IM FOKUS






FORUM AKTUELL
» weitere aktuelle Themen
Werbung

Boot Camp

von Florian

Mit Ankündigung der Intel-basierenden Macs kam von vielen Mac-Usern die Frage, ob man denn auf diesen neuen Macs auch Windows installieren könne. Dies schien Anfangs sehr schwierig, da die neuen Macs das neuartige EFI statt dem veralteten BIOS verwenden. Das EFI wird allerdings von Windows nicht unterstützt.

Erstmals gelang es Hackern Mitte März diesen Jahres Windows zu installieren, diese Methode ist aber recht kompliziert. Außerdem gibt es für den Grafikchip in MacBook Pro und iMac offiziell keine Treiber. Somit ist diese Variante nicht für Spiele geeignet.

Am 5. April veröffentlichte Apple das bisher kostenlose Tool Boot Camp, einen Tag zuvor wurde eine neue Firmware für Intel-Macs zum Download bereitgestellt. Damit wurde es möglich, Windows XP auf einem Intel-Mac zu installieren, nur wesentlich komfortabler als die inoffizielle Variante.

Mit dem Tool Boot Camp lässt sich eine vorhandene Festplatte in eine Mac- und eine PC-Partition aufteilen. Des weiteren brennt Boot Camp eine auf den Rechner zugeschnittene Windows XP Treiber-CD. Mit Apple Lösung funktionieren (fast) alles, Airport/Bluetooth, Ethernet, USB, Firewire, Tastatur und Maus gehen. Zur Freude aller Gamer funktioniert auch der Treiber für die Grafikkarte Problemlos.




Kurz: Boot Camp ist ein sehr einfaches und funktionstüchtiges Tool um Windows zu booten. Es sind keine komplizierten Vorgänge notwendig, nach Installation des Firmware-Updates kann eine Windows XP CD einfach in das Laufwerk gelegt und mittels ALT-Taste beim Start ausgewählt werden – von so einem Bootloader können sich die Varianten für Linux eine Scheibe abschneiden.



Viele wird bestimmt interessieren, ob ihr Lieblings-PC-Spiel auf dem iMac läuft oder ob es einen Performance-Unterschied zwischen Mac OS X und Windows XP gibt. Hier zuerst einige Benchmarks zum Vergleich zwischen Mac OS X und Windows XP 2:



Die Intel-basierenden Macs sind hervorragend zu Spielen geeignet wie die folgenden Tests zeigen:





Bei nativer Auflösung des Displays und höchsten grafischen Einstellungen bleibt Counterstrike Source spielbar, bei Herabsetzung der Grafikeinstellungen steigt die Framerate stark an. So sind iMac und MacBook Pro auch in der nächsten Zeit noch zum Spielen zu gebrauchen. Des Weiteren laufen auch Spiele wie GTA - San Andreas, Total Overdose oder Need for Speed - Most Wanted bei ansehnlicher Grafik mit einer guten Framerate.

Fazit

Auch wenn viele Mac Benutzer durch die Vorstellung von Boot Camp verwundert wurden, ist es für diese, die gerne Spielen, ein Segen: Endlich laufen alle Spiele, auf deren Portierung man lange vergeblich warten musste. Allerdings hat Boot Camp auch seine Schattenseiten: Dem Mac-Spiele Markt wird erheblich geschadet. Außerdem muss man als Mac-User fortan einen Virenscanner auf seinem Windows-Mac installiert haben, wenn man mehr tun will, als nur zu spielen.

Letztlich muss es jeder für sich entscheiden, ob er auf seinem Mac Windows installieren möchte. Wenn man erstmal GTA, Half Life & Co. auf einem Mac gesehen hat, dann werden wohl nur wenige widerstehen.

Testrechner: iMac Intel Core Duo 1,83 Ghz, ATI Radeon X1600 mit 128 MB RAM und Mac OS X 10.4.6


Weitere Informationen

Apple: Boot Camp
G4M: Spiele-Entwickler über Boot Camp