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Parallels 3 - Windows und Mac OS nebeneinander nutzen
Autor: Dirk
Als Apple im Januar 2006 die ersten Intel-Macs herausbrachte, wurden nur kurze Zeit später Preise dafür ausgesprochen, wer es schaffte, einen Mac nativ unter Windows booten zu lassen. Doch bevor dies geschah, gab es bereits erste Beta-Versionen der Virtualisierungslösung Parallels. Nun ist Version 3 von Parallels erschienen und als das wahrscheinlich wichtigste Feature ist die Unterstützung für 3D-Software zu nennen.
Die im Test verwendete 100 GB NTFS Partition wurde ohne Probleme erkannt und eingebunden. Das einzige, was noch getan werden musste, war, das entsprechende System anzugeben, damit die Treiber installiert werden können, die benötigt werden, um Features wie den so genannten Coherence Mode, auf den wir später eingehen werden, nutzen zu können. Diese stören einen späteren Boot von Windows nicht, da sie nur geladen werden, sobald sie gebraucht werden.
Der erste Start war jedoch problematisch, da die Maus nicht erkannt wurde. Hierzu muss nur der Guest PC abgeschaltet werden und erneut gestartet werden. Beim Einloggen jedoch zeigte sich das nächste Problem: da Parallels eine andere Hardware zeigt (bis zu 64 MB VRAM und maximal 1,5 GB RAM), als Windows bisher nutzte (512MB VRAM und 4 GB RAM), musste die Windows Installation erneut aktiviert werden. Dies geschieht problemlos über das Internet, indem man den entsprechenden Button anklickt und den Aktivierungsvorgang startet. Kurze Zeit später ist Windows aktiviert und frei nutzbar. Wer jetzt fürchtet, seine Aktivierung für Boot Camp verloren zu haben, kann aufatmen: beide Aktivierungen laufen ruhig nebeneinander her, so dass man wählen kann, ob man lieber Boot Camp oder die Virtualisierung nutzen möchte.
Counter Strike 1.6, Condition Zero + Deleted Scenes
Die wohl bekannteste Half-Life Mod funktioniert ohne größere Probleme unter Parallels. Die Geschwindigkeit im Spiel gleicht beinahe der Performance bei einem Start unter Boot Camp. Einige kleine Grafikfehler stören jedoch den Genuss. So gibt es in der rechten unteren Ecke einen Fehler, bei dem das Körpermodell zu früh aufhört und somit das Modell der Waffen samt Arm teilweise verschwindet.
Tactical Ops - Assault on Terror
Während Tactical Ops noch als Mod auf PowerPCs mit Hilfe der Unreal Tournament X Beta lief, ist die Performance auf Intel-Macs kaum noch zu gebrauchen. Ein Singleplayer-Match brachte es unter Parallels auf circa 150-250 FPS durchschnittlich. Somit kann das Spiel ohne Probleme unter Parallels gespielt werden. Aufgrund dessen, dass Tactical Ops auf Unreal Tournament basiert, kann man davon ausgehen, dass UT ebenfalls mit der gleichen Performance spielbar ist.
Max Payne 2
Der Nachfolger des auf dem Mac erschienenen Max Payne hat bereits Probleme mit der maximalen Begrenzung des Video-Speichers auf 64 MB. Selbst wenn man die Textur-Einstellungen auf das niedrigste setzt, reicht dies nicht aus, da immer noch 67 MB VRAM vom Spiel aus benötigt werden. Somit würde das Spiel noch langsamer laufen. Es müssen also noch mehr Einstellungen, wie zum Beispiel Schatteneffekte, verringert werden. Leider gibt es kleinere Grafikanomalien die den Spielgenuss einschränken können und das obwohl Max Payne 2 laut Release Notes unterstützt wird!
Half-Life 2 und Counter Strike - Source
Hier gibt es erste Probleme bei der Kompatibilität. Während die Spiele starten, gibt es das VALVE-Intro nicht zu sehen. Außerdem stellt sich das Spiel automatisch auf eine andere Auflösung ein. Während das Hauptmenü von Half-Life 2 sehr stockend läuft, ist das Intro äußerst flüssig. Auch das Hauptspiel ist spielbar, jedoch gibt es einen Bug bei dem in der Skybox (dem Himmel) ein großes weißes Quadrat sichtbar ist. Guckt man nun in die Richtung dieses Feldes, sinkt die Zahl der Frames rapide ab.
Eine außerordentlich schlechte Idee ist es, den Video Stress Test aus Counter Strike Source ausführen zu lassen. Hierbei scheint die Virtualisierung vollkommen überfordert zu sein. Der Test läuft äußerst langsam ab bzw. bricht ganz ab. Dies kann jedoch am fehlenden DirectX 9 Support liegen, da beide Spiele darauf optimiert sind. Die Technologie Demo Lost Coast startet gar nicht erst, da entsprechende Hardware fehlt.
Battlefield 2, Command & Conquer 3 Tiberium Wars,
Sherlock Holmes 2 und 3 sowie The Movies
Diese Spiele hingegen starten gar nicht erst oder haben schwere Darstellungsfehler. All diese Spiele haben als Mindestanforderung Direct X 9.0c, was die aktuelle Schwierigkeit beim Spielen unter Parallels aufzeigt: neuere Spiele nutzen DirectX 9 oder gar 10, wer also aktuelle Spiele spielen möchte, benötigt weiterhin Windows mit Hilfe von Boot Camp, da Parallels derart neue Standards nicht unterstützt.
Wer plant, Spiele unter Parallels zu spielen, sollte auf den Coherence Mode verzichten, da Spiele dabei den Bildschirm nicht komplett einnehmen und die Mac OS X Menüleiste sichtbar bleibt, weshalb die gestartete Software etwas nach unten rückt, und nicht alles sichtbar ist.
Als erstes testen wir die Einstellungen, bei denen wir als Auflösung 1600x1200 Pixel verwenden, eine Farbtiefe von 32bit, Vertex Lightning, hohe Geometrische Details sowie eine Textur Qualität von 32bit und einen Trilinearen Textur Filter.

Doch wie kommt es zu derart differenzierenden Ergebnissen? Zum einen können wir dem Grafikspeicher nur 64 MB zuteilen. Weiterhin kann Parallels nur einen Prozessor ausnutzen – der Vollständigkeit halber muss jedoch gesagt werden, das Windows XP in der Home Version ebenfalls nur einen Prozessor unterstützt, daher sollten Nutzer dort keinen Unterschied spüren. Unter Mac OS X haben wir den Dual-Core-Support von Quake 3 der Fairness halber deaktiviert. Insgesamt wird nur DirectX 8.1 wirklich unterstützt, weshalb einige neue DirectX 9 Spiele oftmals nur eingeschränkt oder erst gar nicht funktionieren.
Migration vom Boot Camp zur Virtualisierung
Wer bisher Windows jedesmal gebootet hat, hat es unglaublich einfach, die extra Partition in Parallels einzubinden: Das Programm findet sie beim ersten Start automatisch und tut alles Nötige, um die Boot Camp Festplatte direkt nutzen zu können.Die im Test verwendete 100 GB NTFS Partition wurde ohne Probleme erkannt und eingebunden. Das einzige, was noch getan werden musste, war, das entsprechende System anzugeben, damit die Treiber installiert werden können, die benötigt werden, um Features wie den so genannten Coherence Mode, auf den wir später eingehen werden, nutzen zu können. Diese stören einen späteren Boot von Windows nicht, da sie nur geladen werden, sobald sie gebraucht werden.
Der erste Start war jedoch problematisch, da die Maus nicht erkannt wurde. Hierzu muss nur der Guest PC abgeschaltet werden und erneut gestartet werden. Beim Einloggen jedoch zeigte sich das nächste Problem: da Parallels eine andere Hardware zeigt (bis zu 64 MB VRAM und maximal 1,5 GB RAM), als Windows bisher nutzte (512MB VRAM und 4 GB RAM), musste die Windows Installation erneut aktiviert werden. Dies geschieht problemlos über das Internet, indem man den entsprechenden Button anklickt und den Aktivierungsvorgang startet. Kurze Zeit später ist Windows aktiviert und frei nutzbar. Wer jetzt fürchtet, seine Aktivierung für Boot Camp verloren zu haben, kann aufatmen: beide Aktivierungen laufen ruhig nebeneinander her, so dass man wählen kann, ob man lieber Boot Camp oder die Virtualisierung nutzen möchte.
Coherence – Windows-Programme ohne Windows-Schreibtisch
Ein besonders prestigeträchtiges Feature in Parallels ist der sogenannte Coherence Mode. Wer es nicht mag, einen Extra Schreibtisch von Windows neben dem von Mac OS X zu sehen, schaltet nach erfolgter Parallels Tools Installation per Knofpdruck in den Coherence Mode um. Somit verschwindet der Windows Desktop und man hat die Windows Programme direkt auf dem Mac OS X Schreibtisch. Die Start-Leiste kann angezeigt werden, oder aber auch nur das Start-Menü sobald man das Parallels Icon anklickt. Zudem ist es nun auch möglich, Windows Applikationen „normal“ ins Dock zu legen und von dort aus zu starten.Die Daten aus Mac OS X in Windows bekommen und umgekehrt
Da FAT-Partitionen nur bis zu 32 GB groß sein können und Mac OS X zur Zeit nicht auf NTFS-Laufwerke schreiben kann, ist es für den Nutzer von Boot Camp zur Zeit eine Schwierigkeit, entsprechende Dateien auf das Windows-System zu bringen, sofern er keinen zweiten Rechner besitzt. In Parallels ist es möglich, per Drag-&-Drop die Dateien auf den Schreibtisch oder in den entsprechenden Ordner zu legen. Parallels nutzt dafür das FUSEFS, welches ursprünglich von Linux Systemen abstammt und erst seit kurzer Zeti für den Mac existiert. Es erlaubt den Austausch zwischen fast allen großen Filesystems.Neu in Parallels 3 – 3D-Support
Mit Parallels 3 ist einer der größten Wünsche für die Nutzer in Erfüllung gegangen. Endlich ist es möglich, Windows-Spiele ohne Neustart auf dem Mac spielen zu können. Jedoch ist der DirectX Support bisher begrenzt. Während der DirectX Support bei der Version 8.1 noch eingeschränkt ist, fehlt er bei Direct X 9 und 10 ganz. Einige Erfahrungsberichte:Counter Strike 1.6, Condition Zero + Deleted Scenes
Die wohl bekannteste Half-Life Mod funktioniert ohne größere Probleme unter Parallels. Die Geschwindigkeit im Spiel gleicht beinahe der Performance bei einem Start unter Boot Camp. Einige kleine Grafikfehler stören jedoch den Genuss. So gibt es in der rechten unteren Ecke einen Fehler, bei dem das Körpermodell zu früh aufhört und somit das Modell der Waffen samt Arm teilweise verschwindet.
Tactical Ops - Assault on Terror
Während Tactical Ops noch als Mod auf PowerPCs mit Hilfe der Unreal Tournament X Beta lief, ist die Performance auf Intel-Macs kaum noch zu gebrauchen. Ein Singleplayer-Match brachte es unter Parallels auf circa 150-250 FPS durchschnittlich. Somit kann das Spiel ohne Probleme unter Parallels gespielt werden. Aufgrund dessen, dass Tactical Ops auf Unreal Tournament basiert, kann man davon ausgehen, dass UT ebenfalls mit der gleichen Performance spielbar ist.
Max Payne 2
Der Nachfolger des auf dem Mac erschienenen Max Payne hat bereits Probleme mit der maximalen Begrenzung des Video-Speichers auf 64 MB. Selbst wenn man die Textur-Einstellungen auf das niedrigste setzt, reicht dies nicht aus, da immer noch 67 MB VRAM vom Spiel aus benötigt werden. Somit würde das Spiel noch langsamer laufen. Es müssen also noch mehr Einstellungen, wie zum Beispiel Schatteneffekte, verringert werden. Leider gibt es kleinere Grafikanomalien die den Spielgenuss einschränken können und das obwohl Max Payne 2 laut Release Notes unterstützt wird!
Half-Life 2 und Counter Strike - Source
Hier gibt es erste Probleme bei der Kompatibilität. Während die Spiele starten, gibt es das VALVE-Intro nicht zu sehen. Außerdem stellt sich das Spiel automatisch auf eine andere Auflösung ein. Während das Hauptmenü von Half-Life 2 sehr stockend läuft, ist das Intro äußerst flüssig. Auch das Hauptspiel ist spielbar, jedoch gibt es einen Bug bei dem in der Skybox (dem Himmel) ein großes weißes Quadrat sichtbar ist. Guckt man nun in die Richtung dieses Feldes, sinkt die Zahl der Frames rapide ab.
Eine außerordentlich schlechte Idee ist es, den Video Stress Test aus Counter Strike Source ausführen zu lassen. Hierbei scheint die Virtualisierung vollkommen überfordert zu sein. Der Test läuft äußerst langsam ab bzw. bricht ganz ab. Dies kann jedoch am fehlenden DirectX 9 Support liegen, da beide Spiele darauf optimiert sind. Die Technologie Demo Lost Coast startet gar nicht erst, da entsprechende Hardware fehlt.
Battlefield 2, Command & Conquer 3 Tiberium Wars,
Sherlock Holmes 2 und 3 sowie The Movies
Diese Spiele hingegen starten gar nicht erst oder haben schwere Darstellungsfehler. All diese Spiele haben als Mindestanforderung Direct X 9.0c, was die aktuelle Schwierigkeit beim Spielen unter Parallels aufzeigt: neuere Spiele nutzen DirectX 9 oder gar 10, wer also aktuelle Spiele spielen möchte, benötigt weiterhin Windows mit Hilfe von Boot Camp, da Parallels derart neue Standards nicht unterstützt.
Wer plant, Spiele unter Parallels zu spielen, sollte auf den Coherence Mode verzichten, da Spiele dabei den Bildschirm nicht komplett einnehmen und die Mac OS X Menüleiste sichtbar bleibt, weshalb die gestartete Software etwas nach unten rückt, und nicht alles sichtbar ist.
Der beinahe ungerechte Vergleich – Quake 3 im Belastungstest
Da aber jeder ein anderes Gefühl für Spielbarkeit hat, wollen wir einmal versuchen dies alles in Zahlen darzustellen. Dazu soll uns der aktuelle ioquake3 Release (1.34rc3) dienen. Als Testhardware stand uns hier zur Verfügung: MacPro 2x3 GHz, 4GB RAM, ATi Radeon 1900XT mit 512MB VRAM und Windows XP Professional (SP2) sowie Mac OS X 10.4.9.Als erstes testen wir die Einstellungen, bei denen wir als Auflösung 1600x1200 Pixel verwenden, eine Farbtiefe von 32bit, Vertex Lightning, hohe Geometrische Details sowie eine Textur Qualität von 32bit und einen Trilinearen Textur Filter.

Doch wie kommt es zu derart differenzierenden Ergebnissen? Zum einen können wir dem Grafikspeicher nur 64 MB zuteilen. Weiterhin kann Parallels nur einen Prozessor ausnutzen – der Vollständigkeit halber muss jedoch gesagt werden, das Windows XP in der Home Version ebenfalls nur einen Prozessor unterstützt, daher sollten Nutzer dort keinen Unterschied spüren. Unter Mac OS X haben wir den Dual-Core-Support von Quake 3 der Fairness halber deaktiviert. Insgesamt wird nur DirectX 8.1 wirklich unterstützt, weshalb einige neue DirectX 9 Spiele oftmals nur eingeschränkt oder erst gar nicht funktionieren.






