Heroes of Might and Magic V
Testbericht von Harald
Entwickler: Nival Interactive
Herausgeber: Freeverse
System: Mac OS X*
Erschienen: Frühjahr 2007 in Englisch
Plattform: Intel*
Genre: Adventures / RPG
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 45-50 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Zeit für Helden, Zeit für Heroes of Might and Magic. Denn das Fantasy-Reich Ashan ruft nun bereits zum fünften Mal nach unsrer Hilfe. Und Hand aufs Herz, wer kann diesem Ruf schon widerstehen? Aber hat Ashan unsere Hilfe überhaupt verdient oder handelt es sich bei diesem Nachfolger nur um einen faulen Zauber?
Das klingt ja nun alles eher nach Rundenstrategie. Aber jetzt schlägt der Suchtfaktor mit seinen genial ineinander greifenden Rollenspiel-Elementen zu. Denn Helden sammeln Erfahrung durch Siege und wollen nach jedem Levelaufstieg durch das Verteilen weiterer Talente geformt werden. Hier entscheidet sich, ob mit unerbittlichen Feuersalven der Feind in die Knie gezwungen wird oder eher eine kampflose Aufgabe der feindlichen Monster verhandelt wird. Darüber hinaus warten Gegenstände wie Schilde und Zaubersprüche darauf, gefunden und eingesetzt zu werden. Sammlerherz – was willst du mehr?!
Aber auch die Spezialfähigkeiten der Truppen wollen klug eingesetzt werden. Egal ob Vampire, die ihren Gegnern das Leben absaugen, Elfische Baumriesen, die ihre Gegner fest wurzeln oder Geister, die gegen Pfeile weitgehend immun sind, alle haben ihre Stärken aber auch ihre Schwächen welche es gezielt auszuhebeln gilt. Dazu kommen noch Moral und Glück. So greifen Truppen mit einem hohen Moralwert auch zweimal an oder bewegen sich weiter. Und Bogenschützen mit einem hohen Glücksbonus beispielsweise landen eher mal verheerende Volltreffer. All diese Faktoren sorgen für stets abwechslungsreiche und spannende Schlachten sofern man weiß, diese Eigenschaften klug einzusetzen.
Soundmäßig packt das Spiel das ganze Sinfonieorchester aus und lässt Chöre und Sopranistinnen ihr „Dies Irae“ schmettern, dass es eine Freude ist. Gesprochen wird dafür, wenn überhaupt, nur in den Zwischensequenzen. Und auch hier hätte ich mir musikalisch etwas mehr Abwechslung gewünscht. Wenn man sich schon der Messeliturgie bedient, so hätte man auch ruhig noch ein Lacrimosa oder Cyrie einbinden können. So wird es doch etwas eintönig mit der Zeit.
Was bist du?
Diese Spielserie einzuordnen, ist nicht ganz einfach. Und das ist auch sein größter Vorteil. Denn 1994 wie heute sorgt dieser einzigartige Mix aus Rollenspiel und Rundenstrategie für schlaflose Nächte. Magische Helden werden in unsere Obhut gelegt und es liegt an uns, rundenweise große Fantasy-Landschaften zu erkunden, seine Schätze und Minen zu erobern und Siedlungen und Gehöfte zu „befreien“. Dabei erlangen wir durch Minen weitere Ressourcen und bauen damit unsere Städte aus oder kaufen weitere Truppen. Diese verstärken wiederum unsere Armee, welche von unseren Helden rundenweise durch die Schlacht gegen vielseitige Monster und Armeen geführt werden. Dabei ist ein elementarer Bestandteil dieses Spieles, dass sich Truppen ohne ihren Anführer weder bewegen, noch kämpfen können. Fällt die Armee, stirbt im Umkehrschluss unser Held. Der Schlachtverlauf findet ähnlich wie beim Schach auf einem in Quadrate eingeteilten Feld statt. Allerdings werden Truppen nicht einzeln, sondern immer in Verbänden mit der entsprechenden Truppenanzahl dargestellt wobei es am Spieler liegt, ob nur jeweils eine Truppe mit vielen Soldaten in die Schlacht zieht oder eher mehrere mit einer geringeren Anzahl an Soldaten auf dem Schlachtfeld verteilt sind.Das klingt ja nun alles eher nach Rundenstrategie. Aber jetzt schlägt der Suchtfaktor mit seinen genial ineinander greifenden Rollenspiel-Elementen zu. Denn Helden sammeln Erfahrung durch Siege und wollen nach jedem Levelaufstieg durch das Verteilen weiterer Talente geformt werden. Hier entscheidet sich, ob mit unerbittlichen Feuersalven der Feind in die Knie gezwungen wird oder eher eine kampflose Aufgabe der feindlichen Monster verhandelt wird. Darüber hinaus warten Gegenstände wie Schilde und Zaubersprüche darauf, gefunden und eingesetzt zu werden. Sammlerherz – was willst du mehr?!
Artenvielfalt
Zwar geht es in diesem Spiel um den Kampf Gut gegen Böse, sprich Menschen gegen Dämonen, doch seid ihr nicht alleine in Ashan. Insgesamt sechs Völker mit je fünf Missionen stehen bereit, wobei die Reihenfolge der Missionen vorgegeben ist. Mir persönlich gefällt die Handlung besser als in den Vorgängern. Die Filme zwischen den Missionen bringen die Geschichte voran und wissen stets zu motivieren. Alle Völker weisen optisch und charakterlich individuelle Eigenheiten auf, die ein taktisches Umdenken erfordern. Und auch die Truppenverbände können unterschiedlicher nicht sein. Von den Paladinen der Menschen über die gefürchteten Bogenschützen der Elfen bis zu den wieder auferstandenen Skeletten der Untoten ist hier alles vertreten, was den Strategen zum Grübeln bringt.An die Waffen!
Beim Kampfsystem wurde das Spiel kräftig aufgemotzt. Die Helden stehen am Rande des Schlachtfelds und können Zaubern, aber auch direkte Angriffe ausführen. Dabei reiten sie quer über das Schlachtfeld, schwingen das Schwert und kehren wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Der Initiative-Wert einer Einheit entscheidet über die Anzahl der Attacken pro Runde. Das schafft einen Ausgleich zwischen schwachen und schnellen gegenüber schwerfälligen aber starken Einheiten. Wenn die schwächeren Einheiten nun noch in Gruppen auftreten, ist die Überlegenheit der anderen Seite so schnell dahin. Die Anzeige während der Schlacht gibt Aufschluss über den Feind, der als nächstes am Zug ist. Dadurch könnt Ihr diesen bevorzugt aufs Korn nehmen und so den bevorstehenden Angriff abschwächen oder verhindern.Aber auch die Spezialfähigkeiten der Truppen wollen klug eingesetzt werden. Egal ob Vampire, die ihren Gegnern das Leben absaugen, Elfische Baumriesen, die ihre Gegner fest wurzeln oder Geister, die gegen Pfeile weitgehend immun sind, alle haben ihre Stärken aber auch ihre Schwächen welche es gezielt auszuhebeln gilt. Dazu kommen noch Moral und Glück. So greifen Truppen mit einem hohen Moralwert auch zweimal an oder bewegen sich weiter. Und Bogenschützen mit einem hohen Glücksbonus beispielsweise landen eher mal verheerende Volltreffer. All diese Faktoren sorgen für stets abwechslungsreiche und spannende Schlachten sofern man weiß, diese Eigenschaften klug einzusetzen.
Da schau her!
Auch grafisch lässt man nichts anbrennen. Die Welt ist optisch sehr ansprechend, wenn auch teils etwas unübersichtlich. Das Scrolling geht flüssig von statten, drehen und zoomen ist selbstverständlich auch möglich. Auch die Charaktere und Truppen sind liebevoll gestaltet und weisen jeweils einzigartige Merkmale auf. Was mir noch fehlt, ist ein Fenstermodus und eine einfache Auswahl der Zauberfähigkeiten.Soundmäßig packt das Spiel das ganze Sinfonieorchester aus und lässt Chöre und Sopranistinnen ihr „Dies Irae“ schmettern, dass es eine Freude ist. Gesprochen wird dafür, wenn überhaupt, nur in den Zwischensequenzen. Und auch hier hätte ich mir musikalisch etwas mehr Abwechslung gewünscht. Wenn man sich schon der Messeliturgie bedient, so hätte man auch ruhig noch ein Lacrimosa oder Cyrie einbinden können. So wird es doch etwas eintönig mit der Zeit.
Fazit
Kein Zweifel, dieses Spiel ist eine Freude für jeden Spieletester und Rundenstrategie- bzw. Rollenspielfan. Eine Kombination in dieser Art wird man jedenfalls kein zweites Mal finden. Auch Fans der Vorgänger können getrost zuschlagen da die Änderungen alle sinnvoll und gut ausbalanciert sind und die Atmosphäre, allein durch die Geschichte, nur gewonnen hat.
POSITIV
- schöne Grafik
- gelungene Mischung aus Rundenstrategie und Rollenspiel
- hoher Suchtfaktor
- gelungene Mischung aus Rundenstrategie und Rollenspiel
- hoher Suchtfaktor
NEGATIV
- kein Fenstermodus
- teilweise unübersichtliche Grafik
- nur für Intel-Macs
- teilweise unübersichtliche Grafik
- nur für Intel-Macs
86%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
sehr gut
sehr gut
(n. getestet)
mittel
sehr gut
(n. getestet)
mittel
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| Intel CPU 512 MB RAM 64 MB Grafikkarte 2 GB Festplatte Mac OS X 10.4.8 |
Intel 1,83 Ghz 1024 MB RAM 128 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4.8 |
Intel 2,13 Ghz 1536 MB RAM 256 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4.9 |
MacBook Pro 2 Ghz 2048 MB RAM Radeon X1600 Mac OS X 10.4.9 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Heroes of Might and Magic V" bereit.





