The Adventures Of El Ballo
Testbericht von Henning
Entwickler: ProRattaFactor
Herausgeber: Ambrosia
System: Mac OS X, Mac OS Classic*
Erschienen: Herbst 2005 in Englisch
Plattform: PPC*
Genre: Fun / Kinderspiele
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 20-25 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: keine USK-Prüfung, Infos zur USK
"Gish", die kleine Sensation der MacExpo und das wohl innovativste Spiel des Sommers hat es gezeigt: 2D ist nicht aus der Mode gekommen, sondern es boomt regelrecht. Statt eines Teerballs geht es aber in The Adventures Of El Ballo um einen kleinen, nackten Helden namens El Ballo.
Wenn man sich dann für einen der Modi entschieden hat wird einem in einer ersten Introsequenz die Handlung der Vorgeschichte erzählt. Auf dem Planeten Testicular sind die Testiculits, welche ein verspieltes und nacktes Völkchen sind und sehr unhygienisch sind. In dieser heilen (und miefigen) Welt wird jedes Jahr der sogenannte Swip-Swop-Tag gefeiert, er entspricht unserem Valentinstag. Das heißt, jeder männliche Testiculit schenkt seiner Angebeteten etwas. Nur El Ballo hat kein Geschenk für seine Freundin. Nach einigen Überlegungen ("Wie wär's mit einer Rolle Klopapier...") entschließt er sich im Wald nach einem entsprechenden Geschenk zu suchen.
Sobald man im ersten Level angekommen ist, präsentiert sich einem eine bunte Welt im Comic-Look, in der es von merkwürdigen Lebewesen und anderen skurrilen Dingen nur so wimmelt. Von einem Doktor, der nicht näher beschrieben wird, hat El Ballo eine Kanone bekommen, mit der er Klopapierrollen verschießen kann, die die Gegner für kurze Zeit einwickeln und außer Gefecht setzen. Wenig später wir diese Kanone aufgerüstet, sodass unser Held jetzt auch mit Wasser spritzen kann. Meist sind die Gegner Chamäleons oder mutierte Fliegen. Die ersten paar Levels sind wie das ganze Spiel eigentlich nicht zu leicht aber auch nicht zu schwer. Ich habe zum Beispiel am letzten Level des Prologs schon über eine Stunde festgehangen, weil es einfach sehr groß und umfangreich ist.
Für die Erledigung dieses Auftrags erhält El Ballo von einem Unbekannten eine neue Kanone (die Alte hat er beim Löschen eines Großbrandes geschrottet), mit der er jetzt statt Wasser oder Zellstoff Photonen verschießt. Das Besondere an dem neuen Gerät ist, dass man die Stärke des einzelnen Schusses bestimmen kann. Außerdem braucht man keine Munition mehr, der Energiebalken, der bei jedem Schuss je nach Stärke ein Stück schrumpft lädt sich automatisch wieder auf.
Zu den Reptilien mit anscheinend verändertem Erbgut kommen als Gegner so lustige Dinge wie Rasenmäher (Haarentfernung am Körper) und Parfümflaschen (Linderung des Gestanks) hinzu. Mehr will ich jetzt von der Story mal nicht verraten. Es bleibt nur noch zu sagen, dass El Ballo irgendwann auch einmal aus dem Dschungel herauskommt, in andere Gegenden, so in ein Schloss, Höhlen, Seenlandschaften und und und...
Der Sound ist eine weitere Stärke des Spiels. Begrüßt wird man gleich zu Anfang mit südländischen Klängen. Meist ist die Musik fröhlich und an Tanzrythmen angelehnt. Von den Soundeffekten her trumpft El Ballo auch auf. Ob nun El Ballo vor Freude nur so quietscht, wenn er eine Kette für seine Geliebte findet oder ein Fisch nach dem Helden schnappt – es klingt einfach toll. Nur eine Sache kann man bemängeln: Es gibt keine Sprachausgabe in den Zwischensequenzen, nur Untertitel. Aber das ist auch Geschmackssache, denn gerade das hat für mich persönlich gerade noch die Comic-Stimmung gefördert, die Bilder sprechen für sich.
Von den Mindestanforderungen her war Ambrosia Software freundlicherweise sehr pessimistisch. Als minimale Konfiguration wird ein 800 Mhz-Prozessor mit einer 16 MB Grafikkarte angegeben. Auf meinem iMac G4 mit 700 MHz und einer 32 MB Grafikkarte lief das Spiel die meiste Zeit mit 50-60 Bildern pro Sekunde. Ich denke, man hätte die Anforderungen noch weiter heruntersetzen können, doch so ein positives Erlebnis wie bei mir hat auch etwas für sich.
Einstieg
Sobald man per Doppelklick auf das Programm-Icon das Spiel gestartet hat, zeigt sich ein kleiner Ladebildschirm mit witzigen Beschriftungen und Bildern des Hauptprotagonisten El Ballo. Danach wird der Bildschirm schwarz und das Spiel beginnt. Am Anfang eines neuen Spiels hat man die Wahl zwischen dem normalen und dem "Old-School"-Modus. Bei letzterem ist die einzige Einschränkung, dass man nur eine begrenzte Anzahl von Leben hat.Wenn man sich dann für einen der Modi entschieden hat wird einem in einer ersten Introsequenz die Handlung der Vorgeschichte erzählt. Auf dem Planeten Testicular sind die Testiculits, welche ein verspieltes und nacktes Völkchen sind und sehr unhygienisch sind. In dieser heilen (und miefigen) Welt wird jedes Jahr der sogenannte Swip-Swop-Tag gefeiert, er entspricht unserem Valentinstag. Das heißt, jeder männliche Testiculit schenkt seiner Angebeteten etwas. Nur El Ballo hat kein Geschenk für seine Freundin. Nach einigen Überlegungen ("Wie wär's mit einer Rolle Klopapier...") entschließt er sich im Wald nach einem entsprechenden Geschenk zu suchen.
Sobald man im ersten Level angekommen ist, präsentiert sich einem eine bunte Welt im Comic-Look, in der es von merkwürdigen Lebewesen und anderen skurrilen Dingen nur so wimmelt. Von einem Doktor, der nicht näher beschrieben wird, hat El Ballo eine Kanone bekommen, mit der er Klopapierrollen verschießen kann, die die Gegner für kurze Zeit einwickeln und außer Gefecht setzen. Wenig später wir diese Kanone aufgerüstet, sodass unser Held jetzt auch mit Wasser spritzen kann. Meist sind die Gegner Chamäleons oder mutierte Fliegen. Die ersten paar Levels sind wie das ganze Spiel eigentlich nicht zu leicht aber auch nicht zu schwer. Ich habe zum Beispiel am letzten Level des Prologs schon über eine Stunde festgehangen, weil es einfach sehr groß und umfangreich ist.
Story
Doch die Suche nach Wertgegenständen kann natürlich kein ganzes Spiel füllen. Ein richtiger Held braucht auch eine Mission, am besten sollte er die Welt retten. Im Falle von El Ballo ist das nicht ganz so extrem, er soll nur die Bewohner des Planeten retten. Und zwar vor dem verrückten Professor Dr. Cough, der eine großflächige Invasion mit anschließender Hygienisierung von Testicular plant.Für die Erledigung dieses Auftrags erhält El Ballo von einem Unbekannten eine neue Kanone (die Alte hat er beim Löschen eines Großbrandes geschrottet), mit der er jetzt statt Wasser oder Zellstoff Photonen verschießt. Das Besondere an dem neuen Gerät ist, dass man die Stärke des einzelnen Schusses bestimmen kann. Außerdem braucht man keine Munition mehr, der Energiebalken, der bei jedem Schuss je nach Stärke ein Stück schrumpft lädt sich automatisch wieder auf.
Zu den Reptilien mit anscheinend verändertem Erbgut kommen als Gegner so lustige Dinge wie Rasenmäher (Haarentfernung am Körper) und Parfümflaschen (Linderung des Gestanks) hinzu. Mehr will ich jetzt von der Story mal nicht verraten. Es bleibt nur noch zu sagen, dass El Ballo irgendwann auch einmal aus dem Dschungel herauskommt, in andere Gegenden, so in ein Schloss, Höhlen, Seenlandschaften und und und...
Steuerung
The Adventures Of El Ballo wird komplett mit der Tastatur gesteuert. Dabei ist die Bedienung wie in fast jedem Jump'n'Run sehr einfach gehalten. Mit den Pfeiltasten lenkt man seinen Helden, per Ctrl-Taste springt er, der Druck auf Alt lässt ihn schießen und über die Apfeltaste führt El Ballo spezifische Aktionen aus, so liest er damit zum Beispiel ein Schild oder legt einen Hebel um. Da El Ballo seine Waffe auf verschiedene Modi einstellen kann, ist X für den Wechsel zwischen diesen Schussoptionen vordefiniert. Wer mit der Steuerung nicht zurecht kommt (was ich für unwahrscheinlich halte), kann alle Tastenbelegungen im Vorfeld des Spiels abändern.Grafik, Sound & Performance
Grafisch gesehen ist The Adventures Of El Ballo eine echte Perle. Und zwar nicht, weil irgendwelche 3D-Animationen so toll sind oder die Wasseroberflächen so täuschend echt dargestellt werden. Nein, es liegt einfach daran, dass die ganze Welt mit so viel Hingabe gestaltet ist. In jedem Level gibt es irgendwelche Details, die es zu entdecken gilt. Und es macht nichts, wenn in den Zwischensequenzen einige Figuren nicht ganz perfekt wie in einem gedruckten Comic gezeichnet sind. Sie haben Charme und die Identifikation mit El Ballo fiel mir leichter als zum Beispiel bei meinem 3D-animierten Charakter in Neverwinter Nights.Der Sound ist eine weitere Stärke des Spiels. Begrüßt wird man gleich zu Anfang mit südländischen Klängen. Meist ist die Musik fröhlich und an Tanzrythmen angelehnt. Von den Soundeffekten her trumpft El Ballo auch auf. Ob nun El Ballo vor Freude nur so quietscht, wenn er eine Kette für seine Geliebte findet oder ein Fisch nach dem Helden schnappt – es klingt einfach toll. Nur eine Sache kann man bemängeln: Es gibt keine Sprachausgabe in den Zwischensequenzen, nur Untertitel. Aber das ist auch Geschmackssache, denn gerade das hat für mich persönlich gerade noch die Comic-Stimmung gefördert, die Bilder sprechen für sich.
Von den Mindestanforderungen her war Ambrosia Software freundlicherweise sehr pessimistisch. Als minimale Konfiguration wird ein 800 Mhz-Prozessor mit einer 16 MB Grafikkarte angegeben. Auf meinem iMac G4 mit 700 MHz und einer 32 MB Grafikkarte lief das Spiel die meiste Zeit mit 50-60 Bildern pro Sekunde. Ich denke, man hätte die Anforderungen noch weiter heruntersetzen können, doch so ein positives Erlebnis wie bei mir hat auch etwas für sich.
Fazit
Als ich im Vorfeld dieses Tests erste Screenshots gesehen habe, dachte ich: "Ach, das ist doch bestimmt nur ein weiteres der vielen Jump'n'Runs" Ist es aber nicht! The Adventures Of El Ballo ist ein spaßiges, launisches, einfach tolles 2D-Jump'n'Run das jedem in jeder Altersklasse zu empfehlen ist! Und für vorsichtige Eltern: Die bedenklichen Szenen in den Zwischensequenzen kann man per Familien-Modus abstellen. Ich kann nur sagen: Laden und Kaufen!
POSITIV
- schöne Comicgrafik
- witzige Dialoge
- riesiger Spielspaß
- witzige Dialoge
- riesiger Spielspaß
NEGATIV
- keine wirklichen negativen Punkte gefunden
89%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
sehr gut
sehr gut
(n.v.)
mittel
sehr gut
(n.v.)
mittel
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| G4 800 Mhz 256 MB RAM 16 MB Grafikkarte Mac OS 9.1 |
G4 700 Mhz 256 MB RAM 32 MB Grafikkarte Mac OS X 10.2.8 |
G4 1 Ghz 512 MB RAM 64 MB Grafikkarte Mac OS X 10.3.9 |
G4 700 Mhz 640 MB RAM GeForce 2mx Mac OS X 10.4.2 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "The Adventures Of El Ballo" bereit.





