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Lego Indiana Jones

Testbericht von Benjamin

Entwickler: Travellers Tales
Herausgeber: Feral
System: Mac OS X*
Erschienen: Winter 2008 in Deutsch
Plattform: Intel*
Genre: Adventures / RPG
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 35-40 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: ab 6 Jahren, Infos zur USK
Indy! Als ich damals die Ankündigung von Lego Indiana Jones für Windows gelesen habe, verfolgte ich die eintrudelnden Pressemitteilungen besonders auf eine mögliche Mac-Version dieses Spiels. Im November überraschte Feral dann mit einer raschen Portierung dieses Spiels. Mutig ließ ich mich also auf den Test ein und hüpfte vor Freude, als vor einigen Tagen dann die Testversion in meinem Briefkasten lag.

Die Installation geht zügig und Mac-typisch von statten: DVD in das Laufwerk legen, warten bis das Lego Indiana Jones Icon auf dem Schreibtisch erscheint und dann einfach den Spielordner auf die Festplatte ziehen. Bevor das eigentliche Spiel gestartet wird, bekommt man zunächst ein kleines Optionsfenster zu Gesicht, in dem man schon vor Programmstart Dinge wie Bildschirmauflösung und Detailgrad der Grafik einstellen kann. Wie bei allen anderen Ports des Herstellers unterbricht das Spiel, auf Wunsch, automatisch die Wiedergabe von Musik über iTunes und setzt den iChat-Status auf abwesend.

Vom Jäger des verlorenen Schatzes hin zum letzten Kreuzzug

Wenn man das Spiel nach seinem Gusto eingestellt hat, beginnt das Abenteuer nach einer kurzen Cut-Scene 1936 im südamerikanischen Dschungel. Dieser  Abschnitt ist das erste Level und das Tutorial zugleich. So lernt ihr hier die Steuerung kennen und wie man die Eigenschaften der zweiten Spielfigur einsetzt. Wenn ihr dies hinter euch gebracht habt, befindet ihr euch im Atrium des Spiels: Dem Barnett College. Hier könnt ihr eure gefundenen Schätze bewundern, neue Charaktere für das freie Spiel kaufen und euren eigenen Charakter erschaffen. Sobald ihr das College erreicht habt, könnt ihr in den drei Indiana Jones-Abenteuern weiterspielen. Ihr seid nicht verpflichtet chronologisch die Abenteuer zu beenden, sondern ihr könnt wahllos zwischen den drei Filmen hin und her springen.

Der erste Indiana Jones Film führt euch durch verschneite Bergdörfer, eine Nazi-Festung bis zur verschollenen Bundeslade. Ihr kämpft und puzzelt euch durch die sechs Abschnitte, wobei euch immer Indianas spätere Ehefrau zur Seite steht. Diese wird immer dann benötigt, wenn ihr besonders hoch springen müsst. Besonders schön sind in dem ersten Teil des Spiels die vielen Puzzle-Passagen (Brücken bauen, Schalter umlegen, etc) und die wirklich einsteigerfreundlichen Jump’n’Run-Einlagen. Witzige Cutscenes und eine action-geladene Flucht erwarten euch in der Umsetzung des Tempel des Todes. Hier wird deutlich wie viel Spaß die Entwickler beim Entwerfen des Spiels hatten. Für Kinder könnte der letzte Kampf auf der Brücke werden, denn hier muss man erst einmal lange herumrätseln, wie und womit man den Endboss besiegen kann. Das Highlight der drei Filme ist auch der Höhepunkt des Spiels. Tolle Levels, witzige Filmszenen und super Rätsel erwarten euch im letzten Kreuzzug. Schwierig zu steuern sind allerdings die Fahrzeuge, die Indiana und Henry Jones auf ihrer Flucht fahren. Hier hätten man durchaus eine Lenkhilfe einbauen können.

Gameplay

Das Spiel lebt von seinen tollen Levels, die zwar keine Möglichkeit des Zwischenspeicherns bieten, aber eigentlich immer allesamt nur eine Spielzeit von 15 bis 30 Minuten erfordern. In dieser Zeitspanne müsst ihr Gegner bekämpfen, mit Lego-Bausätzen spielen, Schalter umlegen und, aufgrund der hakeligen Tastatursteuerung, schwierige Sprungpassagen überstehen. Dafür stehen euch immer Indiana Jones und mindestens ein weiterer Charakter zur Verfügung. Diesen könnt ihr durch das Drücken der „K“-Taste anwählen. Manche Rätsel lassen sich nur mit dem Support-Charakter, oder mit dessen Mithilfe, lösen. Leider kämpft der Zweitcharakter zwar auf eurer Seite, doch kann er Gegner nur betäuben und steht oft selbst in der Schussbahn. Im Ko-Op-Modus mit einem menschlichen Mitspieler könnt ihr allerdings auf tatkräftige Mithilfe eures Mitstreiters zählen. Einziges Manko des Spiels ist die Steuerung. Ohne Gamepad ist das Kommandieren sehr hakelig und ungenau.

Grafik und Musik

Klar, Lego Indiana Jones bietet keine bombastische Grafik im Stile von Call of Duty 4 oder anderer Shooter. Aber die Liebe zum Detail und tollen Cut-Scenes lassen einen immer wieder auflachen. Auch ist der Wiedererkennungswert der einzelnen Schauplätze sehr hoch. Die Mac-typischen Widescreen-Auflösungen werden genauso angeboten, wie Anti-Aliasing und tolle Wassereffekte. Ebenso können sich Spieler mit Macs der neueren Generation auf Motion-Blur- und Tiefenunschärfe-Effekte freuen.

Die Musik ist nahezu cineastisch gut. Wer ein Fan des stimmige Filmsoundtracks ist, wird auch die Musik im Spiel sehr gut finden. Die Synchronisierung der Charaktere ist überflüssig, da die Spielfiguren nicht richtig sprechen, sondern allenfalls etwas Unverständliches nuscheln.

Fazit

Tolles Spiel für alle Alterklassen (es fließt kein Tropfen Blut) mit stimmiger Grafik und super Musik! Ein gut integrierter Zweispielermodus und viele Stunden Spielzeit sprechen klar für das neue Spiel aus dem Hause Feral, für das man sich aber besser ein Gamepad zulegt.

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POSITIV
- stimmige Atmosphäre
- großartige Cut-Scenes
- hoher Wiedererkennungswert
NEGATIV
- hakelige Tastatursteuerung
92%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
gut
sehr gut
gut
mittel
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MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
Intel 1,8 Ghz
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
ab Intel GMA X3100
5 GB Festplatte
Mac OS X 10.4.10
Intel 2,0 Ghz
1536 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.11
Gamepad
Intel 2,2 Ghz
2048 MB RAM
256 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.5.6
Gamepad
iMac
Intel Core 2 Duo
2 Ghz
1024 MB RAM
ATI Radeon X1600
Mac OS X 10.4.11

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Lego Indiana Jones" bereit.