World of Goo
Testbericht von Benjamin
Entwickler: 2D Boy
Herausgeber: RTL Games
System: Mac OS X*
Erschienen: Winter 2008 in Englisch
Plattform: PPC / Intel*
Genre: Fun / Kinderspiele
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 15-20 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: ohne Beschränkung, Infos zur USK
Als dieser Titel für den Mac angekündigt wurde, gingen kleine Wogen der Begeisterung durch das Lager der Indie-Spieler unter uns. Ohne Frage, 2D-Boy hat hier ein kleines Juwel für unsere Maschinen gebracht. Allein dafür gebührt ihnen schon ein Lob. Zu viel der Lobhudelei? Dann habt ihr World of Goo noch nicht ausprobiert!
Mit der Maus bewegt ihr dann die Goos an die gewünschte Stelle, dabei zeigt euch der Computer schon beim Bewegen des Goos mögliche Vernetzungen mit bereits positionierten Goos an.
Klingt einfach? Ist es aber nicht. Schließlich erwarten euch knapp 50 Level, in denen ihr euer Geschick unter Beweis stellen könnt. Dabei nimmt der Schwierigkeitsgrad stetig zu, so dass spätestens in der zweiten Welt euch manche Level mehr als fünf Minuten fordern werden. Das Spielprinzip ist zwar einfach zu erlernen, doch um das Spiel zu Meistern bedarf es ein wenig mehr. So gibt es für die ganz Hartgesottenen unter euch auch die so genannten OCDSs. Diese Extra-Aufgaben gibt es in jedem Level. So müsst ihr beispielsweise mehr Goos als sonst zum Ausstieg bringen, oder aber ihr müsst das Level in unter 50 Zügen beenden.
Ihr seht, Langzeitmotivation ist durchaus gegeben. Einen offiziellen Level-Editor gibt es nicht, aber es gibt ein OpenSource-Projekt, das sich des Problems annimmt. Hierbei erhalten die freien Programmierer Unterstützung des Entwickler-Teams von 2D-Boy.
Nebenbei erzählen sehr gut gemachte Comic-Filmchen, die zugegeben schwache, Hintergrundgeschichte des Spiels weiter. Auch hier muss man die Entwickler loben, die aus ihrem geringen Budget ein tolles Spiel gezaubert haben, welches einen Spieler durchaus in schallendes Lachen versetzt, da der Humor einfach zu schön ist. Einen Knackpunkt muss ich leider ansprechen: Die Musik kann man leider nicht abschalten. Somit ist man auf Gedeih und Verderb dem Gedudel ausgeliefert, das einem nach ein paar Runden wirklich auf die Nerven gehen kann. Liebe Entwickler: Bitte bessert hier nach.
Der fehlende Multiplayer-Modus wurde vom Entwickler durch eine Online-Highscore zwar nicht gänzlich kompensiert, aber der Verlustschmerz ein wenig gelindert. Der kommende Leveleditor wird uns noch viele schlaflose Nächte bescheren und uns unzählige eigene Levelpakete spendieren.
Schleimig, aber vitaminreich
Zugegeben, die Protagonisten in einem Videospiel waren auch schon mal attraktiver und fester in ihrer Konsistenz, aber Charme haben die kleinen Goos auf ihre Art und Weise schon. Als Spieler müsst ihr eure Goos, wie bei den Lemmingen, über diverse Hindernisse zum Ausstieg aus dem Level geleiten. Dabei könnt ihr auf die Unterstützung diverser „Experten-Goos“ zählen, die besondere Eigenschaften haben, wie zum Beispiel Resistenz gegen Dornen.Mit der Maus bewegt ihr dann die Goos an die gewünschte Stelle, dabei zeigt euch der Computer schon beim Bewegen des Goos mögliche Vernetzungen mit bereits positionierten Goos an.
Klingt einfach? Ist es aber nicht. Schließlich erwarten euch knapp 50 Level, in denen ihr euer Geschick unter Beweis stellen könnt. Dabei nimmt der Schwierigkeitsgrad stetig zu, so dass spätestens in der zweiten Welt euch manche Level mehr als fünf Minuten fordern werden. Das Spielprinzip ist zwar einfach zu erlernen, doch um das Spiel zu Meistern bedarf es ein wenig mehr. So gibt es für die ganz Hartgesottenen unter euch auch die so genannten OCDSs. Diese Extra-Aufgaben gibt es in jedem Level. So müsst ihr beispielsweise mehr Goos als sonst zum Ausstieg bringen, oder aber ihr müsst das Level in unter 50 Zügen beenden.
Ihr seht, Langzeitmotivation ist durchaus gegeben. Einen offiziellen Level-Editor gibt es nicht, aber es gibt ein OpenSource-Projekt, das sich des Problems annimmt. Hierbei erhalten die freien Programmierer Unterstützung des Entwickler-Teams von 2D-Boy.
Präsentation
Die Gretchenfrage bei Indie-Spielen. Klar, das Spiel kann grafisch nicht mit Krachern wie dem neuen Call of Duty oder mit Assassins Creed konkurrieren. Aber dennoch muss man die gelungene Comic-Präsentation loben. Die Farben sind warm und stimmig. Die Levels beherbergen so manches liebevolle Detail. Es ist wirklich eine Freude sich in den unterschiedlichen und wirklich abwechslungsreich gestalteten Orten zu verlieren.Nebenbei erzählen sehr gut gemachte Comic-Filmchen, die zugegeben schwache, Hintergrundgeschichte des Spiels weiter. Auch hier muss man die Entwickler loben, die aus ihrem geringen Budget ein tolles Spiel gezaubert haben, welches einen Spieler durchaus in schallendes Lachen versetzt, da der Humor einfach zu schön ist. Einen Knackpunkt muss ich leider ansprechen: Die Musik kann man leider nicht abschalten. Somit ist man auf Gedeih und Verderb dem Gedudel ausgeliefert, das einem nach ein paar Runden wirklich auf die Nerven gehen kann. Liebe Entwickler: Bitte bessert hier nach.
Performance und Langzeitmotivation
Die Stabilität und die Framerate des Spiels auf dem Mac sind wirklich sehr gut. Keinerlei Abstürze oder Ruckler hatte ich in meiner Testphase zu beklagen. Auch die vorbildliche Unterstützung der PPC-Macs ist ein weiterer Pluspunkt für das Spiel.Der fehlende Multiplayer-Modus wurde vom Entwickler durch eine Online-Highscore zwar nicht gänzlich kompensiert, aber der Verlustschmerz ein wenig gelindert. Der kommende Leveleditor wird uns noch viele schlaflose Nächte bescheren und uns unzählige eigene Levelpakete spendieren.
One More Thing…
Bei World of Goo verzichten sowohl Entwickler, als auch Publisher auf ein DRM-System. Das heißt wenn ihr World of Goo kauft, dann tangiert es höchstens peripher, wenn der Hersteller seine Server abschaltet. Auch Notebook-Benutzer müssen nicht immer eine CD einlegen oder eine Verbindung zum Internet haben, um das Spiel zu spielen. Leider missbrauchen einige Spieler dieses Vertrauen seitens des Entwicklers: 90 Prozent aller installierten World of Goos im Internet sind Raubkopien.Fazit
Tolles Puzzle-Spiel! Ein klasse Preis-Leistungsverhältnis hat das Spiel ebenso: Viele Level, sehr viel Spielspaß und eine tolle Präsentation. Kritikpunkte sind der fehlende Multiplayer-Modus und die nervige Musik, die sich leider nicht abschalten lässt.
POSITIV
- tolle Präsentation
- große Langzeitmotivation
- humorig
- große Langzeitmotivation
- humorig
NEGATIV
- Musik lässt sich nicht abschalten
- fehlender Multiplayer
- fehlender Multiplayer
90%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
sehr gut
mittel
(n.v.)
mittel
mittel
(n.v.)
mittel
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| G4 1 Ghz 512 MB RAM 32 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4 |
G4 1,25 Ghz 768 MB RAM 64 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4.11 |
G5 1,8 Ghz 1024 MB RAM 128 MB Grafikkarte Mac OS X 10.5.5 |
iMac Intel Core 2 Duo 2 Ghz 1024 MB RAM ATI Radeon X1600 Mac OS X 10.4.11 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "World of Goo" bereit.





