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The Movies - Stunts & Spezialeffekte

Testbericht von Harald

Entwickler: Lionhead
Herausgeber: Feral
System: Mac OS X*
Erschienen: Sommer 2009 in Deutsch
Plattform: PPC / Intel*
Genre: Strategie / Wirtschaft
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 15-20 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Kann sich noch jemand an das Spiel The Movies erinnern, welches im Frühjahr 2007 den Mac zum Filmproduktionsstudio machte? Dieses ambitionierte Werk von Peter Molyneux, welches mal wieder etwas ganz Neues und Außergewöhnliches werden sollte, und am Ende als klassische Wirtschaftssimulation das Licht der Händlerregale erblickte? Mein Fazit im Test lautete damals: „Hier bleibt noch viel Raum für Erweiterungen und Verbesserungen.“ Dabei hatten Windows-Spieler diese bereits in Form des Addons „Stunts & Spezialeffekte“ auf ihrem Rechner. Wir Mac-Spieler hingegen wurden auf ein zeitnahes Erscheinen vertröstet. Aber wie das mit großen Filmproduktionen auch ist, gehen da eben schon mal das ein oder andere Jährchen mehr ins Land. Nun, Ende 2009 ist es endlich so weit. The Movies erhält sein Mac-Addon und kehrt zudem als Superstar Edition (Vollversion und Addon) auf unsere Bildschirme zurück und feiert sein Comeback.

Hollywood, ich komme!

Um es gleich vorwegzunehmen, ich werde jetzt nicht das eigentliche Hauptspiel besprechen und mich stattdessen nur auf die Neuerungen des Addons konzentrieren. Das ist auch nicht nötig, denn leider haben die Entwickler die vielen Ecken und Kanten, wie das auf Dauer sperrige Mikromanagement, unverändert übernommen. Eine bedauerliche Entscheidung, zumal gerade diese lästigen Details den Spielfluss erheblich stören. Dafür freuen wir uns auf zahlreiche Erweiterungen, welche vor allem Actionfreunden zu gute kommen. Ich nehme an, dass die Entwickler noch weitere Themenpacks anbieten wollten, die Verkaufszahlen das Vorhaben aber zunichte machten. Jedenfalls können wir unser Studiogelände mit neuen Sets, Fahrzeugen, Requisiten und Kostümen bereichern, und dazu gleich noch passende Actiondarsteller in Form von Stuntmännern engagieren. Doch auch wenn diese Schauspieler an gefährliche Aufgaben gewöhnt sind, so reagieren sie doch genau so launisch und fordernd wie ihre Kollegen und Kolleginnen. Damit die ganzen zusätzlichen Utensilien noch halbwegs vernünftig genutzt werden können, ermöglichen Kostümsets eine Zusammenfassung und damit ein wesentlich schnelleres Spiel.

Fokus und gleichzeitig das Glanzlicht der Erweiterung ist indes die neue, freidrehbare Kamera. Sie ermöglicht kleine und interessante Kamerafahrten im Filmerstellungs-Werkzeug und schafft so einen Hauch von Individualität in den eigenen Werken. Natürlich wollen die Stuntmen geschult werden, wozu drei neue Ausbildungsgebäude den perfekten Rahmen bieten. Und sollte es doch einmal nicht nach Plan laufen, dann stellt das Krankenhaus die Jungs und Mädels wieder her. Und wer wirklich spektakuläre Actionstreifen drehen möchte, sollte von den Schulungs- und Trainingsmöglichkeiten auch ausgiebig Gebrauch machen. Denn nur ein guter Stuntman ist ein Garant für erfolgreiche Filme.

Und Schnitt!

Auch wenn mehr Action verlockend klingt und die Stuntmen eine nette Bereicherung sind, so verliert sich diese Neuerung doch schnell im üblichen Gameplay, da das Management identisch ist und die Dangerfreaks die gleichen Marotten an den Tag legen, wie ihre berühmten Kollegen. Und daran ändern auch die vielen neuen Sets und das Entwicklungssystem der Stuntmen nichts. Deren Möglichkeiten hängen nämlich von dem Erreichen der fünf Schwierigkeitsgrade ab. Und nur, wenn die Stunts spektakulär und nicht verpfuscht sind, hat der Film überhaupt eine Chance auf einen Oskar. Damit auch die Hobby-Regisseure unter euch etwas von dem Addon haben, können eure Wissenschaftler jetzt neue Spezialeffekte wie den Bluescreen, Greenscreen oder ganze Miniaturstädte entwickeln. So kann das nächste Inferno kommen.

Fazit

The Movies ist und bleibt bei allen Neuerungen das, was es war. Eine Wirtschaftssimulation mit teils nervigem Mikromanagement, aber genialer Atmosphäre. Daran ändern auch die Stuntmen mit ihren tollen neuen Sets nichts. Leider wirkt der Titel auch optisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. So bleibt ein Spiel, das Fans und Besitzer des Vorgängers nur dann in ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen sollten, wenn sie der Produzentenpart besonders gereizt hat. Denn genau hier finden sich die wichtigsten und interessantesten Erweiterungen. Neulinge mit Interesse an etwas anderen Wirtschaftssimulationsthemen hingegen sollten The Movies auf jeden Fall genauer ins Blickfeld nehmen. Denn nirgendwo sind blanke Zahlen so schön in kreative Spielfelder versteckt.

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POSITIV
- sinnvoll überarbeitete Kamerafunktion
- viel neuer kreativer Spielraum für Produzenten und Regisseure
NEGATIV
- immer noch nerviges Mikromanagement
- Grafik wirkt mittlerweile etwas grob
- Neuerungen in erster Linie nur für Produzenten interessant
83%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
gut
sehr gut
(n.v.)
mittel
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MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
G4 1,67 Ghz
512 MB RAM
64 MB Grafikkarte
8 GB Festplatte
DVD-Laufwerk
Mac OS X 10.4
G5 / Core 1,8 Ghz
1024 MB RAM
64 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.8
G5 / Core 2 Ghz
1280 MB RAM
128 MB Grafikkarte
Mac OS X 10.4.8
MacBook Pro
2 Ghz
2048 MB RAM
Radeon X1600
Mac OS X 10.5.8

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "The Movies - Stunts & Spezialeffekte" bereit.