkste Rechner unter den Spielern den Host darstellen, ansonsten kommt es zu leichten Rucklern. Zu Problemen kam es nur am Anfang, diese sind nun behoben worden und weitere Testläufe bestätigten das positive Bild des Online-Multiplayers.

Fazit

Wie schon bei den vorherigen Ports von Feral durch Robosoft kann man auch bei DTM 3 nicht über die Qualität des Ports meckern. Sauber und nativ auf den Mac portiert wurde dieses Spiel auf jeden Fall, denn mit ein wenig runtergeschraubten Grafikeinstellungen war das Spiel wirklich sehr gut auf meiner Hardware spielbar. Auch die Unterstützung des Online-Multiplayer-Dienstes GameRanger ist vorbildlich und lädt den Spieler ein, sich mit Gegenspielern überall auf der Welt zu messen. Leider muss man hier einen Kritikpunkt anbringen: Online-Duelle sind leider nur mit Mac Spielern möglich. Das reduziert den Kreis möglicher Gegenspieler natürlich enorm. Meine Kaufempfehlung ist zwiegespalten: Für Racing-Fans führt kein Weg an diesem Spiel vorbei, allen anderen lege ich die Demo ans Herz, denn für Arcade-Fans kommt hier keine Freude auf.

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POSITIV
- sehr gute Performance
- viele unterschiedliche Spielmodi
- Unterstützung von Lenkrädern und Joypads
NEGATIV
- wenig Musik
- Flora und Streckengestaltung etwas altbacken
78%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
mittel
mittel
sehr gut
mittel
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MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
Intel Core 1,8 Ghz
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
8,5 GB Festplatte
Mac OS X 10.4.8
Intel Core 2 Duo
2,3 Ghz
1024 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.11
Intel Core 2 Duo
2,66 Ghz
1536 MB RAM
256 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.5.5
iMac
Intel Core 2 Duo
2 Ghz
1024 MB RAM
ATI Radeon X1600
Mac OS X 10.4.11

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "DTM Race Driver 3" bereit.