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MiniOne Racing

Testbericht von Benjamin

Entwickler: Frogames
Herausgeber: Frogames
System: Mac OS X*
Erschienen: Winter 2008 in Englisch
Plattform: PPC / Intel*
Genre: Fun / Kinderspiele
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 15-20 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: keine USK-Prüfung, Infos zur USK
Nachdem der französische Hersteller Frogames mit seinem Erstlingswerk Penguins Arena einen Achtungserfolg hingelegt hat, probiert er nun das vorgelegte Niveau mit seinem neusten Machwerk MiniOne Racing wieder zu erreichen. Ob es dem kleinen unabhängigen Hersteller gelungen ist, verrät dieser Test.

Wie schon beim ersten Spiel der Jungs aus Frankreich gibt es eine Gratisdemo mit der man schon sehr viel Spaß haben kann. So ist auch hier fast der gesamte Online-Mehrspieler-Modus freigeschaltet. Bereits wenige Wochen nach dem Start des Spiels sind bei einer Anfrage am Freitagabend genug Server im Internet bereit, auf denen man sich mit Gegenspielern aus allen Herren Ländern messen kann. Allerdings bietet der direkte Vergleich nur die Möglichkeit eines Wettrennens auf einer Rennstrecke. Die zwei anderen Spielmodi (Weitsprung und Equilibrum) bieten eine Online-Highscore.

Im Einzelspielermodus, den es nur in der Vollversion zum Preis von knapp 20 Euro gibt, hat der Spieler die Wahl zwischen drei verschiedenen Spielmodi: Rennen, Weitsprung, Equilibrum.

Rennen

Hier gibt es bereits im Hauptmenü zwei Auswahlmöglichkeiten. Zum einen die Meisterschaft in drei Klassen (50 cm3, 100 cm3 und 150 cm3). Hier müsst ihr gegen den Computer Rennen fahren und auch nur hier könnt ihr neue Rennstrecken für den freien Rennmodus freischalten. Dieser beinhaltet dann auch die Möglichkeit online, oder im LAN, gegen menschliche Gegenspieler anzutreten. Bei den Rennen stehen euch vier Vehikel zur Verfügung. Allesamt scheinen sie aus der Fantasie zu entstammen und drei von ihnen sind zudem noch mit einer winzigen Kanone bestückt. Damit kann man, mit einem sanften Druck auf die Lehrtaste, seinem Gegner ein wenig Kopfzerbrechen bereiten. Leider scheint ein Treffer kaum Auswirkungen zu haben (wenn man denn mal trifft): Das andere Vehikel taumelt kurz und springt dabei noch ein Stück nach vorne. Ich empfehle daher die Kanone nur vor den Kurven abzufeuern, dann zieht es den Gegner aus der Kurve und er knallt gegen die Wand. Toll gemacht sind einige Rennstrecken: Abkürzungen, zufällig auftauchenden Hindernisse und enge Kurven bereiten im Mehrspieler-Modus viel Freude.

Springen

Der zweite Modus ist eine Art Weitsprungwettbewerb, mit einem (oder auch zwei) Boostern müsst ihr möglichst weit springen. Das ganze geschieht allerdings unter Zeitdruck. Nach drei Sprüngen zieht der Computer ein Fazit und ihr könnt entscheiden, ob ihr die Highscore hochladen wollt oder nicht.

Balancieren

Der schwierigste der drei Modi ist eindeutig Equilibrum! Auf engen Stegen und wackeligen Brücken müsst ihr euer Gefährt durch ein Labyrinth steuern. Dabei kommt es neben einigem Fingerspitzengefühl auch darauf an, wie ihr mit der ewig tickenden Uhr im Nacken umgehen könnt. Wie auch beim Wettspringen werden eure Daten auf Wunsch in die Highscoreliste bei Frogames.com eingetragen.

Kunterbunt und quietschig

Wie auch schon bei Penguins Arena ist die Grafik kunterbunt und Farben wirken (besonders bei den Weltraumrennen) psychedelisch. Ohne Frage, hier hat Frogames eindeutig die Erwartungen der Spieler getroffen. Doch zeigen sich hier bereits die ersten Mängel. Wenn man via Tab-Taste auf die nähere Kameraansicht wechselt bemerkt man die groben Texturen und die Pop-Up-Probleme der TGE-Engine. Das technische Niveau ist leider nicht so hoch wie bei Penguins Arena. Besonders für Mac-User empfehle ich die Version 1.0.1, die viele Crash-Risiken beseitigt und die Performance auch in der höheren Einstellung auf ein akzeptables Niveau bringt. Die Release-Version 1.0 war auf meinem Testrechner (siehe unten) sehr instabil und erzeugte mehrere Abstürze. Des Weiteren war es viel zu schwer Rennen gegen den Computer zu gewinnen, doch mittlerweile wurde dieses Problem mit einem Update ausgebessert. In Zusammenarbeit mit dem Entwickler konnten wir jedoch einige Probleme schon ausfindig machen. Gerade hier muss man die Jungs von Frogames ausdrücklich loben: Der Kontakt mit ihnen verlief wirklich sehr reibungslos und sie sind immer offen für Anregungen, um ihr Spiel zu verbessern.

Versäumte Chancen

Gerade in Version 1.0 offenbarte das Spiel viele Schnitzer: Zu schlaue KI, langsame Spielgeschwindigkeit und viele Abstürze. Version 1.0.1 macht da schon einiges besser, aber der Entwickler sollte sich noch mal an das Balancing setzen. Ansonsten wird der Einzelspieler-Modus allein nicht die 20 Euro rechtfertigen. Ich empfehle jedem Mac-Spieler einmal den Mehrspieler-Modus mit der Demo auszuprobieren. Gerade gegen menschliche Gegenspieler macht das Spiel einen Heidenspaß! Bei der Vollversion würde ich allerdings noch bis zur Version 1.1 warten.

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POSITIV
- lustige Grafik
- tolle Mehrspielerduelle
NEGATIV
- schlechte Performance
- einige Abstürze
- lahmer Einzelspieler-Modus
61%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
gut
mittel
sehr gut
mittel
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MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
G4 1 Ghz
512 MB RAM
32 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.3.9
Breitband-Internet
G5 / Intel 1,8 Ghz
1024 MB RAM
64 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.11
Intel Core 2 Duo
2 Ghz
1536 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.5.6
iMac
Intel Core 2 Duo
2 Ghz
1024 MB RAM
ATI Radeon X1600
Mac OS X 10.4.11

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "MiniOne Racing" bereit.