X2 - Die Bedrohung
Testbericht von Simon
Entwickler: Epic Interactive
Herausgeber: Epic Interactive
System: Mac OS X*
Erschienen: Sommer 2005 in Deutsch
Plattform: PPC*
Genre: Simulation
sonstige Kosten: keine
Kaufpreis: 40-45 ¤
Demo: Ja, Download now!
Freigabe: ab 12 Jahren, Infos zur USK
Knapp zwei Jahre nachdem X2 - Die Bedrohung in der Windows-Welt
erschienen ist, gibt es nun endlich den Port für den Mac. Mal schauen
wie es ist...
Gleich danach wird einem in einem schlecht inszenierten Gespräch der erste Einsatz aufs Auge gedrückt: Der Spieler bekommt ein kleines Raumschiff gestellt und soll damit durch das erste Sprungtor in eine andere Sektion fliegen. Dort angekommen, spricht er mit einem Mitglied der TerraCorp. Ab jetzt humpelt die Geschichte förmlich voran, bis man langsam einer Alien-Bedrohung auf die Schliche kommt.
Ebenso sind die Animationen der Figuren nur mittelmäßig gelungen, lippensynchrone Sprachausgabe ist auch nicht vorhanden. Vergleicht man hier mit anderen Spielen, sieht es nicht sonderlich gut aus. Allerdings soll die Story eher als Rahmen dienen, im Vordergrund steht bei X2 ganz klar das Handeln und Bauen.
Am Anfang ist also nicht viel mit Weltraum-Action, es steht eher billig Einkaufen und teuer Verkaufen auf dem Dienstplan. Erst nach einiger Spielzeit kann der Spieler, mit dem schwer verdienten Geld, sein Schiff aufwerten und die Story vorantreiben. Dieses Defizit gleichen die teils gigantischen Raumschlachten aber locker wieder aus. Bis man aber soweit ist, werden sehr viele Spielstunden vergehen.
Was das Handelssystem betrifft braucht sich X2 hier vor niemanden zu verstecken, es basiert auf dem einfachen Prinzip von Angebot und Nachfrage. Hat man genügend Geld zusammengekratzt, kann man Schiffe erwerben, diese in einer Handelsflotte integrieren oder sogar mittels künstlicher Intelligenz auf bestimme Routen zum Geldeintreiben schicken.
Damit aber nicht genug: Als Großhändler kann man sich komplette Stationen kaufen, welche dann eigenständig Rohstoffe produzieren und eine nette Einnahmequelle darstellen. Zudem gibt es auf den Raumstationen des Öfteren zufällig generierte Nebenaufgaben, die für ein wenig Abwechslung sorgen.
Wenn der Spieler nun eine Station, genügend Geld und ein neues Schiff mit allen denkbaren Upgrades gekauft hat, dann kann man sich an den weiteren Storyverlauf heranwagen, den man ohne diese Schritte nicht allzu lange überleben würde.
Die Kämpfe nehmen im Vergleich zum Handelsteil nur einen kleinen Part des Spiels in Anspruch, sind aber trotzdem sehr spannend und aktionsreich gestaltet.
Auch wenn man sich gerade auf einer Handels-Mission durch einen der ca. 140 Sektoren befindet, können jederzeit Piraten auftauchen und nach der Fracht trachten. Dies tun sie am Anfang nur selten, ist man jedoch mit einer ganzen Flotte unterwegs, bekommt man die Freibeuter öfters zu Gesicht.
Zu den insgesamt acht verschiedenen Alien-Rassen kann man, dank der Diplomatie-Option, Kontakt aufnehmen. Leider wird dem Spieler hierbei nicht viel Freiraum gelassen, es beschränkt sich auf diverse Freund/Feind-Einstellungen.
Hat man diese Zeit erst einmal hinter sich gebracht, wird der Spieler spätestens beim nächsten Schiffskauf, Upgrade oder Stationserwerb belohnt. Ab jetzt fängt X2 richtig an Spaß zu machen. Wenn man überlegt, dass die Spielzeit sogar mehr als 100 Stunden betragen kann, ist die langweilige Anfangsphase schnell vergessen.
Leider wird komplett auf Maussteuerung in dem Menüs und Optionen verzichtet. Man muss mit der Tastatur navigieren und einstellen, welches sehr nervig ist und viel Geduld und Eingewöhnung kostet, vor allem im Spiel.
Auf meinem G5 mit 1.8 Ghz und ATi Radeon 9600XT mit 128MB RAM war X2 bei höchsten Einstellungen unspielbar, bei mittleren Werten jedoch wunderbar.
Zum Ton kann man sagen, dass die Sprachausgabe im Großen und Ganzen gut ist, leider fehlt wie erwähnt die Lippensynchronisation. Die Soundeffekte sind ein wenig seicht geraten und die Hintergrundmusik setzt zu selten und unpassend ein.
Leider musste die Story als Rahmenhandlung herhalten, da wäre sicherlich mehr drin gewesen. Auch hätte ein Mauszeiger die komplizierten Menüs erspart.
Eingefleischte Fans des Genres oder Anhänger des X-Universums werden trotzdem auf jeden Fall ihre Freude daran haben. Wer jedoch auf Action und Spannung steht, sollte lieber die Finger davon lassen.
Zu Beginn
X2 beginnt mit einem kleinen Intro, welches dem Spieler den misslungenen Versuch des späteren Spielcharakters, Julian Garner, und seinem Kollegen Bret zeigt, ein Raumschiff aus einem Dock der argonischen Flotte zu stehlen. Leider werden sie von der Patrouille erwischt und festgenommen, beide Diebe bekommen fünf Jahre Haft aufgebrummt. Da Julian jedoch einer der besten Piloten im ganzen System ist, drückt der Kommandant beide Augen zu. Allerdings nur, wenn er ab sofort für den argonischen Geheimdienst arbeitet. Julian hat keine Wahl und nimmt das Angebot an.Gleich danach wird einem in einem schlecht inszenierten Gespräch der erste Einsatz aufs Auge gedrückt: Der Spieler bekommt ein kleines Raumschiff gestellt und soll damit durch das erste Sprungtor in eine andere Sektion fliegen. Dort angekommen, spricht er mit einem Mitglied der TerraCorp. Ab jetzt humpelt die Geschichte förmlich voran, bis man langsam einer Alien-Bedrohung auf die Schliche kommt.
Im Spiel
Die Zwischensequenzen müssten besser zur zumindest halbwegs netten Geschichte passen, hier hat man gehörig geschludert. Die diversen Zoom- und Wackeleffekte erwecken den Eindruck, als würden sie nicht wirklich hierher gehören.Ebenso sind die Animationen der Figuren nur mittelmäßig gelungen, lippensynchrone Sprachausgabe ist auch nicht vorhanden. Vergleicht man hier mit anderen Spielen, sieht es nicht sonderlich gut aus. Allerdings soll die Story eher als Rahmen dienen, im Vordergrund steht bei X2 ganz klar das Handeln und Bauen.
Am Anfang ist also nicht viel mit Weltraum-Action, es steht eher billig Einkaufen und teuer Verkaufen auf dem Dienstplan. Erst nach einiger Spielzeit kann der Spieler, mit dem schwer verdienten Geld, sein Schiff aufwerten und die Story vorantreiben. Dieses Defizit gleichen die teils gigantischen Raumschlachten aber locker wieder aus. Bis man aber soweit ist, werden sehr viele Spielstunden vergehen.
Was das Handelssystem betrifft braucht sich X2 hier vor niemanden zu verstecken, es basiert auf dem einfachen Prinzip von Angebot und Nachfrage. Hat man genügend Geld zusammengekratzt, kann man Schiffe erwerben, diese in einer Handelsflotte integrieren oder sogar mittels künstlicher Intelligenz auf bestimme Routen zum Geldeintreiben schicken.
Damit aber nicht genug: Als Großhändler kann man sich komplette Stationen kaufen, welche dann eigenständig Rohstoffe produzieren und eine nette Einnahmequelle darstellen. Zudem gibt es auf den Raumstationen des Öfteren zufällig generierte Nebenaufgaben, die für ein wenig Abwechslung sorgen.
Wenn der Spieler nun eine Station, genügend Geld und ein neues Schiff mit allen denkbaren Upgrades gekauft hat, dann kann man sich an den weiteren Storyverlauf heranwagen, den man ohne diese Schritte nicht allzu lange überleben würde.
Die Kämpfe nehmen im Vergleich zum Handelsteil nur einen kleinen Part des Spiels in Anspruch, sind aber trotzdem sehr spannend und aktionsreich gestaltet.
Auch wenn man sich gerade auf einer Handels-Mission durch einen der ca. 140 Sektoren befindet, können jederzeit Piraten auftauchen und nach der Fracht trachten. Dies tun sie am Anfang nur selten, ist man jedoch mit einer ganzen Flotte unterwegs, bekommt man die Freibeuter öfters zu Gesicht.
Zu den insgesamt acht verschiedenen Alien-Rassen kann man, dank der Diplomatie-Option, Kontakt aufnehmen. Leider wird dem Spieler hierbei nicht viel Freiraum gelassen, es beschränkt sich auf diverse Freund/Feind-Einstellungen.
Spielspaß
X2 richtet sich definitiv nicht an Spieler, die schnell mal eine halbe Stunde durchs Weltall schippern wollen. Zu Beginn fühlt man sich im riesigen Universum richtig verloren, da man sich ohne das nötige Kleingeld den Zeitbeschleuniger nicht leisten kann. Bei einer ereignislosen Flugdauer, die nie aufzuhören scheint, sackt der Spielspaß deutlich in den Keller.Hat man diese Zeit erst einmal hinter sich gebracht, wird der Spieler spätestens beim nächsten Schiffskauf, Upgrade oder Stationserwerb belohnt. Ab jetzt fängt X2 richtig an Spaß zu machen. Wenn man überlegt, dass die Spielzeit sogar mehr als 100 Stunden betragen kann, ist die langweilige Anfangsphase schnell vergessen.
Steuerung
X2 wird mit Maus und Tastatur gespielt, mehr Spaß bringt es allerdings mit Gamepad oder einem Joystick. Auf das Keyboard kann allerdings nicht verzichtet werden, denn die Planung der Routen und vieles andere werden über ein sehr verzwicktes und nicht gerade fehlerfreies Menüsystem verwaltet.Leider wird komplett auf Maussteuerung in dem Menüs und Optionen verzichtet. Man muss mit der Tastatur navigieren und einstellen, welches sehr nervig ist und viel Geduld und Eingewöhnung kostet, vor allem im Spiel.
Grafik und Sound
Die Charaktere sind zwar sehr detailliert, dennoch lässt die Animation zu wünschen übrig. Schiffe und Stationen sehen sehr gut aus, während Anflüge und der Andock-Vorgang auf Dauer sehr nervig werden. Geniale Licht- und Schatteneffekte sieht man selten und leider werden diese öfters durch kleine grafische Fehler gestört. Um in den vollen Grafikgenuss von X2 kommen zu können, muss man schon mindestens einen G5 mit 256MB-Grafikkarte sein Eigen nennen können. Und das erstaunlicherweise bei einem Spiel, welches schon vor über 2 Jahre in der PC-Welt erschienen ist.Auf meinem G5 mit 1.8 Ghz und ATi Radeon 9600XT mit 128MB RAM war X2 bei höchsten Einstellungen unspielbar, bei mittleren Werten jedoch wunderbar.
Zum Ton kann man sagen, dass die Sprachausgabe im Großen und Ganzen gut ist, leider fehlt wie erwähnt die Lippensynchronisation. Die Soundeffekte sind ein wenig seicht geraten und die Hintergrundmusik setzt zu selten und unpassend ein.
Fazit
Wenn man an X2 - Die Bedrohung Freude haben will, sollte der Spieler neben dem passenden Rechner sehr viel Zeit mitbringen, denn besonders zu Beginn kommt man ziemlich langsam voran. Die Langzeitmotivation kommt im Laufe des Spiels durch die grandiose Freiheit, egal ob man Kämpfen, Handeln oder Bauen will, alles ist möglich, von ganz alleine.Leider musste die Story als Rahmenhandlung herhalten, da wäre sicherlich mehr drin gewesen. Auch hätte ein Mauszeiger die komplizierten Menüs erspart.
Eingefleischte Fans des Genres oder Anhänger des X-Universums werden trotzdem auf jeden Fall ihre Freude daran haben. Wer jedoch auf Action und Spannung steht, sollte lieber die Finger davon lassen.

POSITIV
- riesiges Universum
- große Handlungsfreiheit
- lange Spieldauer
- große Handlungsfreiheit
- lange Spieldauer
NEGATIV
- schlechte Präsentation der Story
- mangelhaftes Menüdesign
- langer Spieleinstieg
- mangelhaftes Menüdesign
- langer Spieleinstieg
82%
Grafik:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
Sound:
Netzwerkspiel:
Schwierigkeit:
gut
gut
(n.v.)
mittel
gut
(n.v.)
mittel
| MINIMUM | STANDARD | OPTIMUM | TESTRECHNER |
| G4 1,25 Ghz 256 MB RAM 2 GB Festplatte 32 MB Grafikkarte Mac OS X 10.2 |
G4 1,42 Ghz 512 MB RAM 64 MB Grafikkarte Mac OS X 10.3 |
G5 2 Ghz 1024 MB RAM 256 MB Grafikkarte Mac OS X 10.4 |
G5 1,8 Ghz 1280 MB RAM Radeon 9600XT Mac OS X 10.4.1 |
* Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt als der Artikel geschrieben wurde. Eventuell stehen auf der Homepage des Herausgebers bzw. Entwicklers Updates für "X2 - Die Bedrohung" bereit.





