BILDER GALERIE












Werbung

Fate

Testbericht von Florian

Entwickler: WildTangent
Herausgeber: MacGameStore
System: Mac OS X*
Erschienen: Frühjahr 2009 in Deutsch
Plattform: PPC / Intel*
Genre: Action
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 15-20 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: keine USK-Prüfung, Infos zur USK
Immer tiefer wagt sich der Held in das Verlies. Je tiefer er vordringt, desto größer die Gefahr, desto stärker die abscheulichen Feinde aus der Hölle. Doch er und sein treuer Begleiter kennen keine Angst und so geht es Stufe für Stufe tiefer in die Dunkelheit… Das mag dem einen oder anderen jetzt bekannt vorkommen. Und tatsächlich: Fate erinnert im ersten Moment, oberflächlich betrachtet, an ein ähnliches, bekanntes Hack’n’Slay-Spiel mit einem teuflischen Endgegner. Fate wirkt dabei teilweise wie Diablo 1 1/2. Alles sieht etwas peppiger aus, dreidimensional eben. Besonders Eindruck schinden dabei die tollen Lichteffekte. Doch Fate ist weit mehr als nur eine Kopie eines bekannten Spiele-Hits. Viele Kleinigkeiten machen das Spiel zu einem echten Hingucker und einen Schatz für das kleine Budget.

Fate verbindet die besten Aspekte von Diablo mit einer schicken Grafik. Ausgangspunkt eures Abenteuers ist dabei in jedem Fall ein kleines Dorf und, wie es sich für ein solches Städtchen gehört, findet sich hier alles, was man als zukünftiger Retter der Welt so braucht. Vor allem bekommt ihr hier natürlich auch Quests. Wer jetzt allerdings umfangreiche Aufträge mit Hintergrundgeschichte erwartet, wird schnell enttäuscht. Die Kurzmissionen laufen immer nach dem selben Schema ab: Töte auf Level X Monster und kehre zu Y zurück. Abwechslung sucht man leider vergebens und so verbringt man die Zeit vor allem damit, Level um Level tiefer hinabzusteigen und immer nach Monster X und Y Ausschau zu halten, um sich dann kurz zurück ins Dort zu teleportieren, neue Quests abzuholen und sich eine Ebene tiefer wieder auf die Jagd zu begeben. Eintönig mag man meinen. Doch wer jetzt vermutet, das Spiel wird nach kurzer Zeit sicherlich langweilig, der irrt. Was das Vorbild vormacht, findet man auch bei Fate: Man wird regelrecht süchtig! Jedes erlegte Monster bietet die Chance auf ein besseres Item und so metzelt man sich gerne durch Unmengen an bunten Monstern. Letztere variieren übrigens zwischen riesigen Blasen, Vampiren, übergroßen Spinnen, fliegenden Schwertern und anderen Fantasy-Wesen. Wirklich unheimlich wird es dabei aber nicht. Alles wirkt irgendwie bunt. Und auch die Umgebung verändert sich mit jeder weiteren Stufe nach unten. Mal eine Kulisse wie in einer Kanalisation, mal wie in alten Ruinen.

Eine willkommene Besonderheit bietet das eigene Haustier, das dem Helden stets zur Seite steht. Gibt man diesem nun einen magischen Fisch zu fressen, verwandelt sich der eben noch so putzige Vierbeiner in eine Gift spuckende Tarantel oder einen echten Werwolf. Aber aufgepasst: Immer auf den Gesundheitszustand achten, sonst ergreift der Partner schnell die Flucht. Ein ist aber sicher: Das Haustier macht Spaß und ist eine tolle Idee.

Ein großes Ärgernis, das auch nach Stunden immer noch ordentlich Nerven kostet, sind die überall auftretenden Formatierungsfehler in den Texten von Gegenständen oder Quests. Zumindest bei mir wurde jeder Text durch Zeichen im Text dermaßen verunstaltet, dass man nur mit viel Konzentration und viel gutem Willen die benötigten Informationen herausfiltern kann. Quest-Texte, ja sogar die Texte im Intro, machen so nahezu gar keinen Spaß und trüben die Stimmung enorm. Ein ganz klares Minus! Ein weiterer kleiner Minuspunkt am Rande: Die Sprache scheint ständig zwischen Deutsch und Englisch zu wechseln. Obwohl die Texte in Deutsch gehalten sind, mischen sich permanent englische Gegenstände und Monsternamen in die Texte. Wer sich alleine schnell in die Hose macht, oder einfach nur nette Gesellschaft beim Metzeln bevorzugt, muss sich leider an seinen pelzigen, virtuellen Begleiter halten. Ein Mehrspieler-Modus hat es leider nicht ins Spiel geschafft.

Fazit

Alles in allem bietet Fate großen Einzelspieler-Spaß für kleines Geld und stellt eine echte Überraschung dar! Vor allem Fans von Diablo 1 sollten einen Blick riskieren und die kostenlose Demo saugen. Wer Fate eine Chance gibt, wird mit jedem Level ein Stück tiefer ins Spiel gesogen. Ein solider Hack’n’Slay-Spaß, bei dem man witzige Ideen umgesetzt hat, der aber insgesamt wenig Innovatives bietet.

Werbung

POSITIV
- schöne Grafik mit tollen Effekten

- jeder Level wird zufällig generiert

- mehr als 400 Items

- Begleiter

- liebevoll gestaltet

- guter Preis
NEGATIV
- kein Mehrspieler-Modus
- krasse Textfehler
- Vermischung von deutscher und englischer Sprache
- nur als Download verfügbar
- eine Hintergrundgeschichte fehlt
70%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
mittel
mittel
(n.v.)
mittel
Du hast "Fate" selbst gespielt?
Dann schreib uns Download!

MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
G4 ab 1 Ghz
256 MB RAM
64 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.3.9
G5 1,8 Ghz
512 MB RAM
64 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.11
Intel Core Duo
2,0 Ghz
1024 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.11
MacBook Pro
Intel Core 2 Duo
2,4 Ghz
4096 MB RAM
GeForce 9600 GT
Mac OS X 10.5.6

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Fate" bereit.