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Verrat in der Verbotenen Stadt

Testbericht von Rainer

Entwickler: Ravensburger
Herausgeber: Arktis
System: Mac OS Classic*
Erschienen: Sommer 2000 in Deutsch
Plattform: PPC*
Genre: Adventures / RPG
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 10-15 ¤
Demo: n.v.
Freigabe: ohne Beschränkung, Infos zur USK
Daß Spiele nicht immer gleichbedeutend mit Todschlag und Mord sein müssen, zeigt das eher in die Kategorie Lernsoftware einzuordnende Spiel „Verrat in der Verbotenen Stadt“. Auch wenn hier ein grausamer Mord am Anfang das Geschehen anführt, ist das übrige Spiel eher gewaltfrei. Im China des 18. Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahre 1775, findet sich der Akteur als Palastverwalter in der Verbotenen Stadt wieder und soll das Verbrechen am Obereunuch Wang aufklären. Leider hat der Kaiser persönlich eine Tagsfrist gesetzt, so daß es nun gilt, schnell und ohne Umschweife den Mordfall aufzuklären. Die Suche gestaltet sich in Verhören bzw. Unterhaltungen mit verschiedenen Personen, wobei stets ein Hinweis auf den nächsten Gesprächspartner gegeben wird. Da das Spiel in deutsche Sprache und Untertitel erhältlich ist, sind auch jüngere Macianer hier gut aufgehoben. Mehr Schwierigkeiten macht dann doch die Karte von der Verbotenen Stadt, die zu klein und verworren aufgebaut ist. Man sollte sich allerdings stark anhand dieser Karte orientieren, da man sonst heillos im Wirrwarr der Gänge umherirrt.

Die Bedienung ist sehr einfach und intuitiv, wobei das beiliegende Minihandbuch die handvoll Symbole erklärt. Die 360 Grad Sicht zeigt deutlich die Handschrift von Cyro und ist wie gewohnt exzellent. Das einzig Störenden ist, daß bei den Filmen die Mundbewegungen überhaupt nicht mit dem Ton synchron verlaufen. Sieht etwas komisch aus, liegt aber eindeutig an der deutschen Übersetzung. Daß es keinen Multiplayermodus gibt, ist weniger verwunderlich, da das Konzept nur sehr schwer mit mehreren Spielern realisiert werden kann.

Die Stadt soll nach Angaben von Ravensburger mit Hilfe von Experten des Pariser Guimet-Museums umgesetzt worden sein und somit einen sehr hohen Authentizitätsgrad aufweisen. Auch die umgesetzten Umgangsformen und Verhaltensweisen orientieren sich an damalige Gepflogenheiten. Insgesamt also ein sehr lehrreicher Ausflug in die Hochzeit der Chinesischen!

Fazit

„Verrat in der Verbotenen Stadt“ zeichnet sich nicht gerade durch eine komplexe Story oder exorbitantem Schwierigkeitsgrad aus, vielmehr steht das Flanieren durch die alten Gänge und Gärten der Verbotenen Stadt des 18. Jahrhunderts auf Basis einer einwandfreien Grafik im Vordergrund. Technisch gesehen ist das Spiel unproblematisch und auch auf älteren Rechner noch gut spielbar. Das Lösungsbuch (ebenfalls bei Arktis erhältlich) ist nicht unbedingt nötig, vermittelt allerdings zusätzliche Einblicke in diesen faszinierenden Historie.

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POSITIV
- authentische Historie hautnah
- gute Optik
NEGATIV
- wenig komplexe Story
- leichte technische Mängel
75%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
gut
mittel
(n.v.)
mittel
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MINIMUM STANDARD OPTIMUM TESTRECHNER
PowerPC 90 Mhz
24 MB RAM
4x CD-ROM
16 Bit Monitor
Mac OS 7.1
PowerPC 132 Mhz
32 MB RAM
8x CD-ROM
Mac OS 7.6
PowerPC 233 Mhz
64 MB RAM
Mac OS 8.6
PowerMac 8600
mit G3 400 Mhz Karte
ATI Radeon PCI
160 MB RAM
Mac OS 9.1

* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "Verrat in der Verbotenen Stadt" bereit.