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Star Wars - Empire at War

Testbericht von Matthias

Entwickler: Petroglpyh Games
Herausgeber: ASH
System: Mac OS X*
Erschienen: Frühjahr 2007 in Deutsch
Plattform: Intel*
Genre: Strategie / Wirtschaft
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 45-50 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Zwischen den vielen Strategiespielen gibt es, aufbauend auf denselben Prinzipien, viele verschiedene Spiele. Das Ziel ist dabei immer, dem Gegner, durch Erbauen vieler Einheiten und den geschickten Einsatz derer, den Gar auszumachen. Aber ein so non-konformes Strategiespiel wie Empire at War ist mir noch nie in die Hände gekommen. Natürlich handelt es sich hierbei um ein Strategiespiel, man kann immer noch Einheiten bauen und verschiedene Taktiken zum Einsatz bringen. Es basiert auf der berühmten Science-Fiction-Saga Star Wars und das Interessante ist, dass es sowohl im Weltraum als auch auf den einzelnen Planeten spielt. Nun, wie im Film befindet sich das ganze Universum im Konflikt zwischen dem Imperium und den Rebellen. Wir müssen uns für eine Seite entscheiden und diese zum Sieg führen. Bemerkenswert sind die vielen Möglichkeiten, die sich ergeben, dies zu erreichen.

Der Aufbau

In Empire at War können wir zwischen drei verschiedenen Spieltypen wählen: Kampagne, Galaktische Eroberung und Gefecht. Die Kampagne spielt auf den Planeten und im All, wobei wir die von uns gewählte Seite durch ein sich länger hinziehendes, großes Spiel führen. Die Galaktische Eroberung bietet mehr Auswahlmöglichkeiten: wir können ein Gefecht nach unserem Geschmack organisieren und es entweder am Boden oder im Weltall austragen. Beim Gefechtsmodus handelt es sich entweder um einen einzelnen taktischen Bodenkampf oder um einen taktischen Weltraumkampf – eine kurzgefasste, einzelne Schlacht eben.

Das Spiel

Bei der Kampagne und der Galaktischen Eroberung starten wir mit der Universumsansicht. Alle Planeten sind auf ästhetische Weise dargestellt und ihre Informationen werden angezeigt. Aber nun zum Kern von Empire at War: wir können in dieser Ansicht unsere Truppen platzieren. Zur Auswahl stehen Boden- und Weltraumeinheiten, die wir nach belieben verschieben können – von einem Planeten zum anderen. Doch so schnell geht es nicht, man trifft schon bald auf Widerstand. Sollte man sich einem vom Feind besetzten Planeten nähern, wird man in einen taktischen Weltraumkampf verwickelt. Man muss dann die Flotte des Feindes oder dessen Raumstation, sofern eine vorhanden ist, besiegen, um den „Luftraum“ um den betroffenen Planeten zu kontrollieren. Später kann man zur eigentlichen Machtergreifung des Planeten übergehen, indem man die Bodentruppen landen lässt. Das Gefecht im All findet mit den vorhandenen Einheiten statt, und zwar mit denen, die man zum Planeten geschickt hat. Hat man den Planeten besiedelt, kann man Fabriken darauf errichten und ein Wirtschaftssystem aufbauen. Noch ein interessantes Feature des Games ist, dass man sich vom Planeten und somit vom Gefecht zurückziehen kann, ohne aufgeben zu müssen. Man kann dann später mit einer verstärkten Angriffsmacht zurückkehren.

Haben wir den Planeten einmal besiedelt, müssen unsere Truppen gegen die Wetterverhältnisse kämpfen. Nach ausreichenden Technologieaufrüstungen ist es möglich, die Einheiten gegen Stürme immun zu machen. Dabei helfen uns Helden, wie Obi-Wan Kenobi, R2D2 oder Kyle Katarn. Jeder der Helden hat bestimmte Fertigkeiten, die von der Heilung oder Reparatur bis hin zu Machtschutz oder Sprengstoffangriffen reichen. Das Wirtschaftssystem des Planeten ist immer von dessen Individualität abhängig: es ist möglich, an geeigneten Stellen Minen zu errichten, aber auch durch das Einnehmen von Gebäuden die Finanzen zu stärken. Standardmäßig bringt jeder eroberte Planet einen bestimmten Betrag an Geld ein. Deshalb ist es wichtig, bei der Kampagne oder der Galaktischen Eroberung so viele Planeten wie möglich zu besitzen.

Das Imperium und die Rebellen haben beide Vor- und Nachteile. Während das Imperium mit starken Fahrzeugen und großen Angriffsmächten imponiert, stehlen die Rebellen ihm immer wieder einzelne Technologien, um sie zum eigenen Nutzen einzusetzen. Andererseits sind die Stormtroopers viel weniger motiviert als die Truppen der Rebellen, eine grundlegende Eigenschaft, die sich auf fast alle Einheiten beider Seiten übertragen lässt. Dies führt bei den Rebellen zu potenteren Einzeleinheiten, das Imperium zeigt eher bei großen Einheitenmassen seine Stärke.

Die Gefechte sind wirklich episch, große Schlachten stehen dem Spieler bevor. Die Computergegner schlagen gerne mit übergroßen Kampfmächten zu, was zu filmähnlichen Situationen führt. Dabei ist die Gruppierung mehrerer Bodeneinheiten sinnvoll. Einfache Bodenschützen sind nur im 5er-Pack zu haben, das heißt, eine Einheit besteht aus mehreren Individuen. Dieses Feature kommt bei großen Schlachten dem Spieler zu Gute, da man sonst den Überblick über ein einzelnes Männchen inmitten von vielen anderen verliert.

Was bei Empire at War das Anliegen ist, wird gleich deutlich: die Größe der in der Star Wars-Saga gezeigten Gefechte zu simulieren – und dies über mehrere Planeten hinweg. Durch die Planetenansicht und die Möglichkeit, auf den Planeten zu landen und diese zu erobern ist der Anspruch gut erreicht worden. Das Spiel vermittelt in seiner Gesamtheit die riesigen Ausmaße wirklich gut.

Die Steuerung setzt natürlich auf Maus und Tastatur, ähnlich wie alle anderen Strategiespielen. Während des Tests waren aber einige Ausrutscher festzustellen, wie zum Beispiel viel zu langsames Scrollen oder sogar Ruckler beim Scrollen. Für Abhilfe sorgt das Navigieren mit der Maus in der Minimap am linken unteren Monitorrand. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist eine stufenlose Zoomfunktion eingebaut, mit der der Spieler von ganz nah bis über die ganze Mapansicht hinauszoomen kann, was sich in vielen Situationen als nützlich erwiesen hat.

Durch den sehr großen Umfang des Spieles ist der Einstieg verhältnismäßig schwer. Der Spieler wird in Gefechte katapultiert, ohne so richtig zu wissen, um was es geht. Es heißt einfach nur: das Imperium baut gerade den Todesstern. Verhindern Sie dies! Dabei ist man in der Planetenansicht, sieht das Einkommen eines jeden Planeten und die Truppen, die auf dessen Oberfläche stationiert sind und welche Fabriken sich darauf befinden, versteht dabei aber vom Ganzen eigentlich nicht viel. Das Herausfinden von Taktiken und Funktionen ist nur durch häufiges Spielen möglich, deshalb muss man zu Beginn ein wenig Geduld mitbringen. Es kann also anfangs ein wenig schwer sein, sich in das Spiel einzuarbeiten. Ist dies aber gelungen, bedarf es keiner Überanstrengung mehr. Die mitgelieferte Broschüre ist es überhaupt zu Anfang eine wichtige Hilfe. Durch die klare Erklärung des Spieles hilft sie in so mancher Situation weiter. Auch durch Einheitenhierarchien gewinnt der Spieler einen leichten Einblick in die Möglichkeiten des Spieles. Deswegen unbedingt das Handbuch lesen!

Grafisch gesehen ist Empire at War ein wahrer Genuss. Wind, Sandstürme und Effekte sind filmtypisch dargestellt, vor allem die Explosionen sind im Stil der (alten) Filme. Die Qualität lässt nichts zu wünschen übrig. Eine interessante aber unnütze Funktion ist die Filmkamera-Funktion: mitten im Gefecht bringt uns ein Klick auf dessen Button direkt zum Spielgeschehen und durch mehrere Kamera-Schwenks wirkt das Spiel dann wie Ausschnitte aus den Filmen, natürlich in Spielgrafik. Am Anfang mag das ganz interessant sein, später wird diese Funktion aber einfach unbrauchbar und unnütz. Der Ton ist in Empire at War keinem Strategiespiel unterlegen, er wirft aber keinen Audiophilen vom Hocker.

Fazit

Empire at War schafft es auf elegante Weise, die Ausmaße der Gefechte aus Star Wars darzustellen. Die interessante Planetenübersicht und der Aufbau des Spieles machen es äußerst attraktiv. Für jeden Star Wars- und Strategiespielfan ist dieses Spiel sicher einen Blick wert, wenn nicht mehr. Aufgrund seiner Komplexität ist es aber kein Spiel für Zwischendurch. Abhilfe schafft häufiges Spielen, dann kann man es voll ausreizen. Bis auf die Scroll-Fehler ist es von der technischen Seite her auch sehr empfehlenswert, die Fehler werden hoffentlich in einem der nächsten Updates behoben. Ein Muss für Fans!

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POSITIV
- Star Wars Feeling
- epische Schlachten
- interessant gestalteter Aufbau des Spiels
- ansprechende Grafik
NEGATIV
- längere Ladezeiten
- kleinere Ruckler beim Scrollen
86%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
gut
mittel
(n. getestet)
mittel
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MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
Intel Core 1,83 Ghz
512 MB RAM
64 MB Grafikkarte
3,5 GB Festplatte
DVD-Laufwerk
Mac OS X 10.4.8
Intel Core 2 Ghz
1024 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.9
Intel Core 2 Duo 2 Ghz
1536 MB RAM
256 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.9
MacPro Dual 2,66 Ghz Dual-Core
Intel Xeon
GeForce 7300 GT
Mac OS X 10.4.9

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Star Wars - Empire at War" bereit.