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Test-Tagebuch: Electronic Arts Mac-Spiele
Autor: Harald

M&M Trading – Ihr Apple Premium Reseller
Kontakt zum Autor | Test-Tagebuch Forum für Fragen und Anregungen
Donnerstag, 17. April 2008
Spiel: Madden NFL 08Patch 0942 (Download)
Englischkenntnisse: Unbekannt
Das dürfte jetzt wohl der kürzeste Test der Geschichte werden, denn es wird keinen geben. Madden NFL 08 brachte es bei insgesamt sieben Versuchen auf zusammen gerade mal vier Minuten Spielzeit. Dann ereilte das Spiel der "Gefriertod". Trotz Patch und immer in anderen Momenten. Mal direkt beim Start, dann mitten im Menü und während des Spiels. Unvorbereitet und kompromisslos zeigt mir Madden die rote Karte. So wird es Zeit für ein Gesamtfazit.
Electronic Arts hat eine gute Entscheidung mit Cider getroffen, aber das Prinzip nicht verstanden. Denn diese Technologie ist nichts anderes als eine Portierungsbasis. Sie nimmt den Programmierern eine ganze Menge Arbeit bei der Umsetzung ab, aber Cider hört da auf, wo der Spaß erst anfängt. Und der Spaß heißt schlicht und einfach Optimierung. Da fehlt es aber bei den EA-Titeln an allen Ecken und Enden. Dabei dürfen wir uns keiner Illusion hingeben. Cider hat hohe Hardwareansprüche und die sind nicht weg zu optimieren. Das die Mühe lohnt, sieht man aber gerade bei Spielen wie "Heroes of Might and Magic V", welches bislang ohne Probleme und lange Ladezeiten in der höchsten Auflösung klaglos seinen Dienst verrichtet. Lange mussten wir darauf warten und nun wissen wir warum. Was bleibt sind Wünsche. Der Wunsch, dass Electronic Arts verstanden hat, worauf es bei Mac-Portierungen ankommt und in Zukunft sorgfältiger zu Werke geht oder Firmen mit dem notwendigen Know-how enger miteinbezieht. Sollte EA irgendwann verstehen, dass Mac-Portierungen eine Chance sind, sich einen immer stärker werdenden Markt mit einem nicht zu unterschätzenden Zukunftspotential zu erschließen und diese Chance auch mit der nötigen Sorgfalt nutzt, findet der Marktriese in uns dankbare Käufer.
Damit schließt dieses Testertagebuch. Ich hoffe, ihr hattet Freude an der etwas ungewöhnlichen Art von Testberichten. Ich bin jetzt jedenfalls reif für die Insel und begebe mich mit der nächsten Aufgabe "Die Sims - Inselgeschichten" genau auf eine solche. Da fällt mir ein, das Spiel ist ja auch von EA!
» Forum: 17. Tag | Madden zeigt die rote Karte
Dienstag, 15. April 2008
Spiel: Tiger Woods PGA Tour 08Englischkenntnisse: Anfänger
Ein Sprichtwort sagt: "Wer es allen recht machen will, wird am Ende alleine stehen." Das trifft auf Tiger Woods PGA Tour 08 wirklich nicht zu. Die Entwickler haben sich alle Mühe gegeben, sowohl Einsteiger als auch Golfprofis mit ins Boot zu nehmen und sofern ich das beurteilen kann, ist es gelungen. Wer es einfach liebt, sucht sich einen vorgefertigten Spieler aus und trainiert mit der 2-Click Steuerung. Dabei werden sowohl der bestmögliche Schläger, als auch die Schlagvariante und die optimale Richtung vorgegeben. Auch der Wind spielt keine Rolle. Alles was der Spieler noch machen muss, ist die linke Maustaste drücken, damit der Golfer Schwung holt und im richtigen Moment den Schlag bestimmten. Und wer vor lauter Bäumen die Fahne nicht mehr sieht, überfliegt ganz einfach das "Zielgebiet". Wer es etwas schwieriger mag, versucht sich mit der 3-Click Variante. Erschwerend kommt hier hinzu, dass der richtige Moment des Kontakts zwischen Schläger und Ball gewählt werden muss. Die Profis verlassen sich schließlich nur auf sich selbst. So darf die Schlägertasche mit Eisen nach eigener Wahl gefüllt werden und alle Entscheidungen, ob der Sportler mehr nach hinten bzw. nach vorne gebeut ist, welche Schlagvariante bevorzugt und welches Eisen dafür benutzt wird bleiben alleine dem Spieler überlassen. Dabei holt ihr Schwung, indem ihr die Maus zu euch hin führt und dann eine schnelle Bewegung von euch weg macht. Sogar leichtes "zur Seite ziehen" ist so problemlos möglich. Übrigens werden auch Gamepads unterstützt!
Natürlich seid ihr nicht nur auf eine Trainingsrunde beschränkt. Während das schnelle Spiel einen unkomplizierten Einstieg in das Turnierleben ermöglicht, verwöhnt euch PGA Tour mit einem umfangreichen und ausgeklügelten System. Über eine komplette Saison absolviert ihr alle großen Turniere inklusive der US-Masters. Dabei absolviert ihr aber zusätzlich im Tiger Challenge Modus einige in Hexfeldern angeordnete Zusatzmissionen, um überhaupt an den Turnieren teilnehmen zu dürfen. Diese Aufgaben lauten "Schlage den Ball weiter als alle Konkurrenten" oder "Putte den Ball mit maximal drei Schlägen ein". Ebenfalls nett ist das Shot-Confidence-System. Mit den Erfahrungen der vorherigen Kurse und Löcher erwirbt der Golfprofi ein gewisses Maß an Selbstvertrauen oder vermasselt durch Nervosität Schläge leichter. So gefährlich diese Idee auch ist, immerhin kann die Balance dadurch schnell kippen, kann das entstandene Handicap durch ein paar gute Schläge auch schnell wieder aufgehoben werden. Recht so! Besonders gelungene Schläge dürfen anschließend noch einmal mittels der automatischen Replay-Funktion bewundert werden.
Jetzt, mit fortgeschrittener Testzeit möchte ich gerne noch etwas zur Grafik loswerden. Auch mit mittleren Grafikdetails ist die Präsentation noch sehr gelungen. Die Animationen der Golfer sind flüssig und die Emotionen stehen den Sportlern deutlich im Gesicht geschrieben. Auch die Kurse sind sehr realistisch und schön umgesetzt.



So wird es mal wieder Zeit für ein Fazit:
Auch wenn Tiger Woods PGA Tour 08 eindeutig nicht Performance-optimiert wurde, macht es mit etwas reduzierten Grafikeinstellungen noch eine Menge her. Das Spiel hat einige schöne Ideen und lockt durch einen leichten Einstieg auch Neulinge auf das Grün. Der Tiger Challenge Modus ist das ideale Mittel, die Motivation hochzuhalten und die Präsentation wirkt sehr professionell. Zudem ist das Spiel ideal als Tagesabschluss, denn man kann dabei wunderbar "abschalten" und relaxen. Wer erwachsene Golfspiele mag und über einen schnellen Rechner verfügt, darf hier ohne Reue einlochen.
Mal was anderes!
Da sind wir doch fast schon am Ende unseres Testertagebuchs. Aber wie heißt es so schön? "Einen hab ich noch!" Und so wird es am Ende mit Madden NFL 08 noch einmal so richtig schön taktisch. Ich freu mich drauf!» Forum: 16. Tag | Erfahrungen mit Tiger Woods
Sonntag, 13. April 2008
Spiel: Tiger Woods PGA Tour 08Englischkenntnisse: Anfänger
Es ist schon eine komische Sache mit Tiger Woods. Nicht das ich seine Karriere sonderlich verfolgen würde oder auch sonst einen Bezug zu diesem Sport hätte. Und doch kreuzen sich die Wege des Ausnahmesportlers mit den meinen Jahr für Jahr. Zumindest virtuell am Computer bzw. an den Konsolen. Schuld daran hat Electronic Arts, die im Jahresrhythmus eine Neuauflage ihrer ausgezeichneten Golfsimulation "Tiger Woods PGA Tour" auf den Markt bringen. Der neuste Ableger mit der "08" am Ende liegt nun zum zweiten Mal in meinen Fingern und natürlich bin ich gespannt, wie sich die Mac-Version gegenüber der Playstation 3 und Xbox 360 Fassung schlägt.
EA hat die Entwicklung diesmal in die Hände des EA-Tiburon Studios gelegt, welche bislang für die "Madden NFL"- und "NASCAR"-Serie verantwortlich waren. Damit begegnete man wohl der immer lauter werdenden Kritik, das Spiel biete keine Neuerungen und sei "festgefahren". Nun muss man fairerweise auch sagen, dass es nicht einfach ist, einen so ausgereiften Titel noch großartig mit innovativen Neuerungen zu spicken, möchte man nicht in eine völlig andere Richtung wie beispielsweise bei Mario Golf abdriften. Und so bietet auch dieser Golfableger alles was das Herz begehrt: Einen umfangreichen Karrieremodus, Tiger Challenge mit Herausforderungen, einen sehr guten Editor, viele bekannte Golfstars beiderlei Geschlechts, zahlreiche Originalkurse, die PGA Tour und der Fedex-Cup sowie die mittlerweile obligatorische Onlinefunktion.
Doch richten wir unser Augenmerk zunächst einmal auf die Frage der Performance: Hier überrascht Tiger Woods in mancherlei Hinsicht. Zum Einen erfreut die bislang kürzeste Ladezeit. Gerade mal 40 Sekunden "Bedenkzeit" braucht das Spiel, bis der eigentliche Ladeprozess beginnt. Das ist zwar im Vergleich zu anderen Spielen immer noch viel, bedenkt man aber, dass bislang alle anderen EA-Titel unserer kleinen Serie mit schwarzen Bildschirmen bis zu 90 Sekunden (Harry Potter) kämpfen mussten, ist das hier ein richtiger Fortschritt. Dann kommt die nächste Überraschung: Tiger Woods läuft auf dem neuen iMac langsamer als auf meinem MacBook Pro. Und das ist nur bei diesem Titel so! Ziehe ich alle Grafikdetails auf das Maximum, ist das Spiel auf dem iMac nicht mehr zu genießen. Eine einzige Ruckelorgie versaut einem den Spielspass binnen Minuten. Auf dem MacBook Pro hingegen kann man zumindest von einem halbwegs tollerierbaren Grafikaufbau sprechen, auch wenn wir noch weit von einer flüssigen Darstellung entfernt sind. Seltsame Sache das! Bei einer Auflösung von 1440x900 und von "sehr hoch" auf "hoch" reduzierte Grafikdetails erziele ich schließlich den besten Kompromiss aus schöner Optik und halbwegs flüssigem Bildaufbau. Denn ganz ruckelfrei ist auch dieser EA-Titel selbst bei minimalen Grafikdetails leider nicht.
Zu Beginn dürft ihr euch einen eigenen Golfer erstellen. Dabei wählt ihr aus bekannten Profis wie Vijay Sing oder John Daly ein "Muster" und verändert dies vom Aussehen über die Kleidung bis zum Handicap. Selbst die Augenbrauen dürft ihr nach Belieben zurecht rücken. Ärgerlich finde ich allerdings, dass ich nicht wie bei den Konsolen mittels Foto-Import mein eigenes Gesicht einfügen kann. Auch Online muss ich Einschränkungen hinnehmen. So darf ich zwar in das EA-GamerNet meine Rekorde mit denen anderer Spieler vergleichen, eigene Challenges per Video-Upload aber nicht einfügen. Warum EA sich für diese Einschränkung gegenüber der Konsolenfassung entschieden hat, ist mir ein Rätsel. Aber genug gemosert. Morgen schauen wir uns noch etwas die Spieloptionen und das Handling an. Denn auch beim Golf gilt: Erst das Spiel entscheidet.
Mal was anderes!
Ich hatte vor einiger Zeit mit Kollegen eine Diskussion zum Thema Spielerprofile. Da meinte ein Redakteur, der typische Unterschied zwischen PC- bzw. Mac-Spielern und Konsolen-Spielern sei der Wunsch, mit anderen gemeinsam das Game zu erleben. Gerade Konsolenspieler suchen verstärkt die Gemeinschaft und den zwischenmenschlichen Kontakt, während die erste Fraktion nur vereinzelt im LAN oder Internet miteinander spielt, so der Fachmann. Anfangs stellte ich diese These vehement in Frage, geriet dann aber mit der Zeit doch ins Wanken. Wie verhält es sich bei mir? Tatsächlich verbringe ich meine Spielstunden am Mac fast ausschließlich alleine, während ich gerade mit der XBox 360 oft und aktiv den Kontakt suche. Große Ausnahme dabei ist World of Warcraft. Das stimmt mich nachdenklich. Liegt es daran, dass der Onlinekontakt bei vielen Spielen auf dem Mac unbequemer ist als auf der Konsole? So muss ich beschämt zugeben, der gute Mann hat zumindest in meinem Fall recht. Wie ist das bei euch? Seid ihr eher Einzelspieler oder macht ein Spiel für euch erst dann richtig Spaß, wenn ihr es mit anderen genießt? Und wenn ihr Online geht, spielt ihr dann mehr mit einer Konsole oder dem Mac? Oder anders gefragt, hat der Mann recht?» Forum: 15. Tag | Tiger Woods 2008
Samstag, 12. April 2008
Spiel: Harry Potter und der Orden des PhönixEnglischkenntnisse: Fortgeschritten
Ah, da seid ihr ja wieder! Uns erwartet heute noch einmal etwas Zauberei. Und die ist in der Tat anders und neu. Denn während ihr zuvor immer den passenden Zauber automatisch angeboten bekommen habt, heißt es nun selbst denken! Das geht einfach mittels Zielauswahl und passender Mausbewegung. Das Spiel unterscheidet also deutlich zwischen einer Kreisbewegung oder einer horizontalen Mausfahrt. Aber keine Angst! Vergessliche Zeitgenossen schauen einfach in einer Liste nach und suchen nach der passenden Bewegung.
Größtes Manko war für mich die konfuse Handlung. Selbst Buchkenner und Cineasten dürften ihre Probleme haben, da die Entwickler nur kleine Teile der Geschichte zusammenhanglos aneinander gefügt haben. Ganz am Rande erfahre ich, dass Ron zum glücklosen Hüter des Quidditch-Teams von Gryffindor aufgestiegen ist und auch Mrs. Dolores Umbridge mit ihren sadistischen Einfällen werden nur angedeutet. Wenigstens hat man Harrys ersten Kuss im "Raum der Wünsche" schön eingefangen. Aber da hatte ich mir mehr versprochen.
Zeit für ein Fazit:
Harry Potters neustes Abenteuer ist optisch und spielerisch ausgereifter und erwachsener als die Vorgänger. Ältere wie auch jüngere Spieler werden sich wohlfühlen, zumal die gelungene Grafik und sehr gute Vertonung den geneigten User schnell in seinen Bann ziehen. Besonders die vielen kleinen Minispiele und die lebendige Umgebung lassen die Stunden geradezu verfliegen. Allerdings sollte man schon über ein ausreichendes Englischvokabular verfügen, da Harry Potter sehr dialoglastig ist. Wer Probleme mit dem starken britischen Akzent hat, hilft sich mit ausreichend lang eingeblendeten englischen Untertiteln weiter. Leider hat man sich im Spiel nicht an die eh schon stark geraffte Handlung gehalten und stattdessen ein uninspiriertes Durcheinander von Handlungsdetails aneinander gefügt, was Nichtkennern den Einstieg unmöglich macht und auch Kennern manch Fragezeichen ins Gesicht zaubern wird. Dennoch: Fans werden jede Menge Spass mit dem Spiel haben und sich wie ich in Hogwart zuhause fühlen!
» Forum: 14. Tag | Konfuse Story rund um Harry
Freitag, 11. April 2008
Spiel: Harry Potter und der Orden des PhönixEnglischkenntnisse: Fortgeschritten
Willkommen in Hogwarts! Keine Frage, das ist die Zauberschule wie wir sie lieben. So etwas erkennt man dank der mehr als gelungenen Grafik sofort. Tatsächlich haben sich die Entwickler diesmal wirklich an der Optik des Films orientiert und alle Personen, aber auch sämtliche Orte extrem detailliert umgesetzt. Der Schlafsaal, die riesige Brücke und natürlich die Treppe mit ihren beweglichen Aufgängen und den lebendigen Bildern laden zum Flanieren und Staunen ein. Ja, dieses Spiel ist die bisher detaillierteste und atmosphärischste Umsetzung der Serie. Auch die Stimmen entsprechen denen, der englischen Original-Schauspieler. Und diese machen ihren Job mehr als ordentlich. Jeder Dialog passt und wird engagiert und gekonnt umgesetzt. Dabei hat man, entgegen zu Filmumsetzungen wie "Der goldene Kompass", komplett auf Filmeinspielungen verzichtet und setzt stattdessen auf die Ingame-Grafik. Aber was ist mit der Geschichte?
Die ist in der Tat für unkundige verwirrend. Nachdem Harry zu Beginn den Angriff der Dementoren auf Dudley Dursley vereitelt hat, springt die Szene ohne weitere Erklärungen auf das Haus Nummer 12 am Grimmauldplatz. Hier, im Herzen des Phönix-Ordens warten bereits Hermine, Ron und Harrys Pate auf den Zauberschüler. Beide Mitschüler rücken Harry übrigens meistens nicht von der Seite. Hier, in den schützen Mauern des Ordens lerne ich meine ersten Magiefähigkeiten. Koffer mit "Wingardium Leviosa" packen, "Depulso" um das Zimmer aufzuräumen usw. Dabei gibt mir eine abgebildete Computermaus das Signal, die linke Maustaste im richtigen Moment zu drücken und dabei wild mit dem Nager umherzufahren. Kurz darauf finde ich mich, ebenfalls ohne Erklärung, in Hogwarts wieder. Was folgt ist Laufarbeit. Aber was muss ich eigentlich tun? Kein Hinweis und keine Erklärung helfen mir weiter. Aber das ist mir erst mal egal und den Programmierern anscheinend auch. Denn die haben Hogwarts mit so viel Liebe und Details umgesetzt, dass ein Fan erst mal stundenlang durch die Gänge läuft, seine Mitschüler belauscht oder sich gar im Schachspiel mit ihnen misst. Ja, auch das geht! In diesem Spiel wurde nämlich eine richtige Schachengine mit animierten Figuren und frei drehbarem Schachbrett eingebettet. Zugegeben, die Mitschüler sind für halbwegs geübte Spieler keine Herausforderung, aber immerhin! Und auch darüber hinaus finden sich an allen Ecken kleine "zauberhafte" Minispiele. Erinnert ihr euch noch an den Zauberspruch "Depulso" von vorhin? Mit diesem gilt es zum Beispiel das durcheinander geratene Bild eines ehemaligen Direktors wieder zu ordnen. Das funktioniert dann wie ein Puzzle. Nur das wir die Bildteile mit Hilfe unserer Zauberfähigkeiten zurechtrücken. So vergehen Stunden bis ich mich entscheide Dubledores Armee zum Leben zu erwecken. Und nun nimmt die Geschichte ihren Lauf. Harry muss alle 28 Mitglieder der Armee im Schloss aufspüren und bei ihren Aufgaben halfen. Erst dann kommen die Schüler im "Raum der Wünsche" zu Harrys Zauberunterricht.
Damit wir die Orientierung nicht verlieren, greifen wir auf "die Karte des Rumtreibers" zurück. Auf diesem magischen Pergament wählen wir Orte oder Personen aus. Daraufhin weisen Harrys Fußabdrücke auf dem Boden den Weg zum Ziel. Dennoch bleibt die Lauferei das größte Manko und nimmt nicht nur Tempo und Spannung aus dem Spiel, sondern kostet auch unnötig viel Zeit. Nur die bereits erwähnten Minispiele lockern die Lauferei etwas auf und bringen nebenbei auch noch Bonuspunkte. Damit steigt Harrys Magiestärke. Zudem werden Making-of-Filme freigeschaltet. Erst nach etlichen Stunden entdeckt Harry mehr und mehr Geheimgänge was die Lauferei deutlich abkürzt. Aber was ist denn nun mit der Geschichte? Langsam Freunde – Morgen ist auch noch ein Tag!



Mal was anderes!
Was begeistert mich an Spielen? Kurz gesagt: Es sind die Geschichten. Ein Spiel zieht mich dann in seinen Bann, wenn die Story glaubwürdig und spannend inszeniert ist. Nur warum klappt das so selten mit Filmumsetzungen? Gerade hier sollte man doch von einer gut gestalteten und durchdachten Story ausgehen. Und dennoch erinnere ich mich lieber mit einer wohligen Gänsehaut an Wing Commander, als an diese vielen Versuche einer Filmportierung. Vielleicht passen Film und Spiel doch nicht zusammen. Vielleicht sind die Anforderungen, die Dynamik und der Spannungsbogen in einem Spiel doch grundverschieden? Welche Spielgeschichten haben euch gefesselt und warum? Ich freue mich auf eure Erfahrungen!» Forum: 13. Tag | Willkommen in Hogwarts!
Dienstag, 7. April 2008
Spiel: Harry Potter und der Orden des PhönixEnglischkenntnisse: Fortgeschritten
Jetzt wird es zauberhaft! "Harry Potter und der Orden des Phönix" ist die Versoftung zum fünften Band der Buchreihe von Joanne K. Rowling. Der Roman wurde 2003 erstmals veröffentlicht und verkaufte sich in aller Welt mittlerweile was-weis-ich-wieviel-Millionen mal. Wahrscheinlich kennt jeder halbwegs interessierte Spieler die Geschichte, sodass ich mir Einzelheiten dazu erspare. Ansonsten helfen Beschwerden und Kommentare. Dieses Testertagebuch ist ja schließlich interaktiv!
Steigen wir also gleich ein ins Vergnügen. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen liegt mein heutiger Fokus natürlich wieder bei der Technik. Also einmal tief Luft holen und... wieder entspannt ausatmen. Harry Potter macht nämlich nicht nur alles anders, sondern vor allem auch besser! Die Auflösung lässt sich in zahlreichen Stufen von 640x480 bis zu 1440x900 anpassen und auch weitere Feinheiten wie Leveldetails dürfen modifiziert werden. Das allein ist ja nun nicht so überraschend, aber das tollste kommt jetzt! Die höchste Auflösung läuft auch mit höheren Leveldetails flüssig und mit nur leichten Rucklern. Diese sind aber so marginal, dass wir das hier getrost unter den Tisch fallen lassen können. Auch Clippingfehler oder ähnliches muss man schon suchen. Und das ohne Patch! Wie, hat EA plötzlich doch noch ein Herz für uns Macuser oder ist es gar Zauberei? Ich denke, andere Optimierungen als bei den zuvor besprochenen Spielen gab es hier sicher auch nicht. Allerdings spielt Harry Potter vorwiegend in abgeschlossenen Räumen und auch das Thema Geschwindigkeit oder Truppenbewegungen in Hundertschaften ist hier jetzt nicht wirklich gefragt. Da hat die Grafikkarte einfach wesentlich weniger Arbeit. Allein die Schatten werden manchmal falsch dargestellt oder erscheinen als hässliche graue Masse. Aber ich will nicht schon wieder motzen. Neben der Grafik sticht auch der Sound angenehm hervor. Ständig hört man Gemurmel, Schritte und nimmt Gesprächsfetzen von sich in der Nähe stehenden Personen auf. Betritt man einen neuen Raum, wird das auch akustisch perfekt eingefangen. Und so ist das dann auch optisch umgesetzt. Überall in Hogwart stehen, gehen und rennen die Schüler. Dabei grüssen sie "Hallo Harry" sobald ich ihnen näher komme oder beginnen zu tuscheln. Ihr seht, ich habe mich schon bestens eingelebt in der altehrwürdigen Zauberschule und werde Morgen natürlich etwas mehr von Potters Abenteuern erzählen.
Mal was anderes!
Machen Computerspiele gewalttätig? Also ich bekomme eher bei solchen Fragen den Hass! Warum ich trotzdem wieder drauf zu sprechen komme? Es ist die Argumentation der Pro-Fraktion. Da heißt es: "Der Unterschied zum TV- und Kinoformat sei die Interaktivität. Der Zuschauer greift in die Handlung ein und vollzieht selbst den Gewaltakt." Klingt logisch und ist nachvollziehbar, oder? Nicht unbedingt wenn wir eine Studie aus den 80ern heranziehen, welche sich mit der zunehmenden Gewaltbereitschaft und auffällig depressivem Verhalten von Kindern mit übermäßigem TV-Konsum auseinandersetzte. Der Grund war ebenso verblüffend wie einleuchtend. Kinder leiden an der Passivität beim TV-Konsum. Die reine Informationsaufnahme ohne aktive Gestaltungs- bzw. Kommentationsmöglichkeit gebe den Kindern keine Chance, das geschehene zu verarbeiten. Wer aufmerksam die seriösen Medien zu diesem Thema verfolgt, wird selbst bald genau so ratlos sein, wie besagte Wissenschaftler. Mal heißt es, ob aktiv oder passiv sei nebensächlich. Dann wiederum liest man von Berichten, welche sogar eine Abnahme der Aggressivität bei Kindern in Verbindung von Sendungen mit Gewaltinhalt bzw. Computerspielen feststellen. Also hängt es am Ende wieder da, wo solche Entscheidungen im eigenen Umfeld auch getroffen werden sollten. Beim gesunden Menschenverstand. Aber was ist, wenn dieser versagt oder durch Faulheit bzw. Leichtsinn verdrängt wird? Muss hier tatsächlich der Staat eingreifen oder gleicht das derzeitige "Engagement" unserer Judikative einer gesellschaftlichen Bankrotterklärung bzw. gar einer offenen Zensur? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.» Forum: 12. Tag | Potter macht eine gute Figur - Harrys Zauber?
Samstag, 5. April 2008
Spiel: Battlefield 2142Patch 1.04 (Download)
Auf ein Neues! Ich will es noch einmal wissen und versuche mein Glück mit minimalen Grafikeinstellungen, bleibe aber bei der maximalen Auflösung von 1024x768. Und der Verbindungsaufbau geht heute tatsächlich schneller von statten. Allerdings immer noch weit entfernt von tollerierbaren Werten. Neun Server hab ich getestet und musste zwischen sechs bis 22 Minuten warten. Drei Server brachen nach einiger Zeit die Verbindung komplett ab. Am schnellsten ging es beim Server "Schlachtfeld Dortmund" und "Berliner Nickelkinder". Trauriges Schlusslicht war "Hungarian 1st Rankied SE" mit 22 Minuten. Und diesmal hatte ich sogar deutsche Teamkollegen an meiner Seite. Die drastische Reduzierung der Grafikdetails hat dem Spiel sichtlich gut getan und nun kann man auch von einem halbwegs flüssigen Bildablauf sprechen. Halbwegs deshalb, weil es doch immer wieder vor allem in Kampfszenen zu extremen Aussetzern kommt und meine Mausbefehle für ein bis zwei Sekunden ignoriert werden. Das geschieht in unregelmäßigen Abständen und ist unabhängig von der Gegneranzahl. Manchmal genügt ein einziges gegnerisches Fahrzeug. Daher tippe ich auf Serverprobleme. Ich gehe hier übrigens mit einer 6000er DSL-Verbindung ins Netz. Die Grafik weiß weder in der reduzierten, noch in der detaillierten Fassung zu begeistern, erfüllt aber ihren Zweck. Besonders in ausgedehnten kargen Landstrichen wie dem Suez Canal ist selbst die spartanische Fassung aber immer noch atmosphärisch. Hier liegen sogenannte Silos verstreut. Diese dienen als Einstiegspunkt, wollen aber auch erobert und gehalten werden. Verliert man nämlich die Kontrolle aller Silos, ist das Spiel verloren. Damit der Weg zwischen den Punkten nicht zu lang wird, stehen überall Fahrzeuge bzw. Flugzeuge bereit. Diese lassen sich einfach steuern, sind aber nicht für einsame Ausfahrten gedacht. Denn ob Panzer, Jeep oder Apache-Hubschauer, alle Fahrzeuge sind nur im Verbund wirklich stark und so tut man gut daran, seine Angriffe gut aufeinander abzustimmen. Ganz klar: Balltefield 2142 ist ein Teamspiel. Damit das in geordneten Bahnen abläuft, orientiert ihr euch am Teamleader, könnt euch aber auch jederzeit mit einfachen Kommandos bemerkbar machen.
Zeit für ein kleines Fazit: Battlefield 2142 ist mit höheren Grafikdetails eine echte Zumutung. Reduziert man diese auf das notwendigste, bekommt man eine zweckmäßige, aber halbwegs flotte Grafik, die ihre Aufgabe erfüllt. Server gibt es reichlich, diese reagieren aber leider viel zu langsam. Sicher ist der stichprobenartige Test über zwei Tage nicht wirklich aussagekräftig, aber Wartezeiten von sechs bis mehr als 30 Minuten sind weit über der Schmerzgrenze und bei der Konkurrenz an sehr guten Onlineshootern nicht eben verkaufsfördernd. Mein Tipp deshalb: Wer nach einem guten Multiplayershooter sucht, sollte sich noch etwas gedulden. Momentan wartet Enemy Territory - Quake Wars auf meine Aufmerksamkeit und der Test wird nicht lange auf sich warten lassen. Ja, und da haben wir auch noch Unreal Tournament 3 dessen Playstation 3-Portierung ich vor einiger Zeit testen durfte. Wenn die Mac-Version ähnlich gut wird, ist auch dieser Titel mit Sicherheit eine Überlegung wert.



Mal was anderes!
So, ich werde mich wieder einen Tag von den Strapazen der Schlacht erholen und freue mich auf eure Wünsche bezüglich des nächsten Testkandidaten. Immerhin stehen noch drei Spiele in den Startlöchern. Harry Potter, Madden 08 und Tiger Woods 08. Wie immer gilt, die Mehrheit entscheidet.» Forum: 11. Tag | Ein Fazit zu Battlefield 2142
Freitag, 4. April 2008
Spiel: Battlefield 2142Patch 1.04 (Download)
So Freunde, Schluss mit Lustig! Die schusssichere Weste angelegt, den Helm übergestülpt und los geht es. Battlefield 2142 fordert den ganzen Mann in euch! Glaub ich jedenfalls, denn momentan starre ich seit knapp zehn Minuten auf den Ladebildschirm. Gut, kein Problem. Ich muss eh noch den iMac verpacken. Der wird nämlich heute wieder abgeholt. Dann, weitere zehn Minuten später sind wir zusammen fertig – Battlefield mit dem Laden und ich mit dem Packen. Das nenn ich Teamarbeit. Die Grafikeinstellungen sind schnell erledigt. Da gibt es nämlich nicht viel einzustellen. Gerade mal 800x600 und 1024x768 stehen im 60-Herz-Modus zur Wahl. Ich gehe aufs Ganze und wähle die "höchste" Einstellung. Schnell noch die "Berlin"-Karte gewählt und los geht es! Da fällt mir ein, ich wollte noch eine neue Demo auf meiner Xbox 360 ausprobieren. Ich hab ja Zeit, denn nach weiteren zehn Minuten hat er gerade mal 1/4 der Karte geladen. Weitere acht Minuten später ist Battlefield dann soweit. Ich wähle ein Sturmgewehr und bin bereit, mit meinen amerikanischen Kollegen den Häuserkampf aufzunehmen. Da laufen wir also durch eine halbwegs flüssig dargestellte Straßenschlucht. Nichts ist zu hören ausser den stotternden Anweisungen einer Frau. Ich denke, sie will mir etwas zur Steuerung erzählen. Verstehen kann ich sie allerdings aufgrund der vielen Aussetzer und bruchstückhaften Wiederholungen nicht. Auch die Musik holpert vor sich hin. So schleichen wir also vorsichtig durch die Straße, nach allen Seiten absichernd. Laut der kleinen Karte am rechten oberen Rand muss der Feind hier in der Nähe sein. Und da fallen auch schon die ersten Schüsse. Kugel schwirren um unsere Ohren und wir weichen nach allen Seiten aus. Das heißt wir versuchen es, denn mit dem ersten Kugelhagel geht die Framerate dermaßen in den Keller, dass es unmöglich ist, überhaupt zu erkennen, welche Strecke man zurück gelegt hat bzw. ob man hinter dem schützenden LKW angekommen ist. Dazu erklingen aus der Ferne die ersten Hilferufe: "Sa.. Sa... Sa... Sa.. tä.. tä... tä..." "Mein Gott!", denke ich. "Der arme Kerl stottert vor Angst!" Und die Musik stottert im Takt mit. Irgendwie hab ich es dann doch geschafft. Der LKW gibt mir Feuerschutz und ich nehme zusammen mit meinen Kameraden den Feind ins Kreuzfeuer, was nicht leicht ist. Denn die Feinde scheinen im Takt der stotternden Musik zu tanzen! Die haben Nerven. Dann liegen zwei von ihnen am Boden und es wird still. "Wir haben es geschafft", denke ich und will schon aus meinem Versteck kriechen. Da bricht es über uns herein. Laut, brutal und erbarmungslos steht wie aus dem Nichts plötzlich eine große Kampfmaschine vor uns und vergießt seine tödliche Munition über unsere Köpfe. Wir haben keine Schance und hören am Ende nur noch unseren Herzschlag zusammen mit der immer wieder aussetzenden Musik. Natürlich will ich das nicht auf mir sitzen lassen und warte, bis der Countdown auf 0 ist um wieder ins Spiel einzusteigen. Da scheint mein Mac ein Einsehen zu haben und beendet die Sache kurzerhand mit einem Programmabsturz. Ob ich mir noch einmal die 38 Minuten Ladeprozedur antun soll? Morgen ist auch noch ein Tag!



Mal was anderes!
Der iMac hat uns verlassen. Noch mal vielen Dank an M&M Trading für die Leihgabe. Das gute Stück hat sich von seiner besten Seite gezeigt und bei allen Spielen eine sehr gute Figur gemacht. Nur bei Battlefield 2142 brauchte er für die Ladeprozedur fünf Minuten länger als mein MacBook Pro! Das Bild ist brillant und der Mac flüsterleise. Mein Prädikat lautet daher: absolut spieletauglich!» Forum: 10. Tag | Der Kampf mit der Ladezeit
Donnerstag, 3. April 2008
Spiel: Battlefield 2142Patch 1.04 (Download)
Battlefield 2142 war eure Wahl, der ich natürlich gerne folge. Und wie immer schauen wir uns quasi zum Aufwärmen an, was für ein Titel uns jetzt erwartet. Die Serie Battlefield entstammt einem relativ unbekannten und nur mäßig erfolgreichen Titel mit Namen "Codename Eagle" aus dem Jahre 1999. Der ausbleibende Erfolg machte das Entwicklerstudio Refraction Games zum idealen Übernahmekandidaten und so schluckte im Jahr 2000 das Studio Digital Illusions die finanziell angeschlagene Firma und entwickelte das Spiel im Auftrag für Electronic Arts weiter. 2002 trug die Arbeit dann in Form von Battlefield 1942 Früchte und mauserte sich schnell zum Kassenschlager. Kein Wunder, schließlich gehörte das Spiel zu den besten Online-Mulitplayer-Titeln seiner Zeit. Zwar war Battlefield 1942 alles andere als technisch ausgereift, das ausgewogene Balancing und die authentische Atmosphäre glichen das aber locker wieder aus. Mittlerweile hat die Serie kräftig zugelegt. Fünf Spiele, drei Boosterpacks sowie drei Addons, dazu unzählige teils hochwertige Mods machen die Battlefield-Titel so lebendig und erlebnisreich. Battlefield 2142 schickt sich nun an, neuen Wind in die Serie zu bringen. Wir schreiben das Jahr 2106. Der Klimawandel konnte nicht gestoppt werden und so bricht eine neue Eiszeit an. Mit immer neuen Schneestürmen erobert sich das Eis Stück für Stück unseren Planeten zurück und schränkt damit Lebensräume und Rohstoffe bedrohlich ein. Die Folgen liegen auf der Hand. Ein unerbittlich geführter Kampf um die letzten verbleibenden Ressourcen spaltet die Menschheit schließlich in zwei Parteien. Die EU-Truppen sowie die Pan Asian Coalition, kurz PAC. Der Krieg dauert Jahre und die Maschinerie wird weiter perfektioniert. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2142. Die Waffen und Kriegstaktiken sind brutaler und furchterregender als jemals zuvor und haben nach wie vor das gleiche Ziel: die totale Vernichtung alles feindlichen Lebens.
Soviel zum "Aufwärmen". Was das Spiel nun tatsächlich für uns bereit hält bzw. ob es ähnlich schwächelt wie die beiden Vorgänger, sehen wir Morgen.
Mal was anderes!
Wir Tester lassen uns eine ganze Menge einfallen, um die Qualität eines Spiels zu bewerten. Neben Grafik, Musik und den ganzen anderen offensichtlichen Kriterien stolpern wir aber immer öfter über die Gesamtspieldauer. Da liest man dann in einschlägigen Magazinen: "leider musste ich den Titel abwerten, denn zehn Stunden Spielzeit sind zu wenig" oder so ähnlich. Aber ist das wirklich ein Kriterium für Kritik? Wie lange darf oder sollte zum Beispiel ein Adventure gehen und wieviel Zeit will ein Spieler mit einem solchen Titel verbringen? Viele meiner Bekannten suchen genau nach solchen Spielen. Ein Titel wie Mass Effekt mit 40 Stunden Spielzeit schreckt viele ab. Man will ja Abwechslung und nicht immer am gleichen Spiel sitzen. Und da wäre noch das Argument der knappen Freizeit. Kein Zweifel, die Spielergewohnheiten haben sich mit der zunehmenden Auswahl an Titeln und weiteren Freizeitaktivitäten verändert und das ist auch gut so. Man darf auch nicht vergessen, dass Zeitfresser wie World of Warcraft die Spieler vom Erwerb neuer Titel abhalten, was wiederum der ganzen Branche schadet. Allerdings werden Spiele auch nicht gerade billiger und da muss die Industrie sich schon die Frage gefallen lassen, wie viel Spiel ein User für 50 oder gar 60 Euro erwarten darf. Und da ist sie wieder, die berühmte Zwickmühle und die Frage vom Anfang: Sollte ein Tester die Gesamtspielzeit überhaupt in die Wertung mit einbeziehen? Ich meine, sofern der Titel nicht extrem kurz ist, sollte ein Hinweis genügen. Dann ist aber auch gut. Denn Spielertypen gibt es mittlerweile so viel unterschiedliche, dass eine Bewertung fast niemandem gerecht wird.» Forum: 9. Tag | Battlefield 2142
Dienstag, 1. April 2008
Spiel: Command & Conquer 3 – Tiberium WarsPatch 1.09 (Download)
Englischkenntnisse: Experte
Command & Conquer 3 - Tiberium Wars war ein interessanter Testkandidat. Das Spiel ist phantastisch und die Missionen abwechslungsreich gestaltet. Jeder Einsatz wird immer wieder durch kleine Videosequenzen mit neuen Missionen unterbrochen. Im Prinzip weiß ich zu Beginn nicht, was mich am Ende erwartet. Das wurde perfekt in Szene gesetzt. Command & Conquer 3 ist sehr gut ausbalanciert, nervt aber auf der anderen Seite durch eine extrem verkorkste KI. Besonders erwähnenswert sind hierbei unsere alten Problemkinder, die Sammler. Nach wie vor rennen die in jede sich bietende Miene und feindliche Armee. Aber die Soldaten sind auch nicht besser! Der erste Platz den die Jungs zum Picknick nutzen, ist immer ein Tiberiumfeld. Ist zwar tödlich aber so schön grün! Zum Glück lässt sich die Kamera aber stufenlos zoomen und drehen. So behält man stets den Überblick. Ebenfalls angenehm ist, dass ich öfter zwischen verschiedenen Einsätzen wählen darf. Also alles in allem eine runde Sache, oder? Die Grafikauflösungen funktionieren wirklich alle gleich gut und zeigen keinerlei Performanceunterschiede. Und da die Detaileinstellungen eh kaum wahrnehmbar sind, darf man sich auch getrost von resourcenfressenden Verschönerungen wie Wasserspiegelungen oder Schatten verabschieden.
So ist es mal wieder Zeit für ein Fazit:
Das Spiel läuft um Längen besser als Need for Speed - Carbon. Hier hat man sich also die Mühe gemacht, und einen Patch nachgeliefert der auch wirklich was bringt. Ansonsten ist die Mac-Version leider grafisch um Längen hinter den PC- und Konsolenfassungen. So kann ich das Spiel zumindest all jenen empfehlen, die Anhänger dieser Serie sind, auf keine andere Fassung zurück greifen können oder wollen, die englische Sprache beherrschen (Achtung, C&C ist sehr text- und dialoglastig!), einen modernen Mac ihr Eigen nennen und auf schicke Grafik pfeifen. Ist noch jemand übrig? Gut, dann lest euch bitte noch den Beitrag von "Dr.Zeissler" zum "6. Tag" durch. Immer noch jemand da? Prima, dann los und bestellen! Worauf wartest du?



Mal was anderes!
So, nun seid ihr wieder an der Reihe. Vier Kandidaten stehen noch zur Wahl und ihr entscheidet, wie es weiter geht. Tiger Woods PGA 08, Battlefield 2142, Harry Potter and the Order of the Phoenix oder doch lieber Madden 08? Ich für meinen Teil halte mal für einen Tag meinen Rand und lass euch entscheiden.
» Forum: 8. Tag | Ein Fazit zu Command & Conquer 3
Montag, 31. März 2008
Spiel: Command & Conquer 3 – Tiberium WarsPatch 1.09 (Download)
Englischkenntnisse: Experte
"Hereinspaziert meine Herrschaften! Erleben sie den Kampf von David gegen Goliath. Dem unvergleichlichen Messen der Kräfte zwischen dem kleinen aber teuren MacBook Pro und dem großen aber günstigen iMac!" So kam ich mir heute beim Performance-Test der beiden Rechner vor. Command & Conquer 3 - Tiberium Wars erwies sich dabei als der perfekte Testkandidat. Mit dem 1.09 Patch soll das Spiel ja laut EA-Amerika perfekt mit modernen Intel-Macs laufen. Das ist zwar etwas hochgegriffen, aber dennoch kann ich Entwarnung geben. Das Spiel läuft erfreulich flüssig. Getestet habe ich in der Auflösung von 1024x768 und zunächst die Grafikdetails auf das Minimum reduziert. Da zeigte sich der iMac anfangs bei den Videos erschreckend zickig. Zwar lief der Ton ohne Probleme, allerdings nur mit Standbild. Erst nach zweimaligem Neustart begann der Einsatz fehlerfrei. Ein weiterer Negativpunkt bei allen EA-Spielen dieses Testtagebuchs ist die extrem lange Ladezeit. Und zwar unabhängig von der Hardware. Zwischendurch dachte ich, C&C sei abgestürzt. Vorgewarnt durch meine Erfahrungen bei Need for Speed verharrte ich aber zwei Minuten vor dem abgedunkelten Bildschirm, bevor sich dann doch etwas tat. Zum Spiel selbst kann ich verkünden, dass es mit diesen Grafikdetails problemlos, flüssig und schnell läuft. Die Truppen reagieren prompt auf meine Anweisungen und laufen in angemessenem Tempo über das butterweich zoomende Bild. Auch Massenansammlungen von Einheiten und gleichzeitige Explosionen können den iMac, aber auch den MacBook Pro nicht aus der Fassung bringen. Drei Missionen hab ich so gespielt und keinerlei Leistungsschwankungen feststellen können. Dass die Grafik zweckmäßig, aber nicht besonders beeindruckend aussieht, erwarte ich bei meinen Einstellungen auch gar nicht anders.
Nun drehe ich alle Grafikoptionen auf mittlere Einstellung. Nur die Auflösung bleibt während des ganzen Tests gleich. Und auch hier zeigt der iMac keine Schwächen, während das MacBook Pro bereits ins Schwitzen gerät. Ein dezentes Ruckeln und in Slow-Motion agierende Truppen beherrschen das Bild. Dennoch macht das Spiel auch hier immer noch Spaß. Aber seltsam, einen grafischen Unterschied erkenne ich nicht! Allenfalls die undynamischen und unigrauen Schatten suggerieren die Veränderung. Nicht, dass die Grafik schlecht aussieht, Konkurrenztitel wie Age of Empires brauchen sich allerdings nicht zu verstecken. Im Gegenteil! Über weite Teile sieht letztgenanntes Spiel sogar um Längen besser aus.
Jetzt will ich es wissen und ziehe die Regler bis zum Anschlag und siehe, auch der iMac streicht die Segel. Einheiten schleichen in Zeitlupe über den Bildschirm und der Bildausschnitt wandert mit leichten Rucklern. Ebenfalls schwierig ist die Zeitverzögerung bei der Umsetzung meiner Befehle. Das ist für ungeduldige Naturen wie mich eine Nervenprobe, der ich auf Dauer nicht stand halten würde. Dafür schließt das MacBook Pro zu meiner Überraschung mit dem iMac auf. Der läuft nämlich keinen Deut langsamer! Aber auch mit diesen Grafikeinstellungen sieht das Bild genau so aus, wie zuvor. Ein abschließendes Urteil erlaube ich mir morgen. Dann gibt es auch ein paar Bilder, versprochen!
Mal was anderes!
Ich muss noch mal auf das Thema Retrospiele kommen. Wenn Nintendo, Microsoft und Sony das können, warum nicht auch Apple? Man stelle sich vor, ein Programm von Apple, vielleicht in gewohntem iTunes-Look, mit Emulations-Software zu diversen Plattformen darunter. Amiga, Atari, C64, Scumm und wie sie alle heißen. Und dazu kauft man für wenig Geld die dazu gehörigen Spiele über den Apple Games Store. Updates bringen die Emulatoren auf den neusten Stand und wie beim iTunes Store auch, verschafft uns ein aufgeräumtes und gut moderiertes Interface den Überblick über alle erhältlichen Titel. Mann, würde ich Geld ausgeben. Na ja, man wird ja noch träumen dürfen!» Forum: 7. Tag | Performance-Tests mit Command & Conquer
Sonntag, 30. März 2008
Spiel: Need for Speed – CarbonEnglischkenntnisse: Fortgeschritten
Wie, schon wieder Need for Speed? Wollten wir uns nicht Command & Conquer 3 ansehen? Wer soll denn bei diesem Durcheinander noch den Überblick behalten? Ich hab euch ja gewarnt. Dieses Testertagebuch ist eben ein bisschen anders. Der Grund für meine Rückbesinnung heißt iMac. Heute hatte ich endlich die Gelegenheit die Leihgabe von M&M Trading! auszupacken und unseren ersten Probanden mit aktueller Hardware aufs Neue zu testen. Gerade der iMac ist dabei mein Wunschkandidat denn diesem Modell hängt nach wie vor der Ruf als unbrauchbarer Spielerechner nach. So werde ich alle Kandidaten bis Dienstag auf einem
- iMac 20" Zoll
- 2 Ghz Intel Core 2 Duo, 1 GB Arbeitsspeicher
- ATI Radeon HD 2400, 128 MB VRAM
Ich halte also fest: Need for Speed Carbon läuft auf dem oben genannten iMac im Schnitt gefühlte 10 Prozent schneller. Einen Geschwindigkeitsrausch wird man aber auch hier nicht bekommen. Daher lautet mein abschließendes Ergebnis: Der Import aus den Staaten lohnt bei Need for Speed Carbon nicht. Weder die Performance, noch die Grafik rechtfertigen den Kaufwunsch. Wer sich in Deutschland gerne hinter ein virtuelles Steuer klemmen möchte, ist mit Colin McRay Rally 2005 besser bedient. Auch wenn es kein Funracer ist, machen die Rennen allemal mehr Spaß und sehen dabei noch wesentlich besser aus, zumal der Schwierigkeitsgrad und Realismus nach Belieben angepasst werden kann! Wer über einen MacPro mit leistungsfähiger Grafikkarte verfügt und keine Probleme mit Durchschnittsgrafik und Rucklern hat, kann sich den Kauf durch den Kopf gehen lassen.
Mal was anderes!
Es ist schon erstaunlich, Retrospiele erfreuen sich unglaublicher Beliebtheit. Nach wie vor machen Microsoft mit den Arcadespielen, Nintendo mit der "Virtual Console" und mittlerweile auch Sony Rekordumsätze mit diesen mehr oder weniger modernisierten Oldtimern. Auch richtig teure Produkte aus längst vergessener Zeit wie Segas "Virtua Tennis", "Alien Syndrome" oder "Crazy Taxi" verkaufen sich erstaunlich gut, so verkündete mir gerade letzte Woche Segas PR-Sprecher stolz. Ich hatte gerade das zweifelhafte Vergnügen, all diese Titel testen zu dürfen und wundere mich schon etwas. Immerhin kosten die Teile richtig Geld und stehen damit in direkter Konkurrenz zu aktuellen und modernen Spielen. Es kann also nicht der Preis allein sein. Machen die Firmen zu schlechte neue Spiele oder sind so viele Käufer auf der Suche nach der Vergangenheit? Hätte ich eine Entwicklerfirma, würde mir so etwas zu denken geben.» Forum: 6. Tag | Der iMac macht's besser
Samstag, 29. März 2008
Spiel: Command & Conquer 3 – Tiberium WarsPatch 1.09 (Download)
Ihr habt entschieden und ich folge eurem Wunsch nur allzu gerne. Command & Conquer 3 – Tiberium Wars wird also unser nächster Proband. Wichtig bei diesem Titel: Zur Zeit liegt ein Patch für Version 1.09 vor. Diese Version dient als Grundlage unseres kleinen Tests. Bevor wir aber morgen richtig loslegen, nutzen wir die Installationszeit und schauen uns den Hintergrund zum Spiel genauer an.
Wer die Serie kennt, weiß um den charismatischen Anführer Kane. Er ist wahnsinnig, liebt Nuklearwaffen und glaubt, er sei der Erlöser. Kurzum: Der richtige Kumpeltyp. Nun ist er wieder da und schickt sich erneut an, der GDI in den Hintern zu treten. Nachdem die Bruderschaft von Nod im zweiten Tiberiumkrieg geschlagen wurde, glaubt sich die Global Defence Initiative (GDI) in Sicherheit. Aber der Schein trügt, denn Kane lebt und damit das auch jeder mitbekommt, sprengt dieser prompt die Raumstation Philadelphia der GDI. Das hatte System, denn genau zu diesem Zeitpunkt war dort die gesamte GDI-Führungsspitze versammelt. Und so beginnt der dritte Tiberiumkrieg. Aber diesmal ist alles anders, denn nun mischt sich eine weitere extraterrestrische Macht in den Konflikt ein. Angelockt vom wertvollen Tiberium geht sie ihren eigenen Interessen nach und wird für alle zum unberechenbaren Risikofaktor.
Wochenlang stand sowohl die PC- wie auch die XBox 360-Version ganz oben in den Verkaufscharts. Ich selbst durfte bereits die XBox 360 Variante genießen und bin nach wie vor begeistert von der eingängigen Steuerung, dem genialen Soundtrack, den spannenden Schlachten und natürlich von der superben Steuerung. Für mich ist dieser Titel das erste richtig gut funktionierende Strategiespiel für eine Konsole. Einzig die kreuzdummen Sammler sind nach wie vor zum Haare raufen. Aber auch das ist ja mittlerweile fast schon Kult. Sind wir also gespannt, wie sich der Titel auf dem Mac schlägt.
Mal was anderes!
Das wird jetzt ein Mehrteiler, aber es ist ein wichtiges Thema mit dem ich naturgemäß bei jedem Spiel aufs Neue konfrontiert werde. Die Bewertungsskala. Ich oute mich hier mal als absoluter Prozentgegner. Was sagt die Zahl vor dem Prozentzeichen denn aus? Die offensichtliche Antwort, es sagt ob das Spiel gut oder schlecht ist, passt leider selten. Ich benutze für jedes Genre eine Bewertungstabelle mit bis zu 100 Bewertungskriterien – unterteilt in Grafik, Sound usw. Damit schließe ich aus, dass zum Beispiel die Grafik zu viel Einfluss auf das Spiel nimmt oder meine persönlichen Empfindungen zu sehr auf die Wertung Einfluss nehmen. Deshalb muss die Wertung aber noch lange nicht richtig sein! Von welchem Stand gehe ich denn bei einer Wertung aus? Bekommt ein Spiel zu Beginn des Tests 0 Prozent, fällt das Ergebnis völlig anders aus wie wenn ich dem Titel am Anfang 100 Prozent zuspreche und anschließend abziehe. Das Gleiche erlebe ich bei einer Grundwertung von 50 Prozent. Und dennoch nutzt der gleiche Tester die selbe Tabelle. Eine fatale Sache zumal diese Bewertung nichts über den Spaß, welchen ich als Spieler damit haben kann, aussagt. Da hilft dann nur der Test. Warum nehmen wir dann solch eine Bewertung vor? Meiner Meinung nach reicht ein Daumen zu einzelnen Feldern wie Grafik, Musik usw. völlig aus. Stehe ich da alleine da? Wie wichtig ist euch diese Zahl vor dem Prozentzeichen und bezieht ihr sie tatsächlich in eure Kaufentscheidung mit ein? Ich bin gespannt auf eure Meinung.» Forum: 5. Tag | Command & Conquer 3 – Tiberium Wars
Freitag, 28. März 2008
Spiel: Need for Speed – CarbonEnglischkenntnisse: Fortgeschritten
Da lag ich nun im Bett und konnte nicht schlafen. Wie kann es sein, dass eine so renommierte und große Firma wie Electronic Arts gerade den Wiedereinstieg in den Apple-Markt so vermurkst? Was muss da in der Qualitätskontrolle abgegangen sein? Nein, so konnte ich das nicht stehen lassen. Also startete ich um zwei Uhr Nachts erneut den Motor. Eigentlich die perfekte Zeit für Onlinerennen mit den Amis. Geeignete Mitspieler waren auch schnell gefunden. Das Spiel stufte mich automatisch in die Beginnerklasse und sucht entsprechend gleichwertige Kontrahenten. Das erste Spiel begann mit einem Mitfahrer. Dabei empfand ich es als ärgerlich, dass mir einfach ein beliebiges Fahrzeug unter den virtuellen Hintern gesetzt wurde. Meinem Gegenüber schien es nicht besser ergangen zu sein und so dauerte es einige Sekunden, bis wir uns an die geballte PS-Kraft gewöhnt hatten. Die Grafik habe ich wieder auf das Minimum reduziert. Und siehe, genau das gleiche leichte Ruckeln wie beim Offlinerennen. Verbindung und Server scheinen also stabil und schnell genug ihre Arbeit zu verrichten. Das gleiche Spiel wiederholte ich kurz darauf mit vier menschlichen Gegnern und musste feststellen, jetzt haben sogar die Server das Nachsehen. Das Ruckeln nahm deutlich spürbar zu. Zwar ließ sich mein Fahrzeug noch problemlos steuern, Spaß machte das aber nicht mehr. Die Anzahl der möglichen Kontrahenten hielt sich auch in Grenzen. Gegen drei Uhr Nachts deutscher Zeitrechnung lümmelten sich gerade mal sieben Fahrer auf den Servern. Insgesamt ist auch der Onlinemodus gerade mal akzeptabel. Von Spaß fehlt hier aber leider jede Spur! Also halten wir fest: Need for Speed Carbon macht auf dem MacBook Pro 2 Ghz keine gute Figur. Mit reduzierter Grafik gibt es nur wenige Ruckler und das Spiel läuft halbwegs flüssig und macht sogar Spaß, wenn man nicht hinschaut. Denn die Grafik ist leider total verwaschen und glanzlos. Sobald ich die Details etwas anhebe, wird das Spiel unerträglich langsam und verkommt zur Diashow. Und das Beste: es sieht dabei auch nicht besser aus!
Dafür kam der iMac heute an. Prima Timing, kurz zuvor musste ich auf Reisen gehen und werde das gute Stück nicht vor Sonntag in Betrieb nehmen können. Ob Need for Speed Carbon dort eine bessere Figur machen wird? Gut, es gibt noch genug andere Titel. Nun hängt es an euch! Welches Spiel soll ich mir als nächstes vorknöpfen oder habt ihr noch Fragen zu Need for Speed? Ihr allein entscheidet wie es weiter geht. Ich bin gespannt auf eure Kommentare.
Mal was anderes!
In meiner Tätigkeit als Tester erfahre ich vor allem bei Onlineportalen oft seltsames. Besonders bei Bewertungen. Mir ist es schon öfters passiert, dass der verantwortliche Betreiber meine Bewertung so nicht übernehmen will. „Gib ein paar Prozente mehr! Schließlich wollen wir die Firmen ja nicht verärgern und auch in Zukunft mit Testmustern beliefert werden.“ Verständlich möchte man meinen. Aber das Verständnis trügt. Denn was die Publisher in erster Linie interessiert, ist eine faire Bewertung. Die Verantwortlichen wissen sehr wohl um die Qualität ihrer Produkte und erwarten für ein schlechtes Spiel auch keine hochprozentige Bewertung. Was aber sauer aufstößt ist, eine nicht nachvollziehbare Review. Warum bekommt ein Spiel 50 Prozent und was ist an diesem Titel falsch? Kann ich diese Fragen plausibel beantworten, hat ein Publisher auch kein Problem damit. So ist jedenfalls meine Erfahrung. Von daher scheint die Sorge der Portalinhaber unberechtigt. Dazu kommt, dass der Besucher eine bewusst manipulierte Bewertung vorgesetzt bekommt und bei fehlender Übereinstimmung mit seiner eigenen Einschätzung nie wieder die Seite besucht. Ich kann den Betreibern nur mehr Mut wünschen. So wie es hier geschieht. Games4Mac kümmert sich nicht um diese falschverstandenen Regeln. Stattdessen geht es um faire und korrekte Bewertungen. Das ist der Grund, warum ich für diese Seite so gerne schreibe. Aber vielleicht ist das ja jenes Stück heile Welt, welche den Macintosh vom Rest abhebt und warum wir alle letzten Endes so an dieser Plattform hängen.» Forum: 4. Tag | Nächtliche Online-Rennen
Mittwoch, 26. März 2008
Spiel: Need for Speed – CarbonEnglischkenntnisse: Fortgeschritten
Genug der Vorrede. Ran ans Steuer und rauf aufs Gas. Ich will Gummi riechen! Haaaalt! So einfach gehts dann doch nicht. Need for Speed Carbon ist dafür doch etwas zu umfangreich. Onlinerennen, schnelles Rennen, Karieremodus und eine Challenge-Serie stehen auf Abruf bereit. Ich entscheide mich zum aufwärmen für das schnelle Rennen und wähle die niedrigste Grafikeinstellung. Auch die Details stelle ich auf Minimum. Man hört ja schlimme Sachen! Und zu meiner Überraschung führe ich bereits nach wenigen Minuten das Feld an, schlittere elegant um die Kurven und heize mit einem Affenzahn durch die Stadt. Ok, das mit dem Affenzahn ist relativ. Einige dezente Ruckler hat das Spiel bereits in dieser Auflösung und das Geschwindigkeitsgefühl kann nicht mit Titeln wie Burnout mithalten. Aber ich hab schnell das Gefühl, die kuhlste Pistensau auf diesem Planeten zu sein. Apropos Sau: Die Grafik wirkt in diesem Modus dreckig und monoton. Dezentes Scheinwerferlicht und spärliche Lichteffekte hinterlassen einen trostlosen Eindruck. Allein die Wagen spiegeln ruckartig die Außenwelt. Aber immerhin, es läuft und macht Spaß! Angespornt von diesem Erfolg werde ich mutig und gehe in den Karrieremodus. Schnell finde ich mich in der Story wieder und freue mich über das in meinen Augen schönste Gimmick dieser Serie. Die Verfolgungsjagd mit der Polizei. Es macht einfach diebische Freude, einem Polizeiaufgebot von fünf Wagen davon zu rasen und ein Chaos an Blechhaufen zu hinterlassen. Zumindest in meinem grafisch reduzierten Modus. Sobald ich nämlich eine höhere Einstellung auswähle, mutiert das Spiel zu einer Diashow und sieht dabei noch nicht mal nennenswert besser aus! Gewiss, die Scheinwerfer wirken realistischer und die Städte sind leicht bunter. Aber die deutlich reduzierte Grafik macht sich auch hier mehr als deutlich bemerkbar, zumal die Lenkung unpräzise und schwammig wird. Der Wagen ist in dieser Einstellung nicht zu steuern. Schade! Fragen nach der Performance im Vergleich zur Windows-Version sind hier leicht zu beantworten, ohne diese je gesehen zu haben und die Antwort kann sich wohl jeder denken. Ich werde das Spiel erst mal auf die Seite legen und auf den Testrechner warten. Mal sehen, ob der iMac da noch was rausholen kann.

Mal was anderes!
Manch einer hat sich über meine gestrige Beschreibung der Presseerklärungen sicher gewundert. Ärgerlich und überflüssig? Drehen wir den Spieß doch einmal um und betrachten die Sache von Publisherseite. Da entwickelt ein großes Team in jahrelanger Arbeit ein Spiel. Millionen an Euro werden verbraten und der Titel ist fast fertig. Ein erfahrener Publisher weiß, jetzt kommt es auf jedes Detail an. Um aus der Masse an Spielen herauszustechen, bedarf es der gesteigerten Aufmerksamkeit der Spieler. Und das erreicht man nur über die Presse. Und wie entscheiden wir, was für uns in Frage kommt? Würden wir einem Spiel, welches zwei Monate vor Release mit unvorteilhaften oder vielleicht auch fehlerbehafteten Bildern von sich Reden macht, noch länger Beachtung schenken oder gleich abwinken und uns der zahllosen Konkurrenz zuwenden? Achtet mal die nächste Zeit auf die News und Berichte zu kommenden Spielen. Alle Infos sind so gestreut, dass über einen Titel die letzten Wochen permanent berichtet wird. Keine Frage, die Spieleindustrie ist erwachsen geworden. Und doch funktioniert dieses Prinzip nicht immer. Viele Publisher machen alles richtig und doch versinkt der Titel in der Masse. Oft ist dieser mäßige Erfolg schon der Anfang vom Ende für das Entwicklerstudio, denn am Erfolg der vergangenen Spiele messen die Geldgeber die Wahrscheinlichkeit ihre Investitionen mit Gewinn zurückzubekommen. Von dieser Warte aus betrachtet, sieht das taktieren von Bob schon wieder ganz anders aus.» Forum: 3. Tag | Erste Erfahrungen mit Need for Speed
Dienstag, 25. März 2008
Spiel: Need for Speed – CarbonEnglischkenntnisse: Fortgeschritten
Willkommen zu meinem kleinen Testmarathon. Hier läuft alles etwas anders und dies sei gleich als Warnung verstanden. In Anbetracht der Anzahl an Spielen und dem engen Zeitrahmen fallen meine Betrachtungen nicht ganz so umfangreich wie gewohnt aus. Dafür versuche ich den wichtigsten Fragen auf den Zahn zu fühlen. Läuft das Spiel auf meiner Kiste und wenn ja, geht das halbwegs flüssig von statten oder übt sich der Mac in Stillleben? Weitere wichtige Fragen sind die notwendigen Englischkenntnisse, was kann das Spiel und macht das Spaß? Kurzum: Lohnt der Aufwand das Spiel aus Amerika zu importieren? Hier schon mal vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare. Lasst nicht nach, damit tu ich es auch nicht. :-)
Der versprochene Testrechner von M&M Trading ist bisher noch nicht eingetroffen. So müsst ihr erst mal mit meinem MacBook Pro (Intel Core Duo 2 Ghz mit 2 GB Arbeitsspeicher und Radeon X1600) vorlieb nehmen. So genug gesülzt. Wir sind hier ja schließlich zum Daddeln! Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn greife ich mir Need for Speed – Carbon. Dieser Need for Speed Ableger erschien im Jahr 2006 und steht, wie alle Teile der Serie, für „Rasen ohne Reue“. Das heißt, getunte Kisten wie der BMW M3 oder eine hochgezüchtete Corvette. Ohne Reue deshalb, weil das Spiel weder für Realismus steht, noch über ein Schadensmodell verfügt. Statt dessen jage ich über spiegelnasse Fahrbahnen, lasse mich von einer Polizeiarmada durch Palmont, so der Schauplatz, jagen und schlittere mit gezogener Handbremse durch die Kurven, dass es eine wahre Freude ist. Das Besondere an diesem Titel aber ist die Story und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Nicht das die wirklich von Belang wäre, aber die Schauspieler sorgen mit ihrer Präsenz vor, während und nach dem Rennen für ein „Mittendrin-Gefühl“, wie das nur wenige Racer schaffen. Und nun wird auch klar, warum ich bei Englischkenntnisse „fortgeschritten“ notiert habe. Denn in der Story werden alle spielerelevanten Elemente erklärt und das ohne Untertitel. Damit die Steuerung auch gut von der Hand geht, nutze ich ein Logitech Dual Action Gamepad. Das liegt leicht in der Hand und ist extrem robust. So, die Installation ist abgeschlossen, mein Online-Account bei EA eingerichtet, einen Patch benötige ich nicht und das Gamepad ist eingestellt. Dann kann es ja losgehen! Aber dazu Morgen mehr!
Mal was anderes!
Es ist heutzutage nicht einfach für ein Spiel, aus der Masse herauszustechen. Da helfen sich die Publisher gerne damit, einen Pressetag beim Entwickler zu veranstalten. Das läuft dann so ab: Publisher XY schickt eine Mail durch den Presseverteiler mit Ort und Datum der Veranstaltung. Da nimmt man auch gerne noch eine Übernachtung mit rein. Das bindet. Und wer zahlt die Zeche? Natürlich der Verlag! Und das kann schon mal ganz schön ins Geld gehen. Flug, Spesen, Hotel usw. Da will man auch was haben fürs Geld. Also versichert sich der Chefredakteur zuvor auch, ob Filmen, Fotografieren und eine ausführliche Berichterstattung genehm ist. „Alles kein Problem!“ hallt es von Publisherseite. Dann komm ich ins Spiel. Vor circa drei Monaten schickte mich ein Verlag nach England, wo ich auch brav mit Kamera anreiste. Dann beim Interview ging es schon los. Ein Entwickler beantwortete stolz die Fragen über sein neues Werk und wurde jäh vom kritisch drein schauenden Publisher, nennen wir ihn Bob, gestoppt. „Dass darfst du nicht schreiben, ist noch geheim!“ stutzt er mich zurecht. Und so geht das bei jeder zweiten Frage. Gut, das Interview kann ich also abhaken. Weiter gehts! Ich werde an eine Konsole gesetzt und darf unter „Führung“ meine ersten Spielerfahrungen machen. „Natürlich kannst du die Kamera anschließen. Deshalb bist du ja da!“ sagt Bob und klopft mir väterlich auf die Schulter. Einige Stunden später bin ich um zahlreiche Spielerfahrungen und zwei Stunden Videomaterial reicher. Dann geht es wieder Richtung Deutschland. Bob verabschiedet sich herzlich und meint zum Schluss beiläufig: „Übrigens, von dem Material das du aufgenommen hast, darfst du nichts bringen. Sämtliche Infos und entsprechend autorisiertes Videomaterial stellen wir Morgen auf unseren FTP-Server. Schöne Heimreise!“ Ein Einzelfall? Leider nein. So etwas erlebt man leider pausenlos. Natürlich müssen die Publisher klappern. Das gehört ja zum Handwerk. Aber das ist eine sinnlose Verschwendung von Geldern, welches bei den Verlagen schon lange nicht mehr so locker sitzt. Das Material hätte ich auch ohne Reise zusammentragen können. Ich werde jedenfalls nur noch in Ausnahmefällen vor-Ort-Besuche machen. Aber man kennt ja im Laufe der Zeit seine „Pappenheimer“.» Forum: 2. Tag | Need for Speed, Presseevents
Freitag, 21. März 2008
Electronic Arts hat uns jüngst mit einer ganzen Sammlung an Testmustern ihrer derzeitigen „Mac-Spiele“ bedacht, in Anführungsstrichen deshalb, weil es eigentlich nur die Windows-Versionen sind, die mittels Cider für Mac OS X on-the-fly übersetzt werden. Und was macht ein guter Chefredakteur in diesem Fall? Er treibt die Schreibdrohnen aus ihren Löchern und lässt sie testen und schreiben bis die Mac-Rechner dampfen. Wir meinen aber, angesichts der wahrscheinlich ausbleibenden Lokalisierung bzw. Nichtveröffentlichung in Deutschland sollten wir die Sache einmal anders angehen. Und so wagen wir etwas, was es in dieser Form wahrscheinlich noch nie gegeben hat. Nennen wir es Experiment oder Selbstkasteiung des ausübenden Redakteurs. Jedenfalls wollen wir mit diesem 30-Tage-Tagebuch eines Testers eine Mischung aus Spieletest, Hardwaretest und Hintergrundinformationen zur Szene bieten.Und wie soll das funktionieren?
Als Testkandidaten stehen uns folgende Spiele zur Verfügung:- Battlefield 2142
- Command & Conquer 3 – Tiberium Wars
- Harry Potter and the Order of Phoenix
- Madden 08 NFL
- Need for Speed - Carbon
- Tiger Woods PGA Tour 08
Und zum Schluss gibt es noch ein paar Gedanken und Hintergrundinformationen zur Spielszene. Wie funktioniert eigentlich ein richtiger Test? Warum sind diese Prozentzahlen so tückisch und wie tickt die Branche? Da gibt es viel zu besprechen und einiges davon ist alles andere als erfreulich.
Aber dieses Tagebuch soll keine Einbahnstraße sein und auch hier haben wir eine absolute Premiere. Ihr Leser und Spieler da draußen könnt und sollt bestimmten, wie dieser Test abläuft. Gebt täglich im Forum oder per eMail euren Senf zum Gelesenen. Sagt uns eure Meinung und besonders wichtig: bestimmt selbst, wie es weiter geht mit diesem Tagebuch. Welche Spiele soll ich als nächstes testen und was interessiert euch daran besonders? Worüber soll ich berichten und was für Hintergrundinfos wollt ihr hier lesen?
Ihr seht, es gibt eine Menge zu tun und ihr seid diesmal wirklich fast hautnah dabei! Ab Dienstag, den 25. März 2008 startet unser Experiment.
» Forum: 1. Tag | Vorwort
