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Lego Star Wars II

Testbericht von Wolfgang

Entwickler: Travellers Tales
Herausgeber: Feral Interactive
System: Mac OS X*
Erschienen: Sommer 2007 in Deutsch
Plattform: PPC / Intel*
Genre: Action
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 35-40 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: ab 6 Jahren, Infos zur USK
Endlich ist der Nachfolger von Lego Star Wars erschienen. Diesmal dürft ihr im zweiten Teil der Serie die Episoden IV, V und VI nachspielen. Wie in Teil eins stehen, unter anderem, die niedlichen Lego Charaktere im Vordergrund, die ihr durch die schön gestalteten Level steuern dürft. War bei Teil eins noch Giant Interactive für die Programmierung zuständig, so durfte Travellers Tales den lang ersehnten zweiten Teil produzieren. Im Großen und Ganzen haben die Entwickler gute Arbeit geleistet, trotz einiger Fehler, die sie vom ersten Teil übernommen haben.

Die Macht ist bei den Lego-Steinen...

Was macht man, wenn das böse Imperium die Galaxis beherrscht und es fast keinen Ausweg für den Widerstand gibt? Richtig! Man bewirft sie mit Lego-Steinen! Denn hier dreht sich alles um Lego und Star Wars. Man steuert als Spieler diverse bekannte Charaktere aus dem Star Wars Universum im Plastikmännchen-Look und durchlebt abermals die ganze Geschichte von der Episode IV bis VI auf eine etwas andere (humorvolle) Art.

Aber bevor das Abenteuer losgeht, müsst ihr euch mal mit der Steuerung vertraut machen. Und da erkennt man ganz klar, dass Teil zwei, genau wie Teil eins, primär für Konsolen programmiert wurde: Eine Maussteuerung im Menü ist weit und breit nicht zu sehen und die Maussteuerung im Spiel ist für mich eher schlecht als recht und gewöhnungsbedürftig. Da kämpfe ich lieber mit der Tastatur oder besser mit dem Gamepad gegen das böse Imperium.

Hat man die Hürde der Steuerung gemeistert, so bekommt man für mehrere Stunden ein solides und ein sehr witziges Jump&Run-Abenteuer quer durch die halbe Star Wars Galaxis. Ihr startet zuerst auf der Corellianische Corvette mit Wedge Antilles und Prinzessin Lea. Dann müsst ihr als junger Luke Skywalker und Ben Kenobi die Droiden R2-D2 und C-3PO, die übrigens toll und witzig animiert sind, zurückholen. Und das Ganze geht noch so weiter, bis ihr schließlich den Todesstern in Millionen von Lego-Steinen zersprengt habt. Aber das ist noch nicht alles. Es warten noch zwei weitere Episoden auf euch. Dazwischen dürft ihr Rätsel lösen, herumliegende Lego-Steine zusammenbauen, in gut gestalteten Level von Abgrund zu Abgrund springen und sehr lustige Zwischensequenzen angucken. Für Langzeitspaß ist also gesorgt.

Hinzu kommen noch andere freischaltbare Gebiete, was euch zum mehrmaligem Spielen aller Missionen veranlasst, da man manche Stellen nur mit bestimmten Figuren im freiem Spiel erreichen kann. Ihr werdet also voraussichtlich mehrere Stunden verbringen müssen, um alle Gimmicks und Extras freizuschalten. Ein interessantes Feature ist übrigens auch, dass man Spielstände aus dem Vorgänger importieren kann und so weitere 54 spielbare Charaktere bekommt.

Ein Star Wars Held ganz nach dem eigenen Gusto verspricht ein neu hinzugekommenes Feature. Per Menü darf der Spieler seinen eigenen Helden kreieren, hier ein Teil von Han Solo, dort ein Teil von Luke Skywalker und zu Letzt noch ein Stück Yoda – fertig ist der neue Star Wars Held HanLuYoda!

...aber nicht immer bei den Entwicklern

So witzig das Spiel auch ist, es gibt leider auch Dinge, die für Frustmomente sorgen. Warum kann man seinen eigenen Mitkämpfer schlagen und ins Lego-Walhalla befördern? Zwar werden die wieder nach ein paar Sekunden wiederbelebt, doch bei engen Räumen und massig Gegner schlägt meine Spielfigur zuerst einen meiner Verbündeten nieder und schießt dann anschließend auf die wie wild ballernden Gegner, da meine Figur zuerst den Nächststehenden, egal ob Freund oder Feind, zuerst angreift. Da verliert man schon manchmal den Überblick und verspürt das Verlangen, zuerst alle Mitglieder der eigenen Gruppe vor einer Schlacht niederzumetzeln, da sie sowieso im Weg stehen und nichts machen.

Und da kommen wir schon zum Punkt zwei. Zwar schießen meine Gefährten munter und fleißig auf die Gegner, doch hat es den Anschein, dass die Treffer nichts bewirken. Schlussendlich muss man selbst die ganze Arbeit im Alleingang erledigen, da man sowieso immer mehr angegriffen wird als seine Plastikkameraden. Am besten holt man sich seinen besten Kumpel her und spielt das Spiel zu zweit. Und das ist auch bitter nötig bei manchen Missionen im „freien Spiel“. Wie soll man bitte alleine gleichzeitig Gegnermassen erledigen, die immer wieder nachkommen und eine wichtige Rampe bauen, wo mein KI-Mitstreiter munter auf, für ihn unbesiegbare, Gegner schießt, die ihn aber ignorieren und mich in Grund und Boden ballern? Wo bleibt da der Spaß? Außerdem macht die fixe Kamera ab und zu Probleme, da man in manchen Stellen die Übersicht verlieren kann.

Special Effects und der orchestrale Soundtrack

Besonders tolle Effekte gibt es in diesem Spiel zwar keine, doch die Grafik wirkt im Allgemeinen ganz stimmig. Nur ab und zu stören die eintönigen Texturen. Das Problem wird aber wahrscheinlich bei den Lego-Steinen selbst liegen, da sie nur wenig bis keine Bemalungen in der Realität aufweisen.

Im Sachen Sound hat man alles richtig gemacht. Alle Effekte und Musikstücke stammen von John Williams persönlich. Das Summen der Lichtschwerter, die Blaster und die Vehikel erkennt man auf Anhieb und man fühlt sich gleich als Star Was Fan heimisch. Nur die Sprachausgabe der Figuren fehlen. Doch ist diese Tatsache vermutlich ein gewollter Effekt, um alles ein bisschen witziger erscheinen zu lassen.

Mehrspielermodus

Übers Netzwerk ist das Spielen von Lego Star Was II zwar nicht möglich (ist aber auch nicht unbedingt notwendig), da das Spielen zusammen mit einem Freund gemeinsam vor einem Monitor durchaus auch seine Vorteile hat. Man kann, dadurch, dass man dicht nebeneinander sitzt, miteinander kommunizieren und gemeinsam Rätsel lösen. So macht es auch mehr Spaß, denn eine umständliche Kommunikation über eine Chat-Funkition wird hinfällig. Wer alleine das Spiel durchspielt hat und Extras freischalten möchte, für den ist diese Art von Mehrspielermodus durchaus unterhaltsam und amüsant.

Fazit

Ich mag Lego, ich liebe Star Wars und liebe ganz besonders die niedlichen, toll animierten Lego-Figuren. Leider kommt das Spiel nicht über die 90-Prozent-Wertung hinaus, da diverse Fehler der Designer den Spielspaß trüben. Aber nichtsdestotrotz ist Lego Star Wars II ein sehr gutes Spiel, nicht nur für Kinder und Star Wars Fans. Denn selten hab ich als Langzeitspieler so viel bei einem Action-Adventure grinsen und lachen müssen, wie bei diesem Spiel hier.

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POSITIV
- humorvoll und witzig
- Star Wars Flair
- schön gestaltete Level
- Star Wars würdige Soundkulisse
- freischaltbare Extras
- unterhaltsamer Zweispielermodus
NEGATIV
- manchmal ungünstige Kameraposition
- hackelige Steuerung
- teils unfairer Schwierigkeitsgrad
- im Weg stehende Mitstreiter
88%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
gut
sehr gut
(n.v.)
mittel
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MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
G4 / Core 1,6 Ghz
512 MB RAM
3 GB Festplatte
64 MB Grafikkarte mit Shadersupport
Mac OS X 10.4
G5 / Core 1,8 Ghz
768 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.9
G5 / Core 2 Ghz
1024 MB RAM
256 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.9
MacBook Pro Core 2 Duo 2,16 Ghz
2048 MB RAM
Radeon X1600
Mac OS X 10.4.9

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Lego Star Wars II" bereit.